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Samstag, 2. Dezember 2023

Weihnachtspost 2023



Jedes Jahr sage ich, dass es meine letzte Runde mit weihnachtlicher Snail-Mail ist, und dann habe ich regelmäßig einen gewaltigen Rückfall. Ich stehe vor den Regalen mit Weihnachtskarten und kann nicht anders, als immer und immer wieder zuzugreifen. Es gibt einfach jedes Jahr so viele schöne neue (und alte) Motive. 

Als Sammlerin von Bilderbüchern und Weihnachtsliebhaberin hüpft mein Herz auch bei so vielen wunderbaren, gemütlichen anthropomorphen Illustrationen. Da die Karten aber natürlich auch zurück in die Welt gehören, verschicke ich heuer wieder welche - an alle Leser*innen, die über die Weihnachtszeit einen altmodischen Gruß von mir im Briefkasten finden wollen.* 

Dazu brauche ich, wie immer, nur eure Adresse (bis zum 15.12.2023) an: 

office(at)nicola-hinz.com


*Selbstverständlich benutze ich eure Adresse niemals für einen anderen Zweck.

NH

Donnerstag, 8. November 2018

Follow me around 59: Nur noch schlafen

Ja, es ist (fast) schon (wieder) Weihnachten.

Das Jahr war schwer. Von einem "annus horribiles" mag ich nicht unbedingt sprechen, denn ich bin ja nicht die Queen. Und es ist nicht 1992. Aber so ähnlich war die Gefühlslage zwischenzeitlich schon. 

Wenn ich mich mir selbst vorstelle, sehe ich mir immer dabei zu, wie ich mit einem keifenden und wild um sich grabschenden Burnout im Einkaufswagen in einer endlos langen Schlange stehe. Mein Burnout ist also buchstäblich "aufgeschoben", während mein Tinnitus so laut ist, wie nie. Er vermischt sich nachts mit dem Schnarren der Luftwärmepumpe, die (wie sollte es auch anders sein) natürlich direkt neben den neuen, obszönen Bunker (ich berichtete) gestellt worden ist. Sozusagen als krönende, billige Cocktailkirsche in der bieder-rücksichtslosen Steinwüste. Wie der Besitzer des Horrorkastens selbst sowie dessen eigene MieterInnen direkt neben der absurden Maschine schlafen können, ist mir ein Rätsel. Aber nun bedarf es natürlich so oder so einer ausgeprägten Stumpfheit, um überhaupt freiwillig und für relativ viel Geld in eine solche Wohnumgebung zu ziehen. Ich müsste einen Anwalt beauftragen. Allein, ich habe, zumindest im Augenblick, nicht die Energie.

Das Ende, zumindest des Jahres, ist in Sicht. Und ich habe mich früher als sonst dazu entschlossen, meinen alljährlichen Fragebogen auszufüllen. Weil ich, irgendwie, mit allem fertig werden will. Es ist noch viel auf der Liste, und ich will sie nicht mit ins neue Jahr nehmen. Das soll nämlich bitte besser und überschaubarer werden.

Bevor ich zum Fragebogen komme wäre da noch dieses:

Weihnachtliche Schneckenpost, die Dritte.

Nein, die Weihnachtskarten sind noch immer nicht alle aufgebraucht. Ja, es gibt noch immer z.T. regelrecht kuriose Restbestände. Sie kamen beim fortlaufenden Aufräumen abermals aus ihren Ecken gekrochen. Weil ich aufgrund meiner verflixt komplizierten Persönlichkeitsstruktur bekannterweise nach wie vor echte Schwierigkeiten damit habe, sie einfach zu entsorgen, aber in Zukunft so gut wie keine Weihnachtskarten mehr verschicken will, weil ich selbst auch kaum noch welche erhalte, nehme ich nun den dritten Anlauf, mich ein für alle Mal im Guten von den Vorräten zu trennen. Diesmal wird allerdings auch kein Nachschub mehr gekauft, wenn die Karten nicht für alle reichen sollten.

Wer in diesem Jahr zu den Feiertagen noch einmal (und zum letzten Mal) eine Karte bekommen will, kann mir bis zum 1. Dezember 2018 (einschließlich) seine Adresse schicken, und zwar an office(at)nicola-hinz.com oder über das Kontaktformular oben rechts. Da ich Eure Postadressen (wie versprochen) beim letzten Mal nicht gespeichert habe, nennt sie mir bitte auf jeden Fall noch einmal in Eurer Mail. 

Der Fragebogen 2018

Ich fülle ihn seit 2011 aus. Die Fragestellung variiert von Jahr zu Jahr, aber nur ein wenig.
Für die, die gern vergleichen - die Antworten von 2017 findet ihr hier,  von 2016 hier und die aus den Jahren davor, hier.


1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 4 bis 5. 

