Mittwoch, 25. Dezember 2013

Body of Evidence: Chin-Chin!*

Da ist es nun, das Doppelkinn. Groß und nah. Es wäre mir lieber, ohne Kinn-Groll ins neue Jahr zu ziehen. Und was für den Bauch klappt, funktioniert vielleicht auch hier. Ach, und wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man obendrein noch ein paar graue Haare. ; )










*Prost!

© Nicola Hinz 2013

Kommentare:

  1. Es tut mir wirklich leid, dir das sagen zu müssen, aber in meinen Augen handelt es sich nicht um ein Doppelkinn. Über ein "Kinn-chen" könnten wir eventuell verhandeln, aber auch nur vielleicht.

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  2. @Lena
    Findest du? ; ) Also ich finde es schon ziemlich...na, irgendwie "hamsterlich". Ich kann mich an diese Perspektive irgendwie überhaupt nicht gewöhnen...
    LG
    Nicola

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  3. Ich schließe mich Lena an. Unter einerm klassischen Doppelkinn verstehe ich was anderes. Aber das ist doch wieder das typische Beispiel, dass man sich selbst anders wahrnimmt als andere Leute. Ansonsten gäbe es ja auch nicht so viele schlanke Frauen, die trotzdem irgendwelche Röllchen an sich zu entdecken glauben...

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  4. Ich hatte mal eine Hamsterdame und kann das daher ganz genau beurteilen. Du siehst definitiv nicht aus wie sie. ;-) Dein Blick ist getrübt, liebe Nicola.

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  5. Stimmt, im Gegensatz zu meinem ist das ein Kinn"chen" ... Mach dich nicht verrückt. Du bist hübsch. Punkt.

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  6. Liebe Nicola,
    ich bin eine Freundin der ehrlichen Worte - dies nur, um dem Folgenden mehr Gewicht zu verleihen...

    Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an! Ich bin schon ziemlich verblüfft, wie mickrig dein Doppelkinn ausschaut. In Bezug auf deinen Bauch fallen Eigen- und Fremdwahrnehmung schon eher zusammen, aber das Doppelkinn finde ich nur ein bisschen "pummelig".

    Würde ich den Kontext der Fotos nicht kennen, würde ich vermuten, es gehe um das Problem langgezogener und unter dem Gewicht des Statement-Klunkers errötender Ohrläppchen oder um Fake-Lashes.
    Selbst auf dem ersten Foto, das durch Froschperspektive und Schräglage des Kopfes bewusst ein Doppelkinn provoziert (wahrscheinlich bei JEDER), fällt es bei dir doch eher klein aus.

    IST so! BASTA!

    :-)

    Eve aus B

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  7. Na, ihr Süßen - ich danke euch natürlich allen für eure freundlichen Nachrichten. Und genau so, wie ihr Lieben es auch beabsichtigt habt, freu' ich mich natürlich automatisch, wenn ihr das Doppelkinn nicht angemessen hervorstechend findet. Weil ich es ja momentan so blöd finde, eins zu haben - und sicherlich ist Selbstwahrnehmung individuell. Meine Programmierung ist manchmal besonders streng und nachhaltig, fürchte ich. ; )
    Tatsächlich trappeln wir aber alle gemeinsam munter damit in genau die gleiche alte Falle: gar nicht sooo dick = gar nicht sooo schlimm. Aber das Ziel meiner Übung ist ja eigentlich zu verinnerlichen, dass dick überhaupt nicht schlimm ist. Und dass ein Doppelkinn (auch und vor allem das eigene), egal welcher Größe, nicht schlimm ist, sondern einfach zu dem Menschen gehört, in dessen Gesicht es sitzt, und dass der sich deshalb nicht schlecht fühlen müssen sollte. Puh, was für ein Satz... ; )
    Viele liebe Grüße
    Nicola

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  8. Verteidigung! Also ich habe nur bemerkt, dass das Doppelkinn klein ist! Also kleiner, als ich vermutete, da es Themenschwerpunkt war. Im Gegensatz zu dem oft thematisierten Bauch, der eben auffällt - auf den Fotos zumindest (live leider nie gesehen... ;-)).

    Ich gestehe aber auch, dass ich über das Folgende nachdenke: Niemand sollte aufgrund von Äußerlichkeiten bewertet werden und egal, wie sehr jemand dem gerade aktuellen Ideal entspricht, sollte man sich in seinem Körper wohlfühlen dürfen und können. Soweit. Aber müssen muss man nicht. Oder schadet man sich dann? Mir wachsen einige borstige Kinnhaare (teilweise auch am Doppelkinn, ha!), die ich jeden Tag wegrasiere. Die will ich gar nicht als Teil meines Gesichtes akzeptieren lernen. Und wenn ich eine Frau sehe, die diese Haare (aus Stolz oder aus Nachlässigkeit, wie auch immer, weiß ich ja nicht...) trägt, bleibe auch ich eher negativ berührt dran hängen.


    E., die Bärtige aus B.

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  9. Nein, du hast recht. Keiner MUSS irgendetwas an sich akzeptieren. Jeder soll unbedingt an sich verändern dürfen, was er will. Ich selbst weiß auch noch nicht so recht, ob das mit dem "in Würde altern" für mich irgendwann hinkommt. Aber natürlich kann man sich in der Folge erheblichen Schaden zufügen - in den USA sterben scheinbar mehr Frauen durch eine Fettabsaugung als durch Autounfälle. Dennoch - wenn eine denn wirklich selber WILL, dann soll sie! Aber nicht, weil sie ein sozio-kulturelles Korsett durch Ausgrenzung und andauernde Demütigung dazu nötigt.

    Klar stellt sich die Frage, wie frei wir jemals in unseren Entscheidungen sein können, wenn es um ästhetische Normen geht. Zwar gelten kleine Nasen auch als schöner, als große - einen regelrechten Zwang zur Rhinoplastik gibt es allerdings (noch) nicht wirklich.

    Der Zwang, abzunehmen andererseits, besteht in einer fettphobischen Gesellschaft wie dieser absolut, immerzu und überall. Und somit lässt sich im Hinblick auf Körperghewicht mitunter nur noch sehr, sehr, SEHR schwer unterscheiden, was man eigentlich selbst für sich will. Hinzu kommt, dass die Flut der Maßnahmen, die uns zur Selbstoptimierung angeboten werden, zumeist unwirksam aber dafür fast immer mit erheblichen negativen Nebenwirkungen verbunden sind. Wäre das Rasieren der Härchen am Kinn mit einer Verkürzung deiner Lebenserwartung verbunden (so wie lebenslange Diäten), würde ich dir dringend wünschen, dass du lernst, mit ihnen zu leben. ; )

    Liebe Grüße
    Nicola

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  10. Danke für die kluge Antwort.
    Vor allem mit der "Flut der Maßnahmen zur Selbstoptimierung" trifft es sehr gut.

    Bislang ist mir das Rasieren nur als haar- und nicht lebensverkürzend bekannt. Setz mir bloß keinen Floh ins Ohr!
    :-)

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  11. Ha! Wenn du mir deinen Bart zeigst, zeig' ich dir meinen. ; )

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  12. Wen interessiert schon ein wie auch immer geartetes (Doppel-??)Kinn, wenn er diese Augen und diesen Mund bewundern darf?!! Übrigens, auch die Ohrringe sind beneidenswert schön. So what?!

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