Mittwoch, 27. März 2013

Ballungsräume

 

"Die Furcht vor dem weiblichen Fleisch ist die Furcht vor der weiblichen Kraft. Wenn wir unsere Körper zurückfordern, muss damit einhergehen, dass wir auch unsere Macht zurückfordern. Dies kann nicht erreicht werden, indem wir einfach eine teure Bodylotion kaufen." (Laurie Penny - "Fleischmarkt")

 
Kris nennt sie "Beautyterrorblogs“. Ich nenne das Genre ja gern Backlash-Blogging. Wir beide meinen die erstaunliche Schwemme weiblich geführter Blogs, die eine faszinierend-schaurige Gleichschaltung auf tradierte weibliche Themen aufweisen, und dieses weltweit. Wenn ich den Begriff „Backlash“ verwende, beziehe ich mich natürlich auf Susan Faludis Buch aus dem Jahre 1991, in dem sie die medialen, politischen und gesellschaftlichen Mechanismen beschreibt, mit denen der Gleichberechtigung von Frauen nach einer Welle des Vorankommens jeweils ein Klima des Zurückruderns entgegengesetzt wird.
Nun muss man natürlich auch heute noch nur irgendeine Frauenzeitschrift aufschlagen, um zu sehen, dass Frauen am Backlash auch immer kräftig mitarbeiten. Wenn jedoch die Blog-Kultur in weiten Teilen ein zuverlässiger Indikator für die tatsächliche Bedeutung frauenbewegter Fragestellungen im Bewusstsein schreibender und veröffentlichender Frauen ist, dann GUTE NACHT.
 
Es war noch nie so einfach, Meinungen unters Volk zu bringen und sich öffentlich an Diskursen zu beteiligen. Es war noch nie so selbstverständlich für Frauen, von der Möglichkeit einer eigenen Stimme Gebrauch zu machen und sich und seine Weltsicht zumindest theoretisch global zu präsentieren. Und was sehen junge Bloggerinnen, wenn sie ihre Welt betrachten – und sie sich machen, wie sie ihnen gefällt? Nun, wenn man ihren eigenen Schilderungen glauben darf, sehen sie in der Mehrzahl nicht viel außer Kleidern, Kosmetik und Cupcakes (also rein phonetisch wieder mal die drei Ks). Ach, und Nagellack! Frauen ballen auf ihren Blogs in der Tat gern die Fäuste – leider in der Regel nur, um die neuesten Nagellacktrends zu präsentieren.

Nun stellt sich vielleicht die Frage: Warum um alles in der Welt sollten Mädchen keinen Spaß an Mädchenkram haben? Sollen sie doch. Und ich bin die Erste, die beim Schlussverkauf bei Zara gefährdet ist, mit einer Tasche voller Schuhe mit Zehn-Zentimeter-Absatz nach Hause zu kommen und die Letzte, die wieder aus den Tiefen einer Mac-Filiale auftaucht (und nein, ich rede nicht von Computern).
Was erschütternd ist, ist jedoch die scheinbare Ausschließlichkeit der Themenwahl (Schönheit, Kleider, Kochen) in Verbindung mit einer immer identischen und in ihrer Penibilität hier und da fast ein wenig zwanghaft anmutenden Aufbereitung. Einige Inhaltsformen (z.B. Vlogs) sind sogar immer gleich aufgebaut und folgen, wie Pornofilme, einer in der Szene allgemein gültigen Choreographie. Wer sich das nicht so recht vorzustellen vermag, sollte bei YouTube einfach mal den Suchbegriff „Glossybox“ eingeben und die offenbar international gültigen, rituellen Strukturen bestaunen, die sich hier im Zusammenhang mit dem monatlichen öffentlichen Auspacken einer Schachtel mit Kosmetikproben entwickelt haben. Testgrößen-Porn? Unsäglich seichtes Weiblichkeitsgedudel in tatsächlicher Ermangelung anderer Interessen? Oder was ist da los?
Die Journalistin Laurie Penny, selbst erst Mitte zwanzig, legt in „Fleischmarkt“ sehr eindringlich dar, dass das, was Naomi Wolf bereits 1991 als Schönheitsmythos und politische Waffe gegen die Gleichstellung von Frauen beschrieben hat, noch immer nicht überwunden ist, bzw. in Zeiten des Backlash, und in diesen befinden wir uns weiterhin, immer weiter an Bedeutung und Einfluss auf die globale, weibliche Verfassung gewinnt. Laut Penny hat sich vor allem das Stereotyp der „hässlichen und maskulinen“ Feministin bis heute aus einem einzigen Grund gehalten: „Es terrorisiert Frauen mit der Angst, radikale Politik würde ihre Sexualität und Geschlechtsidentität zerstören.“

