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Samstag, 2. Dezember 2023

Der Fragebogen 2023


52 Jahre (fast) und arg zerfleddert. Noch 100mal ausgelaugter zur Weihnachtszeit als sonst. Aber die Frisur sitzt. ;) #Fuck2023.
 

Ich fülle ihn seit 2011 zum Jahresende hier auf dem Blog aus. Diesmal kommen die Antworten nach einer ziemlich langen Pause. Die Fragestellung variiert von Ausgabe zu Ausgabe, aber in der Regel nicht sehr viel. Für alle, die gern vergleichen - die letzten Antworten von 2018 sind hier, von 2017 hier, von 2016 hier und die aus den Jahren davor, hier.

1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 2. 

2. Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. Und zwar sehr viel auf einmal in der zweiten Jahreshälfte. Die brachte bekanntlich die Hölle (DLDDD berichtete), die dann auf die bereits existierende Hölle gestapelt wurde.

3. Was war das beste Buch? Ich komme ja seit Jahren nicht mehr dazu zu lesen. Ich bestelle bekanntlich manchmal ein paar Bilderbücher für die Sammlung, um schöne Post bzw. ein Highlight im Geschleppe des Alltags für mich zu organisieren. 



4. Mehr Geld oder weniger? Zuletzt mehr. Single zu sein ist für mich deutlich preiswerter.

5. Mehr Blogleserinnen, oder weniger? Ihr werdet jetzt langsam mehr, seit ich im Juli den Betrieb hier wieder aufgenommen habe. Das macht mich echt froh. Das Blog war ein Anker in den letzten Monaten.

6. Was war der beste Film, den du 2023 gelesen hast? Am meisten gefreut, habe ich mich vor ein paar Stunden über das hier: The Bat, 1995. Nein, kein Witz. Ich sehe mir in letzter Zeit nur ein einfaches und harmloses Programm an, das mich weder fordert, noch groß aufregt. Humor ist mittlerweile sehr viel besser für mich als Horror. Teil meiner Überlebenstrategie waren übrigens in den letzten Monaten nachts auch vorrangig die Golden Girls. Ich kann noch immer nicht glauben, dass ich mittlerweile in ihrem Alter bin. Und so gar nicht golden. Nur zerknittert.

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nichts. Nein, auch keine nützlichen Erfahrungen mehr, die eine wachsen lassen. Ich bin offiziell ausgewachsen Ich brauche keine zusätzlichen Lektionen vom Leben. Schon gar nicht, wenn sie mich fast umbringen.

8. Mehr bewegt oder weniger? Am liebsten gar nicht. Schmerzen bei jeder Bewegung. Scheiß Schleimbeutelentzündungen.

9. Worauf bist du stolz: 2023 ist das Jahr, in dem ich endlich komplett und mit Konsequenzen begriffen habe, dass eine fleischfreie Ernährung zwar besser ist als nichts, aber dass sie im Hinblick auf Ethik und Umweltschutz nicht reicht. Ich bin stolz und vorsichtig optimistisch, dass ich den endgültigen Ausstieg aus Milchprodukten und Eiern nun zum Jahresende auch wirklich geschafft habe. Es hat lange gedauert. Ich habe viel experimentiert (und ja, mit Bio-Produkten "getrickst"). Am Ende brauchte es dann extra viel Hilfe durch Social Media Aktivismus, um das Wissen um die horrende Quälerei, die Milch und Eier mit sich bringen, komplett in Taten münden zu lassen. 

10. Die beste Idee: Ein Hotelzimmer in Frankfurt zu buchen - für die Buchmesse im kommenden Jahr. Die habe ich tatsächlich nur ein einziges Mal besucht und hatte wenig Zeit, mich richtig umzusehen, weil ich als Autorin da war. Laaang ist es her. Dann hat mir Corona zuletzt einen Strich durch den Plan gemacht. Nun muss es endlich klappen.

11. Das schönste Geschenk: Der Club der dicken Damen und all seine Mitglieder. Für nichts bin ich seit sehr langer Zeit so dankbar gewesen. Es scheint mir noch immer wie ein Wunder, dass wir uns auf so schnell und gründlich zu einem erstaunlichen Freund*innenkreis zusammengefunden haben. Ich freue mich so sehr, mit euch ins nächste Jahr gehen zu können.

