Dienstag, 15. März 2011

Nachtrag

Hm, das lässt mich nun doch nicht los. Was für ein Abnahmeergebnis könnte man wohl selbst in 9 Wochen erzielen? Ohne Drill Instructor, Almluft, Swimming-pool im Keller und öffentliche Demütigung auf der überdimensionalen Wiegestation? Von Größe 48 auf 46? Das müsste doch zu schaffen sein. Oder gar 44?... ; )

Shake it like a Polaroid picture!


Manchmal klappt was und man fragt man sich, warum man das nicht schon viel eher so gemacht hat. Wenn mir klar gewesen wäre, wie viel leichter es mir das Leben macht, mein Obst durch die Mangel zu drehen und dann zu trinken, wäre ich natürlich schon längst in die heimische Smoothie-Produktion eingestiegen. Und es funktioniert – wie bei jeder Diät läuft am Anfang dankenswerter Weise das überflüssige Wasser ab, so dass man sich schnell ein bisschen leichter fühlt.

Hier noch einmal die Regeln für meine Diät: Vollkornbrot ist erlaubt: 2- 3 Scheiben pro Tag. Magerquark fürs Brot ist erlaubt. Bis zu 2 EL Rapsöl sind erlaubt – für das Salatdressing. Der Rest ist Gemüse oder Obst. Gekocht wird nicht. Gesüßt wird, wenn überhaupt, sparsam und nur mit Ahornsirup oder Agavendicksaft. Kaffee (mit fettarmer Milch) gibt es nur in ABSOLUTEN NOTFÄLLEN. ; )

Das hier ist das Rezept für mein heutiges Mittagessen, frisch aus dem Mixer versteht sich:

Candybeach Smoothie Nr. 1:

SKINNY MAMBA

3 Kiwis
1/2 Birne
1/3 Banane
Saft von 1 Zitrone
2 EL Ahornsirup
4 – 5 Blätter Minze
1 Hand voll Eiswürfel

Ach ja, statt Schokolade gibt es nun ein anderes „guilty pleasure“. In den Alpen, 2300 Meter über dem Meeresspiegel, hatten die Teams der neuen Staffel von „The Biggest Loser“ (Kabel 1) offenbar 9 Wochen Zeit, um so viel wie möglich abzunehmen. Aha, Elena und Peter wogen damals zusammen 363 kg. Denkwürdigster Moment bisher war vermutlich die Einleitung des Trainers vor dem Sportprogramm: „Wenn einer kotzen muss – egal. Machen wir weg.“ Was denn?...Man kann halt nicht dauernd Kierkegaard lesen. Aber wer ist denn bitte diese fürchterliche Moderatorin? Regina Halmich? Du liebe Güte.

NH

Sonntag, 13. März 2011

Pimp my goals!


Die erste Frage war: Wie dringend willst du wieder schlank sein?

Die Antwort war: Eigentlich will ich kaum etwas mehr als das.

Die zweite Frage war: Und wie bereit bist du, das zu tun, was dafür nötig ist?

Und die Antwort war: Tja, was weiß denn ich…Eigentlich…überhaupt nicht.

KABUUUMM!!! Soviel zu der dusseligen Binsenweisheit, man müsse halt nur wollen. Damit, so schien es für einen Moment, wäre der Drops eigentlich gelutscht! Die Klappe zu! Der Affe auf dem Weg nach Disneyland! Eine spontane Auswertung der Situation legte nahe: 1. gemütliche Hosen kaufen, 2. gesundheitlich auf mein Glück hoffen, 3. alle zu kleinen und unbequemen Kleider auf den Flohmarkt tragen und 4. die ganze Diät-Geschichte ein für allemal abblasen. 5. Füße hochlegen. 6. Sich an dem erfreuen, was man so hat. Was für eine hübsche Vorstellung.

Ist kein gutes Zeichen, den ersten Durchhänger schon VOR Beginn der Diät zu haben…

Aber was für eine erstaunliche Lücke zwischen Wunsch und Motivation. Deren Ausmaß war mir so nicht bewusst. Ich wusste auch nicht, dass solch eine Konstellation möglich ist. Wie soll man das überwinden, wenn man nicht einmal mehr am Anfang wacker losmarschiert? Um die Sache noch zu retten, muss man entweder die Aussicht, für die kommenden Monate Diät zu halten, attraktiver machen, oder das angestrebte Ergebnis muss NOCH überzeugender werden. Beides ist mit erheblicher mentaler Anstrengung und Einfallsreichtum verbunden. Vielleicht hilft es, mal wieder eine kleine Liste zu schreiben?