So oder so, junge Frauen, die sich vorrangig mit der Konsistenz von Lippenstiften befassen, stellen für männliche Machtstrukturen kaum eine Bedrohung dar. Noch sicherer ist die Sache allerdings, wenn Frauen ihre Zeit nicht nur aus Spaß mit solchen Banalitäten verbringen, sondern tatsächlich glauben, dass ihr Leben durch den Gebrauch bestimmter Produkte besser und aufregender wird, weil sie dadurch SELBST besser und aufregender werden (in ihrem Frausein). Kurz gesagt: Frauen, die überzeugt sind, unablässig an ihrem Äußeren arbeiten zu müssen, haben am Ende des Tages weniger Energie, Männern die Beine ihrer Vorstandssessel anzusägen. Außerdem erhalten sie die Weltwirtschaft am Leben, indem sie ihr Geld kräftig für Produkte und Maßnahmen zur äußeren Selbstoptimierung ausgeben. Es ist frustrierend zu sehen, dass sich seit 1991 offenbar nicht viel verändert hat, und dass heute eine übergroße Zahl von Bloggerinnen den vorhandenen öffentlichen Raum nicht anders, kreativer und wirksamer nutzt.
Fett ist noch immer „A Feminist Issue“*, verdammt!
Vor einigen Tagen habe ich dann beim Browsen durch deutsche Fettakzeptanz-Blogs gelesen, dass dicke Frauen sich mehr „anstrengen“ müssen, weil man sie generell für ungepflegt halte. Um zu beweisen, dass sie das nicht sind, müssten sie nun einmal härter an sich arbeiten. (Also, ungefähr so, wie Frauen besser sein müssen als Männer, um zu beweisen, dass sie deren Jobs genauso gut erledigen können.) Hier wird der dicken Leserin, die auf der Suche nach Ermutigung und Unterstützung ist, also explizit empfohlen, den Makel Fett, der ja angeblich keiner mehr ist, stets in ihre Planung und ihr Selbstmanagement einzubeziehen. Frauen müssen immer kämpfen, um zu gefallen, aber dicke Frauen eben doch noch mehr. Ganz nebenbei: Was passiert eigentlich Schlimmes, wenn eine Frau, sagen wir mal, Schweißflecken unter den Armen hat? So wie ich, als ich Sonntagabend nach Hause kam, meine Jacke auszog und mein erster Gedanke ganz automatisch war: „Oh Göttin, was für ein Glück, dass ich mich entschieden habe, heute nicht mit zu ihm zu gehen.“ Später ist mir dann in den Sinn gekommen, dass das möglicherweise gar nichts ausgemacht hätte. Man sollte bei Gelegenheit einfach mal nachfragen, was eigentlich wirklich weniger beliebt ist: Schweiß oder KEIN Sex?**
Ich erschrecke mich hin und wieder noch immer, wenn ich mich plötzlich im Vorbeigehen selbst in der Scheibe eines Schaufensters sehe. Aber einige Fatshion-Blogs haben mir auf meiner Reise zur Selbstakzeptanz als dicke Frau bis hierher sehr geholfen. Die Idee, sich durch entsprechende Kleidung endlich sichtbar zu machen und damit gleichzeitig Spaß zu haben, sein Selbstbewusstsein zu steigern und eine gesellschaftspolitische Nachricht zu senden, finde ich noch immer ausgesprochen attraktiv und vielversprechend. Trotzdem: Der Grat zwischen der kämpferischen Freude an der Provokation, die sich an Fatshion knüpft und einem verräterischen „Dicke Mädchen sind AUCH hübsch“ ist verdammt schmal. (Und oh, die Ironie…) Die Emanzipation der dicken Frau vom Schlankheitsterror befindet sich auf äußerst dünnem Eis, wenn sie nichts weiter zu bieten hat, als konventionelle Ideale von weiblicher Gefälligkeit, die lediglich ein paar Kleidergrößen größer sind. Wo Fatshion kein eigenes Universum mit eigenen Regeln kreiert und seine Radikalität im Aufguss herkömmlicher Weiblichkeit und in manchen Fällen sogar noch verstärktem „Weibchensein“ verliert, ist dann auch für die Besucherin des Blogs nicht mehr viel zu holen. Und Empowerment schlägt nicht nur fehl, sondern um, indem die Gültigkeit gängiger Schönheitsideale auch bei dicken Frauen greift und nicht mehr hinterfragt und aufgebrochen wird. Wenn das, was bleibt, ist, dass dicke Mädchen endlich auch schick sein dürfen/können, ist nichts wirklich gewonnen, sondern nur die Chance vertan, die Fatshion für alle Frauen hätte sein können.