12. Lieblingslied 2023: Ruin von The Pierces, My Silver Lining von First Aid Kit, Suburban House von Holly Macave (mit Lana Del Ray)

13. Die meiste Zeit wo verbracht? Gefühlt im Bett. Es ging nicht mehr anders.

14. Die größte Enttäuschung: ...war nur wieder noch eine Enttäuschung.

15. Die beste Investition: Eine große Magnettafel, auf der ich den Plot meines angestrebten Romans so richtig schön übersichtlich entwerfen kann.

16. Die wichtigste Erkenntnis: Es ist möglich, neue gute Freund*innen zu finden.

17. Wie verbringst du Weihnachten? Allein mit den Katzen, mit dem Kartoffelsalat meiner Mutter und Michel in der Suppenschüssel. Vielleicht fahre ich ein, zwei Tage vorher nach Berlin, an einen paradiesischen Ort: zu Hennwack, dem größten Antiquariat, das ich kenne.

18. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Genugtuung. Aufmerksamkeit. Und Flow.

19. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2024: Siehe oben. Plus mehr Geld. Und schmerzfreies Laufen.

20. Und was jetzt? Atmen. Und Schritt für Schritt voran. Irgendwo hier habe ich schon einmal den Wahlspruch einer meiner früheren Therapeutinnen verkündet: Das Leben ist Kampf. Ich habe wieder vor, ihn irgendwie zu gewinnen. Ein wenig fühlt es sich jetzt so an, als hätte ich genug sediert herumgesessen und geschlafen. Aber Rückfälle sind nicht ausgeschlossen. Ich wünsche uns allen, die es brauchen können, wie im letzten Fragebogen von 2018, Nerven aus Stahl und Kraft, die zum Durchhalten reicht. 


HAPPY EVERYTHING!


Weihnachtspost 2023



Jedes Jahr sage ich, dass es meine letzte Runde mit weihnachtlicher Snail-Mail ist, und dann habe ich regelmäßig einen gewaltigen Rückfall. Ich stehe vor den Regalen mit Weihnachtskarten und kann nicht anders, als immer und immer wieder zuzugreifen. Es gibt einfach jedes Jahr so viele schöne neue (und alte) Motive. 

Als Sammlerin von Bilderbüchern und Weihnachtsliebhaberin hüpft mein Herz auch bei so vielen wunderbaren, gemütlichen anthropomorphen Illustrationen. Da die Karten aber natürlich auch zurück in die Welt gehören, verschicke ich heuer wieder welche - an alle Leser*innen, die über die Weihnachtszeit einen altmodischen Gruß von mir im Briefkasten finden wollen.* 

Dazu brauche ich, wie immer, nur eure Adresse (bis zum 15.12.2023) an: 

office(at)nicola-hinz.com


*Selbstverständlich benutze ich eure Adresse niemals für einen anderen Zweck.

NH

Sonntag, 22. Dezember 2019

Adventsblog 5: Stille


Der Plan war ein anderer. Ich hatte vor, an jedem der Tage vom ersten bis zum zweiundzwanzigsten Dezember einen Blogpost zu verfassen. Das hat bekanntlich nicht geklappt. Der Stichtag war gestern (gerade ist Mitternacht), und das hier ist nur Blogpost Nummer fünf. 

Ich habe es indessen gerade noch hinbekommen, meine Küche von den Geschirrbergen der letzten Wochen (nein, kein Witz) und das Schlafzimmer vom Labyrinth aus Wäsche und Gedöns zu befreien, bevor das Christkind kommt und die Hände überm Kopf zusammenschlägt. Am Ende war das Ziel bis hierher nur noch, die Feiertage nicht in totaler häuslicher Verwahrlosung zu verbringen. Ein weiterer Plan war nämlich auch, dass am 22. Dezember mein letzter Arbeitstag ist - sei es in- oder außerhäusig. Und das bis zum 6. Januar. Das werde ich nicht ganz hinbekommen, aber ich habe beschlossen, mich, egal wie oder was, zumindest weitgehend an diesen Teil der Planung zu halten.

Und so ist nun hier auf dem Blog, aber auch sonst alles Mögliche aufgeschoben. Das Programm lautet essen, rumsitzen und zu schlafen, wenn einer danach ist. Und im Augenblick kann ich mir gar nicht vorstellen, dass mir jemals wieder nach etwas anderem sein könnte.