2. Zugenommen oder abgenommen? Erst zugenommen. Dann wieder abgenommen. Alles ohne Absicht.

3. Was war das beste Buch? Ich habe so gut wie nichts gelesen - bis auf die Bücher, die hier rezensiert worden sind. Das war bekanntlich kein Vergnügen. Jetzt lese ich gerade Die Stunde der Waage. Ja, das ist mein eigenes Diät-Buch von 2006. Und ich hatte wirklich überhaupt gar keine Ahnung mehr, was darin alles Fürchterliches zu finden sein würde. Wenn ich fertig bin, schreibe ich eine Kritik. 

4. Mehr Geld oder weniger? Weniger, glaube ich.

5. Mehr Blogleserinnen, oder weniger? Ihr werdet im Schnitt immer noch ein paar mehr. Freut mich natürlich sehr.

6. Was war der beste Film, den du 2018 gelesen hast? Lady in the Van mit Maggie Smith nach einer wahren Geschichte vom Autor Alan Bennett. 

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nichts.

8. Mehr bewegt oder weniger? Weniger. Keine Zeit. Keinen Mumm. Schmerzen.

9. Die teuerste Anschaffung: Ich habe 2018 nichts Teures angeschafft. Und "teuer" ist bekanntlich relativ. Auf jeden Fall gab es bei mir aber definitiv keine Einzelanschaffung über 50 Euro und insgesamt wurde für meine Verhältnisse ohnehin sehr wenig eingekauft. Zum ersten Mal in meinem Leben musste ich eigens ins Geschäft gehen, um Shampoo zu erwerben, weil ich keins mehr in Reserve hatte. Lagerhaltung aus Angst, im Alltag plötzlich ohne etwas Notwendiges dazustehen, verstopft einer Packratte wie mir ja gern mal die Schränke. Bei mir sind die Vorräte im Bad jetzt allerdings aufgebraucht. Im Prinzip ist das gut. Ich habe noch immer zu viel Gerümpel und Konsumverzicht ist ein lang gehegtes Ziel. Nur erzwungenermaßen ist er eben manchmal nicht mehr ganz so lustig.

10. Das Beste, was du 2018 gegessen hast: Ich habe ja noch immer das Glück, regelmäßig bekocht zu werden. Der Bratreis ist immer ein ganz besonderes Highlight.

11. Das schönste Geschenk: Ein Bilderbuch vom Flohmarkt: Ein Jahr mit Familie Maus. Oliver hatte den Auftrag, bei seinem Rundgang nach Mäusen, die Kleider tragen und in Baumstümpfen mit Blumenkästen vor den Fenstern wohnen, Ausschau zu halten. Und er kam prompt mit welchen zurück.



12. Lieblingslied 2017?: Seventeen von Janis Ian

13. Die meiste Zeit wo verbracht? Gefühlt wieder im Stau.

14. Die größte Enttäuschung: Dass das wahre Leben einen mit seinen Grässlichkeiten doch immer wieder aufspürt und einholt. Manchmal mit ungeahnter Wucht. Und dass Sartre noch immer und immer wieder Recht hat: "Die Hölle, das sind die anderen."

15. Die beste Investition: Ein Eichhörnchen auf einem weihnachtlich geschmückten Fahrrad. In den Korb vorn am Lenker kann man ein Teelicht stellen.

16. Die wichtigste Erkenntnis: Die anderen sind auch nicht viel schneller.

17. Was machst du zu Weihnachten? Natürlich: Kartoffelsalat und Michel in der Suppenschüssel. Dann Weihnachtsbesuch bei der Familie (nicht meine, seine). Haben wir letztes Jahr schon überstanden. Werden wir dann diesmal wohl auch.

18. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Ruhe und Frieden.

19. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2018: Ordnung und Gesundheit.

20. Und was jetzt? Schlafen. So viel, wie möglich. Für alle, die es auch so dringend brauchen können: Ich wünsche euch Nerven aus Stahl und viel Kraft - und ansonsten, wie auch im letzten Jahr:



HAPPY EVERYTHING!




NH



Sonntag, 3. Dezember 2017

Zurück in die Zukunft 2

Extreme kitsching...


Alles wie zuvor...ich konnte mir nicht helfen und habe auch seit ich im letzten Jahr meinen Vorrat an Weihnachtskarten endgültig auflösen und abschicken wollte weiter aufgestockt. Konfrontiert mit hyperkitschigen, weihnachtlichen Kinderbuchillustration auf Hallmark-Karten im Zehnerpack werde ich trotz bester Vorsätze und klarer Einsicht immer wieder zur willenlosen Einkäuferin. Oh, all die getriggerten Kindheitserinnerungen und -wünsche! Und erst recht die Geschichten, die hinter den Toren und Türen zu wohnen scheinen...auch heute noch.