 

 

In diesem Sinne - FROHE OSTERN! Möge jede von uns genau das finden, was sie auch wirklich sucht. ; )


*Susie Orbach

**“Was uns umgibt, ist nicht Sex an sich, sondern (…) eine Airbrush-Fantasie von Sexualität (…), die so steril wie unbarmherzig ist.“ (Laurie Penny)
 
NH
 

Kommentare:

  1. wow - was für ein guter Artikel...nein ein SEHR GUTER!

    Da fühle ich mich ein wenig sehr geschmeichelt, extra erwähnt zu werden, habe ich nur ein paar Zeilen hinterlassen.

    Du jedoch schlüsselst das Ganze sinnig auf - ich kann nur hoffen, das einige hier zur Besinnung kommen, aber denke, es wird wie immer ungehallt verhallen.

    Manche möchten sich tagtäglich mit ihrem Aussehen befassen...denen kann man halt nicht mehr helfen - Oberflächlichkeit scheint heutzutage noch mehr "in" zu sein, als vor 20 Jahren.

    Leider.

    Aber - wir sind ja nicht alleine.

    Also, stehen wir weiterhin ein, zu einer Selbstbestimmung, die gesund ist und sich nicht nur mit dem Äußeren befasst.

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  2. Vielen Dank für deine Nachricht und für den Impuls für die Überlegungen, auf denen dieser Artikel ja basiert.

    Ich habe mich bemüht, meiner "mütterlichen" Sorge über die triviale Einseitigkeit so gut und angemessen wie möglich Ausdruck zu verleihen ; ) - und ich glaube auch nicht, dass es viel bewirkt - schon deshalb nicht, weil es so scheint, als ob wirklich alle schon in den Osterferien und nicht online sind.

    Ich hoffe, du hast auch ein paar schöne Tage vor dir!

    Herzliche Grüße
    Nicola

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  3. Puh, ich lese deinen Blog wirklich sehr gerne, bin aber danach immer total deprimiert, weil du das Spannungsfeld zwischem dem, wie unsere Gesellschaft bestimmten Dingen gegenüber eingestellt ist und wie sie eingestellt sein sollte, so schonunglos offenlegst. Ich finde deinen Ansatz klasse und kann das alles hier nur unterstützen, allerdings hätte ich nicht den Mut, das so öffentlich zur Diskussion zu stellen und den darauf folgenden sozialen Stress auszuhalten. Ich habe mich auch lange mit dem "Mythos Schönheit" befasst und es ist ein anstregender Weg, diese Mechanismen überhaupt erstmal zu durchschauen. Nach einer Phase des Aufbegehrens gegen diese Strukturen habe ich mich jetzt anderen Dingen zugewandt, denn ich war es leid, mich immer nur über die weiblichen Fallstricke des Mode- und Beautywahnsinns aufzuregen, weil mir das letztendlich jede Lust an "normaler" Frauenlektüre genommen hat und ich irgendwie eben auch auf Mädchenkram stehe. Dass es soviele von diesen Blogs gibt, liegt aber denke ich vor allem daran, dass es kaum alternative Vorbilder gibt und Blogs jungen Mädchen die Möglichkeit geben, sich als etwas besonderes zu fühlen und als Prinzessin zu inszenieren, so wie es das Rollenmuster will. Ob Nägellackieren einen Menschen wirklich dauerhaft ausfüllt, hoffe ich jedoch zu bezweifeln.

    Liebe Grüße
    Johanna
    http://www.art-armada.net

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  4. Vielen Dank für deinen Kommentar, Johanna!

    Ich kann dich gut verstehen – kritische Analyse nimmt natürlich immer auch vielen Freuden des Alltags ihre Unschuld, und das macht keinen Spaß, sondern ist anstrengend und kann einen u.U. regelrecht zum Sonderling machen. Aber ich kann meine Klappe eben oft einfach nicht halten, und dann gucken alle Anwesenden regelmäßig verwirrt oder betreten - oder beides.

    Und ich begreife auch einfach nicht, warum sich junge Frauen nach all der Arbeit, die Frauenrechtlerinnen vor ihnen für sie geleistet haben, nicht endlich als Königinnen inszenieren – die haben schöne Schuhe UND regieren! ; )

    Herzliche Grüße
    Nicola

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    1. Hallo Nicola,

      dein letzter Satz rockt! Wirklich!

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  5. Hallo Nicola...ich werde deinen Artikel einfach mal weiterverlinken, vielleicht finden sich dann ein paar neue Leser hier ein.

    Wobei ich auf Facebook eher nur Freunde habe, die emanzipiert sind, ich hab halt keine Tussies in den Kontakten *grins*

    Ich kaufe gleich leckeres ein, darunter einen Käsekuchen...ich LIEBE Käsekuchen und ja, ich werde ihn essen, ohne rot zu werden oder mich schuldig zu fühlen!