Aufgeschoben sind also auch die Kellervideos und Rezensionen, die hier halbfertig herumliegen. Ich habe Geschichten über Unsichtbarkeit, Aktivismusmüdigkeit, höllische Nachbarschaft und natürlich Entrümpelung - alle im Entwurfsstadium und nun alle verschoben ins nächste Jahr. Wenigstens ist der Keller fertig. Und nach quasi Jahrzehnten des Aussortierens habe ich 2019 noch einmal gut 750 Gegenstände aus meinem Haushalt geworfen. Darauf bin ich immerhin stolz. Abgesehen von einem Stapel überflüssiger aber mächtig bunter Kissen, über die (am besten in den kommenden Tagen) noch Entscheidungen gefällt werden müssen, habe ich den Kampf gegen die Dinge für beendet erklärt. Und übrigens auch für gewonnen. Das bedeutet nicht, dass meine Wohnung leer ist. Sie ist jetzt nur so organisiert, reduziert und handhabbar, dass ich nicht pausenlos an der Aufgabe meiner Selbstorganisation verzweifle - und das war sie vorher definitiv nicht. Bis vor ein paar Tagen noch nicht. 

2020 kommen nun andere Dinge dran. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, WAS sie sind.

Habt alle einen guten Jahresausklang - wir sehen uns (hoffentlich) auf der anderen Seite wieder. Da soll es schließlich Kekse geben. ; )

HAPPY EVERYTHING!

NH

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Adventsblog 3: Der Fragebogen



1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 3-4. 

2. Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. Und zwar so, dass mir de Unterhosen rutschen. Kann man ja keinen Gürtel drum binden. Nun brauche ich lauter neue Unterhosen. 

3. Was war das beste Buch? "Hunger" von Roxane Gay. Und "Fat - The Owner's Manual" von Ragen Chastain. Rezensionen folgen.

4. Mehr Geld oder weniger? Etwas mehr. Der Göttin sei Dank.

5. Was war der beste Film, den du 2019 gesehen hast? Halloween mit einer grauhaarigen und sehr wehrhaften Scream Queen - der tollen Jamie Lee Curtis. Ich liebe ja Horror, und abgesehen vom allerersten Film der Reihe, fand ich diesen am besten. Dicht und dabei für das Genre fast unaufgeregt durchinszeniert - und voller Frauen, die überleben.

6. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nichts. Wie jedes Jahr.

7. Mehr bewegt oder weniger? Vermutlich noch weniger. Wenn das überhaupt geht. Noch weniger Zeit, noch mehr Schmerzen.

8. Die teuerste Anschaffung: Vermutlich ein Kleid im Leomuster und mit passender Jacke. Mal nicht im Ausverkauf erworben. Ein dreistelliger Betrag für zwei Kleidungsstücke - das ist für mich heutzutage eine absolute Ausnahme. Ich erinnere mich auch noch, dass ich regelrecht ein wenig erschrocken aus dem Geschäft gekommen bin.

9. Das Beste, was du 2019 gegessen hast: Ich war wirklich begeistert von all den veganen Hamburgern, die plötzlich erhältlich waren. Ich glaube, wir haben sie jetzt wirklich alle durchprobiert und mein Favorit ist der Next Level Burger von Lidl. 

10. Das schönste Geschenk: Kommt noch. Da bin ich mir sicher.

11. Lieblingslied 2019: Siehe Adventsblog 1.

12. Die meiste Zeit wo verbracht? Gefühlt im Keller. Aber vermutlich doch eher am Schreibtisch.

13. Die größte Enttäuschung: Einer ging nicht ans Telefon. Und das Sommerfestival auf Kampnagel. Selten habe ich mich im Theater so gelangweilt. Und hier waren es gleich vier Veranstaltungen.

14. Die beste Investition: Sechs Adventskalender. Einen mit kleinen Geschenken, einen mit Rätseln, zwei zum Vorlesen, einen mit Schokolade und einen mit Bildchen.

15. Die wichtigste Erkenntnis: Manchmal wird man doch mit etwas fertig. So wie ich - mit meinem Keller. Es ist alles eine Frage des längeren Atems. Keller-Vlogs folgen.

16. Was machst du zu Weihnachten? Niemals andersKartoffelsalat und "Michel in der Suppenschüssel". Und in diesem Jahr keine Familienbesuche am ersten oder zweiten Feiertag. War eine leichte Entscheidung. Und was für eine Erleichterung.

17. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Aufmerksamkeit. Und Gesundheit.

18. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2020: Weiterbildung und Vlogging.