Weihnachtsschneckenpost 2017


Wie dem auch sei...ich habe nun beschlossen, es geht in die zweite Runde.Insbesondere nachdem ich heute mit einer Freundin beim Adventskaffee ausgiebig darüber geklagt habe, dass bestimmte Traditionen, die für die gedankliche Verbundenheit mit anderen Menschen stehen, immer mehr Disziplinlosigkeit, Egozentrik und zeitlicher Überfrachtung zum Opfer fallen. Ja, ich bin spätestens in diesem Jahr so alt, dass ich die gute alte Zeit beweine, und dass mit aller gebotenen Übertreibung und der angemessenen Dramatik.

Was mich zur Weihnachtskartenmission dieses Jahres bringt. Natürlich bin ich wieder mal ein wenig spät dran, aber bis eben wusste ich halt selbst nicht wirklich, dass es eine geben würde. Wer von euch gern eine Weihnachtskarte per Schneckenpost von mir bekommen will, kann mir bis zum 10. Dezember 2017 (einschließlich) seine Adresse schicken, und zwar an office(at)nicola-hinz.com oder über das Kontaktformular oben rechts. Ich verspreche wieder hoch und heilig, dass ihr nichts weiter als eine Weihnachtskarte aus meinem Bestand von mir erhaltet und keine Werbung für Kochtöpfe, Zimmerbrunnen oder Zahnzusatzversicherungen. In diesem Sinne - habt eine schöne erste Adventswoche.

NH

Samstag, 22. Oktober 2016

Zurück in die Zukunft



2009 Dinge weniger


Und noch immer arbeite ich daran, Gegenstände auszusortieren und dann angemessen abzugeben und abzuwickeln. Wobei sich in der Zwischenzeit in meinem Wohnzimmer ein regelrechter und buchstäblicher Entsorgungsstau gebildet hat - in Form von 18 aufgestapelten, schwarzen Klappkisten...eine Art temporäres Mahnmal, sich nie wieder so mit emotional überfrachteten Gegenständen und den eigenen Verarmungsängsten einzumauern.

Trotzdem oder gerade deswegen ist der Rest noch immer eine Mammutaufgabe, durch die ich mich Stück für Stück durchwurstle und versuche, angesichts der Tatsache, dass sich mitunter alles so schleppt, stoisch zu bleiben. Räumt man hier aus, entsteht am anderen Ende wieder Chaos. Räumt man da wieder ein, hat man keine Ahnung mehr, wie in den selben Ort vorher mal so viel Material gepasst hat, denn jetzt kriegt man es nicht mehr hin, alles zu verstauen.

Beim Ausmisten bin ich dann auf etwas gestoßen, das mir immer sehr viel Freude gemacht hat, aber wie es scheint, seine beste Zeit wirklich ein für allemal gesehen hat. Ich rede natürlich von... WEIHNACHTSKARTEN! Wovon denn wohl bitte sonst? : )

Ich habe noch eine ganze Kiste voll, aber keine Liste mit würdigen Empfängerinnen mehr. Denn die Zahl der Karten, die ich selbst erhalte, ist in den letzten Jahren so zusammengeschrumpft, dass ich sie an einer Hand abzählen kann. Also, ich rede hier von den echten Karten. Nicht von denen, die ich von Versicherungen und Autohändlern bekomme. Grüße auf Papier, so scheint es, sind einfach zu aufwendig und hoffnungslos veraltet. Meinen geliebten, englischen Weihnachtskartenhalter mit den Hasen, Igeln und Dachsen in wolligen Rollkragenpullovern kann ich mittlerweile nur noch angemessen füllen, indem ich mir die Karten zum Halten selbst besorge.

Weil mir also seit Jahren fast keiner mehr antwortet, verschicke ich auch seit einiger Zeit so gut wie keine Karten mehr. Das Blöde ist halt, dass ich trotzdem noch immer welche kaufe. Ich kann nicht anders. Ich weiß nicht, wie mir geschieht, aber plötzlich komme ich aus Geschäften und  bin ich doch wieder im Besitz eines weiteren englischen (die Briten können das halt besonders gut) Kartensets mit drei Motiven und zwölf Umschlägen zum halben Preis. Hübsches Papier und Weihnachten - das ist eine explosive Mischung, die mir die längste Zeit meinen Aufstieg in die überlegenen Höhen des Minimalismus vermasselt hat. Nun ja - zusammen mit den 2000 Büchern, den Schuhen, Handtaschen, bunten Brotdosen und Bettüberwürfen...

Zurück zum Punkt: Ich werde meine umfangreichen Bestände nun auflösen. Und zwar mit Hauruck und Tücke. Ich verschicke die Karten kurzerhand an meine Leserinnen - also die, die in der Adventszeit einen menschelnden Weihnachtsgruß von mir per Schneckenpost bekommen wollen - und mir zu diesem Zweck ihren Namen und ihre Adresse mitteilen. (Keine Angst - da folgt dann in Zukunft auch keine Werbung für Internatsschulen oder Immobilienmakler.) Schickt mir eure Daten entweder per Mail: office (at) nicola-hinz.com oder über das Kontaktformular oben rechts. Ich würde mich freuen. : )

NH