    Dir wünsche ich auf angenehme Ostertage und hoffe auf weiteren Austausch mit dir.

    Grüße Kris

    PS: bitte bitte stell dieses captureteil ab *fleh*

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  6. Liebe Kris,

    das wäre großartig, vielen Dank! : )

    Viel Freude und Appetit beim Käsekuchen - den könnte ich jetzt auch vertragen.

    Wenn ich dieses, äh, Dingens abstelle, kriege ich erfahrungsgemäß Spam-Kommentare in rauen Mengen zur Bearbeitung, aber ich stelle es jetzt mal aus und gucke, was passiert.

    Herzliche Grüße
    Nicola

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  7. Oh, das mit dem Spam ist natürlich alles andere als gut...ich habe mich lange informiert, welches Blogsystem ich verwende und bin bei Blog.de gelandet, ist dort aber auch nicht perfekt.

    Auf meiner Facebookseite ist dein Artikel sehr gut angekommen :)

    Grüße Kris

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  8. Toller Post! Ich denke das Laurie Pennys Buch muss ich dringend mal lesen.
    Ich muss allerdings sagen, dass ich "seichte" Blogs nicht per se schlimm finde. Ein reines Modeblog (als Beispiel), zum reinen Spaß geführt finde ich völlig okay. Ich kann allerdings auch die Frustration verstehen, wenn man überlegt, dass solche Blogs tatsächlich die große Mehrheit darstellen. Totaler Mainstream und bestens von der Industrie hofiert, oder vemeintlich hofiert aber eigentlich für Werbezwecke benutzt.
    Ich denke aber auch, dass reine Fatshionblogs schon empowern können, es ist teilweise erschreckend wie tief verwurzelt es ist, dass man sich als dicke Frau schämen und verstecken muss. Oder die Annahme, dass man sich dann nicht in einem positiven Licht darstellen darf. Vielleicht kann da ein reiner Modeblog ein Einstieg sein, weiter zu anderen Blogs, anderen Themen.
    Ich bin nicht ganz glücklich damit, solchen Bloggerinnen anzukreiden, dass sie doch eigentlich mehr sein/tun könnten. So sehr ich theoretisch auch davon überzeugt bin, dass es besser wäre, wenn nicht alles so verdammt oberflächlich wäre, so wird es schnell bevormundend und von oben herab. Ich hoffe du verstehst wie ich das meine. ;)

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  9. Ich kann einfach nicht anders ; ) -ich kreide es Frauen immer an, wenn sie weit unter ihren Möglichkeiten bleiben und gleichzeitig ein öffentliches Mainstreamgetöse miterschaffenschaffen, gegen das andere Stimmen, die vielleicht was Interessanteres zu sagen hätten, dann schlicht nicht durchdringen.

    Da schließe ich mich selbst übrigens mit ein, denn dieses Blog hat ja tatsächlich mal als Diät-Tagebuch begonnen. Und da hatte es sehr, sehr, sehr viel mehr Leserinnen. : )

    Ich verstehe natürlich, was du meinst - es ist nicht die einzlne junge Bloggerin, die verantwortlich ist - es ist die Kultur. Im Grunde sind all die Beautyblogs nur ein Symptom.

    Herzliche Grüße
    Nicola

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  10. Hallo Nicola,
    du sprichst mir mal wieder so was von aus der Seele!!! Diese haufenweisen Blogs, in denen du wirklich den geistigen Inhalt oder die Tiefe vergebens suchst, dafür aber mit Fotos von Schminke, Körper- und Haarpflege, Outfits bis zum Abwinken, Schuhen und Fotos der "kleinen Welt" der (kleinen) Bloggerinnen (bzw. das, was sie durch die Fotos hoffen zu vermitteln, oder zu manifestieren)und ihrer (inszenierten) Persönlichkeit überhäuft wirst... da möchte man die ganze Zeit nur brechen und fragt sich, in welcher Welt leben die eigentlich, bzw. LEBEN die überhaupt???
    Das ist einer der Gründe warum ich überhaupt noch dabei bleibe, um eben einfach NICHT SO hohlköpfig-mediengeil-kommerzbesessen zu sein. Das fehlte mir auch noch, dass mich geifernde (alte) Säcke im Internet kostenlos anglotzen, sich möglicherweise auf meine Fotos (Duckfaces) noch einen runterholen, und am besten noch meinen richtigen Namen und die Adresse und Telefonnummer kennen, so wie es jetzt von diversen Politikern gefordert wird (Impressumspflicht!). Bei solchen Gedanken wird mir Angst und Bange. Und zwar nicht um mich, sondern um die jungen Mädchen, die da 24/7 völlig sorglos mit nichts Anderem als ihrem Aussehen und dessen Zurschaustellung beschäftigt sind... das ist doch schon extrem mangelndes Selbstbewusstsein, bzw. übersteigertes Geltungsbedürfnis, oder gleich beides auf einmal.
    Für mich liegen die wirklich wichtigen Dinge woanders... und zwar WEIT davon entfernt. Womit ich nicht sagen will, dass man sich nicht pflegen oder aufhübschen und nett anziehen sollte.

