Mittwoch, 2. Oktober 2019

Decluttering: Handtaschenreport

Anders als früher, habe ich diesmal unter dieser Rubrik nicht nur meine Handtasche gelehrt und aufgeräumt (obwohl ich das auch mal wieder tun könnte), sondern mich mit meinem gesamten Taschenbestand beschäftigt. Das war langwierig - das entstandene Video ist fast eine Stunde lang. Aber es war auch für mich interessant, den "Trennungkampf" noch einmal von außen beobachten zu können. Das schwierige, innere Verhandeln für und wider einen Gegenstand, den ich oftmals seit Jahen nicht gesehen, geschweige denn benutzt habe. Es hängt noch immer so viel an den Dingen. Insbesondere die Handtaschen meiner Mutter waren eine Herausforderung. Denn hier ging es insgesamt um die letzten Überlebenden - ich weiß, ich werde nicht müde, es zu betonen, aber ALLES, was ich besitze ist bereits viele Male bearbeitet worden im Kampf gegen die Dinge.

Eigentlich sollte 2019 dieser Kampf ja beendet werden. Ein für alle Mal. Dummerweise wird das Jahr langsam kurz und der Angriff auf den Keller ist noch nicht einmal gedanklich groß begonnen worden. Das Ziel aber bleibt. Ich gebe mich erst zu Silvester geschlagen und verspreche, das nächste Vlog kommt aus eben jenem Keller.

Bis dahin - hier ist mein Taschenfilmchen:




NH



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Kommentare:

  1. Puh, das ist auch sowas von mein Thema, ich als Sammlerin habe ich auch Projekt "Aussortieren".....es ist kein Ende abzusehen,mein Projekt am Wochenende: Tischdecken....Über meinen Keller denke ich vielleicht in 3 Jahren nach......
    Viel Erfolg weiterhin, herzliche Grüße
    Sabine

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    1. Ja, die Tischdecken habe ich auch schon einige Male durch - die meisten sind Erbstücke. Und ich benutze tatsächlich nie eine. Abber entweder sie sind zu schön, oder meine Mutter hat die Kante umhäkelt. Es gibt (kaum) ein Gewinnen. ; ) Aber jeder Teilerfolg ist ein Grund zum Feiern. Dann wünsche ich dir viel Erfolg am Wochenende. Ich räume hier auch weiter.
      Liebe Grüße
      Nicola

      PS: SammlerInnen sind allerdings auch glücklicher als andere Menschen. Also statistisch gesehen. Habe ichgelesen. : )

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  2. Oje, ich kann das nachvollziehen, wie schwer es fällt, die Taschen deiner Mutter auszusortieren. Glücklicherweise sind wir zu zweit (also meine Schwester und ich), so haben sich diese Dinge wie Taschen schon mal aufgeteilt.

    In der Tat war ich heute im Keller und habe nicht nur geputzt, sondern auch angefangen, Weihnachtssachen zu sortieren und zu sondieren und die an die Seite zu legen, die ich nie mehr benutzen werde. Was sich da allein an Kugeln angesammelt hat!

    Auszusortieren fällt mir eigentlich nicht schwer, aber das Loslassen von Dingen, die doch "eigentlich" noch gut sind.
    Was machst du mit diesen Dingen? Flohmarkt ist doof, Ebay Kleinanzeigen so aufwendig, Ebay auch. Verschenken? An wen? Die Leute haben doch auch alle soviel...

    Vor der letzten Müllentleerung Restmüll habe ich tatsächlich einiges noch "Gutes" in die Tonne gekloppt, am Abend vorher, das war dann unwiderruflich weg. Und dann denke ich auch nicht mehr daran.

    Ich habe vor, einige Sachen auch einfach an die Strasse zu stellen mit dem Schild "Zu Verschenken", vielleicht mache ich da ja z. B. mit den alten Weingläsern, die nie benutzt wurden, jemanden glücklich? Oder irgendsoein Idiot kloppt die kaputt und ich darf die Scherben wegfegen, bäh.

    Ich komme jetzt auf deinen meistgesprochenen Satz im Video: "Ich weiß nicht.....". Das geht mir auch so.

    Bleib tapfer, ich versuch´s auch,

    beste Grüße aus dem kalten Münsterland - Brigitte







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    1. Klar bleiben wir tapfer! : ) Ich spende eine Menge Kram, der noch gut und gut flohmarkttauglich ist gern an das hamburger Tierheim, weil die Flohmärkte veranstalten, um Geld zu sammeln. Kleider gebe ich zur Kemenate, das ist ein Tagestreff für obdachlose Frauen - und ansonsten bleibt noch das Sozialkaufhaus. Ebay ist anstregend und ich vertue mich regelmäßig beim Porto. Ebay Kleinanzeigen für Abholer soll aber ganz gut laufen - probiert habe ich es noch nicht, aber jetzt habe ich meinen Heimtrainer aussortiert - der wird in den nächsten Tagen dort angeboten. Mal sehen... : ) Ich habe auch von Leuten gehört, dass es wirklich erfolgreich sein kann, Dinge an die Straße zu stellen. Einen Versuch ist es bestimmt wert.

      Das Gute und Beruhigende ist ja, dass dem "Ich weiß nicht" dann meistens doch eine Entscheidung folgt und dann eine Handlung. Man ist durch den ganzen Prozess hindurch pausenlos ratlos, aber dann löst sich das auf und irgendwie kommt man über die Schwelle.

      Ich habe mich sehr gefreut, von dir zu hören. Komm bald mal wieder und erzähl, wie es bei dir läuft.

      Liebe Grüße
      Nicola

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