NH

Donnerstag, 8. November 2018

Follow me around 59: Nur noch schlafen

Ja, es ist (fast) schon (wieder) Weihnachten.

Das Jahr war schwer. Von einem "annus horribiles" mag ich nicht unbedingt sprechen, denn ich bin ja nicht die Queen. Und es ist nicht 1992. Aber so ähnlich war die Gefühlslage zwischenzeitlich schon. 

Wenn ich mich mir selbst vorstelle, sehe ich mir immer dabei zu, wie ich mit einem keifenden und wild um sich grabschenden Burnout im Einkaufswagen in einer endlos langen Schlange stehe. Mein Burnout ist also buchstäblich "aufgeschoben", während mein Tinnitus so laut ist, wie nie. Er vermischt sich nachts mit dem Schnarren der Luftwärmepumpe, die (wie sollte es auch anders sein) natürlich direkt neben den neuen, obszönen Bunker (ich berichtete) gestellt worden ist. Sozusagen als krönende, billige Cocktailkirsche in der bieder-rücksichtslosen Steinwüste. Wie der Besitzer des Horrorkastens selbst sowie dessen eigene MieterInnen direkt neben der absurden Maschine schlafen können, ist mir ein Rätsel. Aber nun bedarf es natürlich so oder so einer ausgeprägten Stumpfheit, um überhaupt freiwillig und für relativ viel Geld in eine solche Wohnumgebung zu ziehen. Ich müsste einen Anwalt beauftragen. Allein, ich habe, zumindest im Augenblick, nicht die Energie.

Das Ende, zumindest des Jahres, ist in Sicht. Und ich habe mich früher als sonst dazu entschlossen, meinen alljährlichen Fragebogen auszufüllen. Weil ich, irgendwie, mit allem fertig werden will. Es ist noch viel auf der Liste, und ich will sie nicht mit ins neue Jahr nehmen. Das soll nämlich bitte besser und überschaubarer werden.

Bevor ich zum Fragebogen komme wäre da noch dieses:

Weihnachtliche Schneckenpost, die Dritte.

Nein, die Weihnachtskarten sind noch immer nicht alle aufgebraucht. Ja, es gibt noch immer z.T. regelrecht kuriose Restbestände. Sie kamen beim fortlaufenden Aufräumen abermals aus ihren Ecken gekrochen. Weil ich aufgrund meiner verflixt komplizierten Persönlichkeitsstruktur bekannterweise nach wie vor echte Schwierigkeiten damit habe, sie einfach zu entsorgen, aber in Zukunft so gut wie keine Weihnachtskarten mehr verschicken will, weil ich selbst auch kaum noch welche erhalte, nehme ich nun den dritten Anlauf, mich ein für alle Mal im Guten von den Vorräten zu trennen. Diesmal wird allerdings auch kein Nachschub mehr gekauft, wenn die Karten nicht für alle reichen sollten.

Wer in diesem Jahr zu den Feiertagen noch einmal (und zum letzten Mal) eine Karte bekommen will, kann mir bis zum 1. Dezember 2018 (einschließlich) seine Adresse schicken, und zwar an office(at)nicola-hinz.com oder über das Kontaktformular oben rechts. Da ich Eure Postadressen (wie versprochen) beim letzten Mal nicht gespeichert habe, nennt sie mir bitte auf jeden Fall noch einmal in Eurer Mail. 

Der Fragebogen 2018

Ich fülle ihn seit 2011 aus. Die Fragestellung variiert von Jahr zu Jahr, aber nur ein wenig.
Für die, die gern vergleichen - die Antworten von 2017 findet ihr hier,  von 2016 hier und die aus den Jahren davor, hier.


1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 4 bis 5. 

2. Zugenommen oder abgenommen? Erst zugenommen. Dann wieder abgenommen. Alles ohne Absicht.

3. Was war das beste Buch? Ich habe so gut wie nichts gelesen - bis auf die Bücher, die hier rezensiert worden sind. Das war bekanntlich kein Vergnügen. Jetzt lese ich gerade Die Stunde der Waage. Ja, das ist mein eigenes Diät-Buch von 2006. Und ich hatte wirklich überhaupt gar keine Ahnung mehr, was darin alles Fürchterliches zu finden sein würde. Wenn ich fertig bin, schreibe ich eine Kritik. 