    "Je weniger wir die Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir, die Wahrheit aufzunehmen."
    - Erasmus von Rotterdam -

    In diesem Sinne, dir ebenfalls Frohe Ostern, liebe Nicola!

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  11. @Nicola: Das ist eben das Problem. "Leider" kann man niemand zu seinem Glück zwingen.
    Übrigens denke ich, dass wir beide uns auf dasselbe Blog beziehen. Ich war doch ein wenig entsetzt, so etwas von einer dicken Bloggerin lesen zu müssen. Naja. :/

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  12. Hallo Nicola,

    lesen wirklich weniger Leute Deinen Block als früher? Oder glaubst Du nicht, dass viele einfach still mitlesen und halt nichts kommentieren?

    Im übrigen schließe ich mich Johanna an. Ich bin in letzter Zeit nach dem Lesen Deines Blocks auch immer leicht depremiert. Allerdings tut das Wetter seinen Teil dazu...

    Ich wünsche Euch allen schöne Ostern!

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  13. @vybzbild
    Ich sehe, wir teilen die Empörung über die Sachlage! ; ) Und je länger ich darüber nachdenke, desto trauriger finde ich wirklich den Aspekt des nicht genutzten Potentials. Da könnten so viele junge Frauen im Netz schön, glamourös, sie selbst, laut und wild sein und über alles schreiben und berichten, was die Welt so hergibt. Und dabei machen sie sich in der Tat selbst klein. Danke für die Ostergrüße! Wir werden hier die Eier tatsächlich im Schnee suchen. : )


    @Miss Temple
    Ja, erstaunlich - was bringt eine dicke Bloggerin dazu? Wahrscheinlich hat sie gar nicht gemerkt, was sie da verbreitet - das waren wieder nur gutgemeinte Ratschläge. ; )


    @Sonja
    tatsächlich weiß ich ja genau, wie viele Leute mein Blog lesen und wie viele es früher waren - da ist schon ein riesiger Unterschied. Dass es relativ wenig Kommentare gibt, stimmt allerdings auch.
    Das Wetter ist ohnehin immer schuld - dir auch frohe Ostern! : )

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  14. Hi Nicola,

    ein interessanter Beitrag! So habe ich die Blogwelt noch gar nicht betrachtet, wobei ich mich auch erst seit ein paar Monaten mit Blogs beschäftige. Ich finde deine Kritik ist überzeugend und was ich an deiner Argumentation schätze, ist die, dass es niemals beleidigend wirkt. So nehme ich es, als vermeindliches Mainstream-Modeblogger-Mädchen, zumindest war. Und ich finde, dass du Recht hast, es gibt von uns Mädels hauptsächlich Blogs über Mode und Essen. Das bestätigt bei vielen natürlich das Vorurteil, Frauen könnten nicht so ernsthaft sein wie Männer.
    Aber ich sehe nicht so sehr das Problem darin wie wir Frauen uns verhalten, sondern es liegt eher daran wie schnell sich Vorurteile durchsetzen und wie lange Menschen daran festhalten:
    Klar, ich führe einen Modeblog, präsentiere die Glossybox, etc. Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass ich mich z.B. nicht für Politik interessiere. Ich studiere es sogar. Doch für mich ist mein Blog (der thematisch noch nicht ausgereift ist, das gebe ich zu) eben Freizeit, ein Hobby und ich war schon immer das "typische" Mädchen und bin auch froh darum (wobei diese Bezeichnung, das sei typisch mädchenhaft immer von anderen kam). Da ich mich an der Uni mit sehr trockenen Fächern beschäftige, liebe ich diese leichte Kost in meinem Privatleben. Was aber nicht heißt, dass ich beruflich nicht kritisch, professionell, ausdauernd und durchsetzungsfähig sein kann. Im Gegenteil ich bin sehr, sehr ehrgeizig und habe bisher alles erreicht, was ich wollte.