Warum will ich abnehmen? Und wie wär’s auch gleich mal mit ein paar HÖHEREN ZIELEN?

1. gesundheitliche Risiken entschärfen
Das stand vor 6 Jahren, wenn überhaupt, ganz unten auf der Liste. Aber die Vorstellung, dass mir das Übergewicht nicht nur ohnehin einen erheblichen Teil meiner Lebenszeit vermiest hat, sondern mich zu guter Letzt auch noch in die ewigen Jagdgründe befördert, macht mich so wütend, dass es sich jetzt so anfühlt, als ob mir der Ärger tatsächlich neuen Schwung geben könnte.

Aber wo war ich…ach ja, die Liste…

2. mehr Beweglichkeit
3. mehr Selbstbewusstsein
4. Annäherung / Frieden mit dem eigenen Körper schließen
5. mehr Mut zu Veränderung
6. Kleider!
7. Strände!
8. Männer!

Was die Durchführung der Diät betrifft, so arbeite ich übrigens gerade an meinem ersten offiziellen Candybeach Cocktail-Rezept. Ich sage nur: Happy Hour 24/7. NH

Samstag, 12. März 2011

Zwischenruf

Also, so wird das jetzt schon mal gar nix. Brauche einen Entsafter.

(Für kurze Updates zwischendurch, wenn ihr Lust habt, könnt ihr mich auch bei Twitter finden. Ich bin schon seit Jahren ein Fan der kreativen Möglichkeiten des Microbloggings (bisher zumeist auf Englisch und auch nicht vorrangig zum Thema Diät, aber jetzt wird die dicke Dame auch dort vermehrt anwesend sein). Mit 140 Zeichen pro Nachricht kann man ja grundsätzlich viele interessante Dinge machen (sogar Kurzgeschichten schreiben), aber natürlich auch nur Hallo sagen : )).

@candynh

Donnerstag, 10. März 2011

Sexismus aus dem Ei


300 Gramm Schokolade schreibt die Schokoladendiät vor. Das ist eine Tafel pro Mahlzeit. Oder jeweils 5 Ü-Eier. Nun hat ja wohl keiner ernsthaft geglaubt, dass ich mir DIESE Gelegenheit entgehen lassen würde. Und wer nur noch Schokolade essen darf, der kann ein wenig „Spannung und Spaß“ dazu am Ende gut gebrauchen.

Es kann aber auch passieren, dass einem vor Ärger der Appetit komplett vergeht (gut, war im vorliegenden Fall jetzt nicht so schlimm). Trotzdem: In drei von fünf Eiern waren – es mag einen verwirren, aber es ist halt wie es ist – Eber in weißen Kitteln. Jawohl, und Namen hatten sie auch: Antonio Aldente, Willi Chili und Brunold Brutzel. Der erste Gedanke, den ein Mädchen Ende dreißig hat, ist: „Was zur Hölle soll das denn?“ Dann erfährt sie aus dem Broschürchen, dass es sich hier um „handbemalte“ Mitglieder eines von zwei „Küchen-Spitzenteams“ handelt, die sich offenbar in einem Kochduell gegeneinander befinden. Wildschweine kochen gegen Hausschweine. Das gesamte Set würde aus 9 Figuren bestehen. Was daran wirklich bemerkenswert ist, ist folgendes: Nicht ein einziges von den Schweinen ist weiblich. Nicht einmal kellnern dürfen die Mädels, das macht Toni Tataaa schon. (Vermutlich aber nur so lange, bis er seine eigene Wedding-Planner-Dokusoap bekommt.) Was will die Firma Ferrero uns Mädchen wohl damit sagen? Also, eigentlich lässt das Ganze nur eine Interpretation zu: Männer sind Schweine und gehören an den Herd…

Oder sollte es etwa doch eher heißen, dass Frauen in der Welt des Ü-Eies gar nicht so recht existieren?

Angesichts der Tatsache, dass die Hälfte der Weltbevölkerung weiblich ist, hätte die sich wundernde Laiin den Schluss gezogen, dass auch ungefähr die Hälfte der Ü-Eier bei weiblicher Kundschaft landet. Eine kurze Recherche ergab allerdings, dass weibliche Figuren in den Sammeleditionen immer die Ausnahme sind. Aha. Riecht nach Diskriminierung. Und schreit nach Boykott. Ein Ü-Ei hat ca. 113 Kalorien. Kann man getrost einsparen. ; ) NH