4. Mehr Geld oder weniger? Weniger, glaube ich.

5. Mehr Blogleserinnen, oder weniger? Ihr werdet im Schnitt immer noch ein paar mehr. Freut mich natürlich sehr.

6. Was war der beste Film, den du 2018 gelesen hast? Lady in the Van mit Maggie Smith nach einer wahren Geschichte vom Autor Alan Bennett. 

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nichts.

8. Mehr bewegt oder weniger? Weniger. Keine Zeit. Keinen Mumm. Schmerzen.

9. Die teuerste Anschaffung: Ich habe 2018 nichts Teures angeschafft. Und "teuer" ist bekanntlich relativ. Auf jeden Fall gab es bei mir aber definitiv keine Einzelanschaffung über 50 Euro und insgesamt wurde für meine Verhältnisse ohnehin sehr wenig eingekauft. Zum ersten Mal in meinem Leben musste ich eigens ins Geschäft gehen, um Shampoo zu erwerben, weil ich keins mehr in Reserve hatte. Lagerhaltung aus Angst, im Alltag plötzlich ohne etwas Notwendiges dazustehen, verstopft einer Packratte wie mir ja gern mal die Schränke. Bei mir sind die Vorräte im Bad jetzt allerdings aufgebraucht. Im Prinzip ist das gut. Ich habe noch immer zu viel Gerümpel und Konsumverzicht ist ein lang gehegtes Ziel. Nur erzwungenermaßen ist er eben manchmal nicht mehr ganz so lustig.

10. Das Beste, was du 2018 gegessen hast: Ich habe ja noch immer das Glück, regelmäßig bekocht zu werden. Der Bratreis ist immer ein ganz besonderes Highlight.

11. Das schönste Geschenk: Ein Bilderbuch vom Flohmarkt: Ein Jahr mit Familie Maus. Oliver hatte den Auftrag, bei seinem Rundgang nach Mäusen, die Kleider tragen und in Baumstümpfen mit Blumenkästen vor den Fenstern wohnen, Ausschau zu halten. Und er kam prompt mit welchen zurück.



12. Lieblingslied 2017?: Seventeen von Janis Ian

13. Die meiste Zeit wo verbracht? Gefühlt wieder im Stau.

14. Die größte Enttäuschung: Dass das wahre Leben einen mit seinen Grässlichkeiten doch immer wieder aufspürt und einholt. Manchmal mit ungeahnter Wucht. Und dass Sartre noch immer und immer wieder Recht hat: "Die Hölle, das sind die anderen."

15. Die beste Investition: Ein Eichhörnchen auf einem weihnachtlich geschmückten Fahrrad. In den Korb vorn am Lenker kann man ein Teelicht stellen.

16. Die wichtigste Erkenntnis: Die anderen sind auch nicht viel schneller.

17. Was machst du zu Weihnachten? Natürlich: Kartoffelsalat und Michel in der Suppenschüssel. Dann Weihnachtsbesuch bei der Familie (nicht meine, seine). Haben wir letztes Jahr schon überstanden. Werden wir dann diesmal wohl auch.

18. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Ruhe und Frieden.

19. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2018: Ordnung und Gesundheit.

20. Und was jetzt? Schlafen. So viel, wie möglich. Für alle, die es auch so dringend brauchen können: Ich wünsche euch Nerven aus Stahl und viel Kraft - und ansonsten, wie auch im letzten Jahr:



HAPPY EVERYTHING!




NH



Sonntag, 10. Dezember 2017

Follow me around 57: 46

Weihnachtskasimir 2007

Mütterlicher Weihnachtsbaum 2007

1. Weihnachtsfeiertag 2007

Beim digitalen Sortieren habe ich die vorangehenden Fotos gefunden. Es sind Bilder von 2007. Das war das vorletzte Weihnachtsfest mit meiner Mutter. Und Kasimir ist 2011 gestorben. Meine Güte, ein ganzes Jahrzehnt ist das nun schon wieder her - wie die Zeit vergeht. (Und wie viel besser die Digitalfotografie seither geworden ist! ; ))