    Und zum Thema Dicksein/Schönheit kann ich nur sagen, dass aus meiner Sicht auch wieder nur die Vorurteile das Problem erzeugen. Ich finde dicke Menschen nicht hässlich, für mich sind sie an sich auch keine "dicken Menschen" sondern ganz einfach "Menschen". (Ich betonte es nur so, weil es hier so betont wird). Nun gibt es freilich solche, die über Mollige lästern, aber denen ist meiner Meinung nach entweder langweilig oder die haben selbst ein Problem mit sich (weil sie untergewichtig sind vielleicht?). Nun bin ich selbst ja nicht übergewichtig, aber ich war es mal für ein paar Jahre als Kind. Da wurde ich oft gehänselt. Heute bin ich es nicht mehr, muss aber feststellen, dass es nicht selten Menschen gibt, die ein Problem mit meiner Attraktivität haben (ganz gleich ob sie selbst allgemein als unattraktiv oder attraktiv gelten würden). Es geht schon so weit, dass ich Komplimente von Menschen, die ich erst kennenlerne oft runter spiele oder mich selbst in einem etwas schlechteren Licht darstelle, um nicht als "überheblich oder selbstverliebt" zu gelten. Trotzdem musste ich mir gerade erst von einer Bekannten genau das an den Kopf werfen lassen. Außerdem projiziert sie ihre eigenen Probleme auf mich, um sich selbst besser zu fühlen (bsp. sie ist leicht mollig und sagt mir ständig ich hätte zu kräftige Oberschenkel und würde mich unvorteilhaft kleiden, etc.) Was ich damit sagen möchte: Egal wie man aussieht und wer man ist, es wird immer Menschen geben, die damit ein Problem haben.

    Nicola, ich finde deinen Beitrag sehr interessant und ich denke, ich werde dieses Thema demnächst auch mal (aus meiner Sicht) auf meinem Blog aufgreifen.

    Liebe Grüße,

    Julia =)

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  15. Liebe Julia,

    vielen Dank für deine umfangreiche Rückmeldung. Wie gesagt - ich habe nichts und wettere nicht gegen „Mädchenkram“ an sich, ABER so leicht lass‘ ich dich jetzt auch nicht vom Haken! ; ) Denn gerade bei einer jungen Frau, die so engagiert, ehrgeizig und intelligent ist wie du fragt man sich doch ganz besonders: Wieso blogtechnisch der Rückzug auf vorrangig traditionelle „Frauenthemen“? Ich nehme an, auch wenn das Blog ein Hobby ist, dass sich die Wahl deines Studienfaches doch sicherlich in deinen privaten Interessen auch an mancher Stelle wiederspiegelt. Und ja, gerade das Mysterium der „Glossybox“ – das muss mir bei Gelegenheit mal jemand genau erklären! ; )

    Das Problem mit den Vorurteilen, die du ansprichst, ist halt, dass sie nicht nur zu Hänseleien oder Missverständnissen führen, sondern zu handfester Diskriminierung und Benachteiligung. Von Frauen, von Dicken, etc. Du hast natürlich recht, dass fast alle Frauen ein Problem mit irgendeinem Aspekt ihres Aussehens haben. Aber zumindest theoretisch müsste das ja gar nicht so sein. Und tatsächlich kostet uns dieser Umstand im Endeffekt alle Kraft, die wir meiner Ansicht nach besser einsetzen könnten – für dich wäre es ja auch angenehmer, du müsstest dich nicht gegen die Stichelei deiner Bekannten zur Wehr setzen, die natürlich ganz klar aus ihrem negativen Selbstbild resultiert. Klar ist sie neidisch.

    Ich find’s großartig, dass wir ins Gespräch gekommen sind, und auf deinen Beitrag zum Thema bin ich schon sehr gespannt!

    Ein schönes Osterfest und liebe Grüße
    Nicola

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  16. Hi Nicola,

    ich kann deine Meinung gut verstehen. =) Aber eine Frage hätte ich dazu noch: Bist du selbst schon einmal im Beruf diskriminiert worden, weil du eine Frau bist? Ich bisher nur (wenn man es als Diskriminierung sehen kann), dass ich zuerst eine Weile unterschätzt werde, bin das "junge Mädchen" bei dem die Welt noch in Ordnung ist usw. Aber das ändert sich dann, wenn die Leute mich besser kennen und sehen wie ich arbeite. Es ist ja auch bekannt, dass Frauen weniger verdienen als Männer, aber es heißt ja auch, dass Frauen weniger Gehalt fordern. Wenn man also als Frau mit seinem Chef das Gehalt absprechen sollte, kann frau ja nachgeforscht haben, was ihre männlichen Kollegen in etwa verdienen, und das dann auch verlangen. Oder? Ich meine es liegt immer an uns persönlich. Aber wie gesagt, ich werde dazu noch einen Beitrag veröffentlichen. =) Danke für deine Anregung.

    Und ich wünsche ebenfalls frohe Ostern (hab ich beim ersten Kommi vergessen, sry). Liebe Grüße,
    Julia =)

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  17. Hi,

    wirklich ein beeidruckender Post, ich bin ganz deiner Meinung.

    Weil mich das Thema auch schon länger beschäftigt habe ich hier einen Post mit ähnlichen Inhalt verfasst.
    Ich würde mich sehr freuen wenn du ihn lesen würdest.
    http://ladyworldwidefashionblog.blogspot.de/2013/03/backflash-gefangen-in-der.html

    liebe Grüsse

    Lady World Wide

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  18. Liebe Nicola,

    oja, oja, oja, ganz genau. Ich finde diese Blogs unglaublich erschreckend und zwar wegen der Ausschließlichkeit, diesem Tunnelblick, der nur Themen wie Kosmetik (und aus mir wirklich nicht begreiflichen Gründen besonders Nagellack) und Mode und Cupcakes und Dekofirlefanz sieht. Und alles muss immer nur süüüüüüüüüß aussehen. Jemand zuhause?

    Wie Du schreibst, die Themen an sich sind ja schon in Ordnung (bis auf den Nagellack, ehrlich! ;) ) – im vernünftigen Maß. Ich geh auch nicht gern in Sack und Asche und den ein oder anderen Muffin hab ich auch schon mal konsumiert und, ja, ich gebe es zu, ich habe diverse Kochblogs abonniert (wobei: Essen muss man ja!) Aber es scheint ja wirklich NICHTS anderes zu geben in der Freizeit vieler junger Mädchen und Frauen. Keine Musik, keine Filme, keine Kunst, keine Politik, keine Bücher (okay, Korrektur: Buchblogs gibt es auch wie Sand am Meer, immerhin).

    Es gibt ja zugegebenermaßen auch einige Blogs, die sich mit veganer Lebensweise beschäftigen – meistens allerdings auch nicht besonders reflektiert, ich hab z.B. noch nie irgendwo gelesen, dass sich jemand fragt, wo denn wohl das ganze Soja herkommt und unter welchen Bedingungen es produziert wird – und einige wenige mit Tierschutz. Aber da hört es dann meist schon auf.

    Was ich auch wirklich schmerzlich vermisse, ist Phantasie. Ich meine, man kann ja auch phantasievoll, reflektiert und/oder witzig über Mode schreiben und z.B. mal drüber nachdenken, wie die produziert wird. Man kann Geschichten dahinter entdecken, über Designer, über Produktionsmethoden, über Besonderheiten, da muss man nicht unbedingt über Öko-Mode schreiben, um ein bisschen sein Gehirn zu benutzen. Aber selbst da bleibt es völlig an der Oberfläche, alles ist nur Schein. Ich lese immer nur: Das Top ist von H &M und die Schuhe von Schießmichtot und der Lipgloss von Arschloch. DAS macht mir Sorge, dieser Mangel an Lust am Denken. Da kann man zehn Mal Politik oder Jura oder irgendwas Hochtrabendes studieren, wenn man Lust auf Reflektion hat, dann schaltet man die doch nicht in der Freizeit ab und wenn, dann stimmt da doch irgendwas nicht.

    Was das Thema Anderssein als die Masse betrifft, kann ich nur sagen, dass ich immer kritisch beäugt wurde und werde. Als Teenager war ich dick und wollte mit allen Mitteln dazugehören und als ich dann plötzlich dünn war, zeitweise viel zu dünn, und die, zu denen ich vorher gehören wolle, plötzlich nett zu mir waren, dachte ich nur: Ihr Arschgeigen, jetzt könnt ihr mich auch mal! Ich will doch mit niemand befreundet sein, der mich nur mag, wenn ich soundso aussehe. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, irgendwo dazuzugehören zu wollen, ich hab mich seit 20 Jahren auf keine Waage mehr gestellt und ich mache immer nur das, was mir gefällt und nicht das, was "man" macht, schon gar nicht wie ein Schaf dem neuesten Modetrend folgen (obwohl, da tut man den Schafen ja unrecht). Ich finde übrigens, Du siehst großartig aus, Nicola, und das sag ich nicht aus Schleimerei!

    Aber was ich eigentlich sagen wollte: Frohe Ostern!