Der Fragebogen 2017


Ich fülle ihn auch seit fast 10 Jahren aus - seit 2011, um ganz genau zu sein. Und nun ist schon wieder ein Jahr rum, und ich werde morgen 46 Jahre alt. Ich "gehe auf die Fünfzig zu". Regelmäßige Leserinnen wissen, dass ich Geburtstage nicht leiden kann. Seit ich ein Teenager bin, sind sie für mich Abrechnungstage, bei denen das Ergebnis aus meiner strengen Perspektive niemals stimmt.  Die eigenen Erwartungen an das Leben und die innerhalb eines Jahres zu erbringenden Leistungen haben mir seit bestimmt über dreißig Jahren meine Geburtstage vermiest. Weil ich nie all das geschafft hatte, was ich mir vorgenommen hatte. Oder, wenn ich doch ein Vorhaben gemeistert hatte, sah es im wahren Leben nicht annähernd so glitzernd und glamourös aus, wie eigentlich gedacht. Mein Lied ist das ewige Klagelied der Perfektionistinnen und Selbstverbesserinnen. Ich könnte versuchen, mir für das kommende Jahr überhaupt nichts mehr vorzunehmen...aber ich weiß schon jetzt genau - auch daran werde ich wieder scheitern. 

Die Antworten vom letzten Jahr findet die, die es interessiert, hier. Die aus den Jahren davor, gibt es hier.


1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 6 bis 7. 

2. Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. 

3. Haare länger oder kürzer? Gleich. Und noch immer auf dem Weg zurück zu Mausbraun. Das dauert vielleicht...

4. Mehr Geld oder weniger? Etwa gleich. Nicht genug, das steht fest.

5. Mehr Blogleserinnen, oder weniger? Mehr. Insbesondere dank zweier Auftritte im TV und einer Buchrezension.

6. Was war das beste Buch, das du 2017 gelesen hast? Ich glaube, ich habe gar kein gutes Buch mehr ganz gelesen. Ich hatte einfach keine Muße. Ich habe allerdings zumindest ein paar Werke über das Ausmisten und Aufräumen angelesen.

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nichts.

8. Mehr bewegt oder weniger? Sehr viel mehr gelaufen. Gereist, besichtigt und mit dem neuen Hund spaziert.

9. Die teuerste Anschaffung: Ein Weihnachtsgeschenk. Aber ich kann natürlich jetzt nicht verraten, was oder für wen es ist.

10. Das Beste, was du 2017 gegessen hast: Bratkartoffeln.

11. Das schönste Geschenk: Im letzten Jahr habe ich geantwortet: "Vielleicht kommt es ja noch." In diesem Jahr habe ich schon so viele bekommen, dass ich mich gar nicht entscheiden könnte. Ja ich weiß - verliebte Menschen sind einfach unerträglich...es lässt sich aber offenbar gar nicht verhindern - es passiert einfach. Wie Zombifizierung.

12. Lieblingslied 2017?: I hate my life von Trisha Paytas. (Vorsicht - Satire!)

13. Die meiste Zeit wo verbracht? Im Auto. Aber in diesem Jahr, um was von der Welt zu sehen, bzw. etwas davon zu besuchen.

14. Die größte Enttäuschung: Dass die dritte Staffel von Stranger Things erst Ende 2018 kommen soll. 

15. Die beste Investition: Mein Adventskranz. 




16. Die wichtigste Erkenntnis: Manchmal hat man eben doch Glück.

17. Was machst du zu Weihnachten? Noch immer gibt es Kartoffelsalat und Michel in der Suppenschüssel. Aber in diesem Jahr mit Katze und Mann mit Hund. Man sagt ja immer, Weihnachtsfeste und Urlaube sind Bewährungsproben für Beziehungen. Den Urlaub haben wir geschafft.

18. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Wie auch 2016: Mehr Geld. Weniger Kram. Mehr Klarsicht. Und die eiserne Härte einer Margaret Thatcher in eigener Sache. Ach, und Gesundheit. Ich bin jetzt schließlich langsam in dem Alter, und mein Nacken bringt mich seit Monaten echt um.

19. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2017: Vloggen.

20. Und was jetzt? Jetzt breche ich schon mal gleich den Vorsatz, mir nichts mir vorzunehmen. Natürlich habe ich vor, das Blog aufzumöbeln und wieder regelmäßig Posts zu veröffentlichen. Vor Weihnachten wird das hier allerdings der letzte sein. Danke, dass ihr mir 2017 weiterhin hier am Strand Gesellschaft geleistet habt und feiert bitte alle ein 


HAPPY EVERYTHING 

mit schönen, friedlichen Tagen. 



NH

PS: Für die Weihnachtskarten möchte ich natürlich KEIN Porto von euch haben - wo kämen wir denn da hin?! Sie werden übrigens Mitte der Woche verschickt, wenn alles planmäßig läuft.