    Liebe Grüße,

    Stella

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  19. @Julia

    Ich bin was meinen Beruf angeht nun nicht besonders repräsentativ – ich war schon immer Freiberuflerin und damit im Prinzip meine eigene Chefin. Und das auf einem ohnehin weitgehend weiblich besetzten Gebiet. Da gab es wenig Konkurrenz mit Männern. Allerdings habe ich es in meiner Dozentinnentätigkeit natürlich hin und wieder mal mit Männergruppen zu tun gehabt, die versucht haben, die Autorität der Frau, die vorne stand, zu untergraben. Das reichte von Rechthaberei und anzüglichen Bemerkungen bis hin zur handfesten Sabotage der Veranstaltung. Außerhalb meiner Arbeit habe ich allerdings außer sexueller Nötigung wohl so ziemlich alles erlebt, was statistisch den meisten Frauen irgendwann in ihrem Leben mal passiert: Beschimpfung, Belästigung, Begrabschung, Nachstellung, obszöne Telefonanrufe, you name it…Das ist das Perfide. Wie sollen wir denn Probleme wie ungleiche Bezahlung je lösen, in einem Klima in dem man oftmals nicht einmal sicher sein kann, dass einem zumindest ein Minimum an zwischenmenschlichem Respekt entgegengebracht wird, während man sich als Frau durch die Welt bewegt? Stell dir vor, wie das wäre, ganz ohne Sorge um die eigene Sicherheit in der Dämmerung durch den Park zu gehen. Das ist für dich und mich wahrscheinlich unvorstellbar. Männer, die ich danach befragt habe, hatten diese Angst nicht. Die leben offenbar in einer völlig anderen Welt als wir. Diese Grundproblematik hat ja auch die #aufschrei-Debatte vor Kurzem sehr deutlich gezeigt. Im Endeffekt hast du Recht – es liegt an UNS. Weil es sonst kein anderer für uns erledigt. Wir müssen uns wehren, uns Gehör verschaffen, Standpunkte etablieren und einander unterstützen. Und ja, das ist anstrengend – und macht verdammt viel weniger Spaß als z.B. Mode. ; )

    Liebe Grüße
    Nicola

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  20. @Stella

    Mir fällt beim Lesen deines Kommentars jetzt gerade auch noch eine Merkwürdigkeit auf – es kommen in den pastelligen Cupcake-Welten auch so gut wie keine Männer vor, weder in positivem noch negativem Kontext (es sei denn, da ist ein fester Freund, der mal abgelichtet und präsentiert wird). Als ich unter zwanzig war (und auch darüber) war ich verrückt nach Männern im Allgemeinen – Musikern, Schauspielern, Models. Hin und wieder mal ein Bild von nem Sixpack anstelle einer Nagellackfaust würde mich ja auch schon wieder irgendwie versöhnen. ; )

    Und ja, du hast Recht: Es ist wirklich der oft so wenig kreative Umgang mit dem, was die angeblichen Lieblingsthemen sind, der einen besonders ratlos macht. Wenn ich schon im Zusammenhang mit etwas, das mir extra viel Spaß macht, wie z.B. Schuhe, keine tolleren Ideen für die Darstellung meiner Materie entwickeln kann, wie sieht es dann eigentlich wirklich bei anderen Bereichen im Leben aus? Au weia…

    Na, jetzt werde ich mir erst einmal die Fußnägel lackieren. ; )

    Vielen lieben Dank für das Kompliment, die Ostergrüße und deinen Kommentar!

    Bis bald - Nicola

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  21. @Lady World Wide

    Vielen Dank für den Hinweis - der Beitrag und was du aus deiner persönlichen Erfahrung schilderst sind äußerst interessant. Ich habe deinen Artikel auf Facebook verlinkt - ich hoffe, das war erlaubt. : )

    Liebe Grüße
    Nicola

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  22. Hallo,

    ich bin auch Bloggerin. Mein Thema, rein beruflich: Schönheit. Gesundheit. Und vor allem, Beauty auch als Hilfe für Frauen, gut auszusehen und Selbstsicherheit zu gewinnen. Und das möglichst Bio. Auch ein Thema, das ich in einem Online Magazin noch vertiefe. https://www.facebook.com/ecoenvie.de

    Der Backlash ist etwas, was mich wütend und fassungslos macht. Die #aufschrei Debatte habe ich auf Twitter eifrig mitverfolgt und mitkommentiert. Allerdings sehe ich, dass zunehmend auch Männer unter den Schönheitsdruck fallen und sie von der Industrie als Wachstumsmarkt gesehen werden. Was die wohl machen, wenn sie das realisieren?

    Liebe Grüße
    Angi

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  23. ..was für ein schöner Kontrapunkt zu den selbstverliebten Selbstdarstellerblogs über Beauty und Fashion, deren geistiger Horizont oft nicht über Rand der hochglanzpolierten eigenen Fingernägel hinausgeht...! Danke!

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  24. Oops, da ist was mit der Antwortfunktion schief gelaufen. Oben stehender Kommentar war eine Antwort auf meine Antwort an Johanna:

    "Und ich begreife auch einfach nicht, warum sich junge Frauen nach all der Arbeit, die Frauenrechtlerinnen vor ihnen für sie geleistet haben, nicht endlich als Königinnen inszenieren – die haben schöne Schuhe UND regieren! ; )"

    Danke du ; )

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