Posts mit dem Label gute Vorsätze werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label gute Vorsätze werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 10. Dezember 2017

Follow me around 57: 46

Weihnachtskasimir 2007

Mütterlicher Weihnachtsbaum 2007

1. Weihnachtsfeiertag 2007

Beim digitalen Sortieren habe ich die vorangehenden Fotos gefunden. Es sind Bilder von 2007. Das war das vorletzte Weihnachtsfest mit meiner Mutter. Und Kasimir ist 2011 gestorben. Meine Güte, ein ganzes Jahrzehnt ist das nun schon wieder her - wie die Zeit vergeht. (Und wie viel besser die Digitalfotografie seither geworden ist! ; ))

Der Fragebogen 2017


Ich fülle ihn auch seit fast 10 Jahren aus - seit 2011, um ganz genau zu sein. Und nun ist schon wieder ein Jahr rum, und ich werde morgen 46 Jahre alt. Ich "gehe auf die Fünfzig zu". Regelmäßige Leserinnen wissen, dass ich Geburtstage nicht leiden kann. Seit ich ein Teenager bin, sind sie für mich Abrechnungstage, bei denen das Ergebnis aus meiner strengen Perspektive niemals stimmt.  Die eigenen Erwartungen an das Leben und die innerhalb eines Jahres zu erbringenden Leistungen haben mir seit bestimmt über dreißig Jahren meine Geburtstage vermiest. Weil ich nie all das geschafft hatte, was ich mir vorgenommen hatte. Oder, wenn ich doch ein Vorhaben gemeistert hatte, sah es im wahren Leben nicht annähernd so glitzernd und glamourös aus, wie eigentlich gedacht. Mein Lied ist das ewige Klagelied der Perfektionistinnen und Selbstverbesserinnen. Ich könnte versuchen, mir für das kommende Jahr überhaupt nichts mehr vorzunehmen...aber ich weiß schon jetzt genau - auch daran werde ich wieder scheitern. 

Die Antworten vom letzten Jahr findet die, die es interessiert, hier. Die aus den Jahren davor, gibt es hier.


1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 6 bis 7. 

2. Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. 

3. Haare länger oder kürzer? Gleich. Und noch immer auf dem Weg zurück zu Mausbraun. Das dauert vielleicht...

4. Mehr Geld oder weniger? Etwa gleich. Nicht genug, das steht fest.

5. Mehr Blogleserinnen, oder weniger? Mehr. Insbesondere dank zweier Auftritte im TV und einer Buchrezension.

6. Was war das beste Buch, das du 2017 gelesen hast? Ich glaube, ich habe gar kein gutes Buch mehr ganz gelesen. Ich hatte einfach keine Muße. Ich habe allerdings zumindest ein paar Werke über das Ausmisten und Aufräumen angelesen.

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nichts.

8. Mehr bewegt oder weniger? Sehr viel mehr gelaufen. Gereist, besichtigt und mit dem neuen Hund spaziert.

9. Die teuerste Anschaffung: Ein Weihnachtsgeschenk. Aber ich kann natürlich jetzt nicht verraten, was oder für wen es ist.

10. Das Beste, was du 2017 gegessen hast: Bratkartoffeln.

11. Das schönste Geschenk: Im letzten Jahr habe ich geantwortet: "Vielleicht kommt es ja noch." In diesem Jahr habe ich schon so viele bekommen, dass ich mich gar nicht entscheiden könnte. Ja ich weiß - verliebte Menschen sind einfach unerträglich...es lässt sich aber offenbar gar nicht verhindern - es passiert einfach. Wie Zombifizierung.

12. Lieblingslied 2017?: I hate my life von Trisha Paytas. (Vorsicht - Satire!)

13. Die meiste Zeit wo verbracht? Im Auto. Aber in diesem Jahr, um was von der Welt zu sehen, bzw. etwas davon zu besuchen.

14. Die größte Enttäuschung: Dass die dritte Staffel von Stranger Things erst Ende 2018 kommen soll. 

15. Die beste Investition: Mein Adventskranz. 




16. Die wichtigste Erkenntnis: Manchmal hat man eben doch Glück.

17. Was machst du zu Weihnachten? Noch immer gibt es Kartoffelsalat und Michel in der Suppenschüssel. Aber in diesem Jahr mit Katze und Mann mit Hund. Man sagt ja immer, Weihnachtsfeste und Urlaube sind Bewährungsproben für Beziehungen. Den Urlaub haben wir geschafft.

18. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Wie auch 2016: Mehr Geld. Weniger Kram. Mehr Klarsicht. Und die eiserne Härte einer Margaret Thatcher in eigener Sache. Ach, und Gesundheit. Ich bin jetzt schließlich langsam in dem Alter, und mein Nacken bringt mich seit Monaten echt um.

19. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2017: Vloggen.

20. Und was jetzt? Jetzt breche ich schon mal gleich den Vorsatz, mir nichts mir vorzunehmen. Natürlich habe ich vor, das Blog aufzumöbeln und wieder regelmäßig Posts zu veröffentlichen. Vor Weihnachten wird das hier allerdings der letzte sein. Danke, dass ihr mir 2017 weiterhin hier am Strand Gesellschaft geleistet habt und feiert bitte alle ein 


HAPPY EVERYTHING 

mit schönen, friedlichen Tagen. 



NH

PS: Für die Weihnachtskarten möchte ich natürlich KEIN Porto von euch haben - wo kämen wir denn da hin?! Sie werden übrigens Mitte der Woche verschickt, wenn alles planmäßig läuft.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Follow me around 53: 45


Selfie, 29.11.2016

Schneckenpost

Die Weihnachtskarten aus meiner kleinen Schneckenpostaktion sind nun alle geschrieben und verschickt. Die Resonanz war erheblich größer, als ich erwartet hatte. Das hat mich natürlich sehr gefreut, aber ich hatte auch Sorge, dass mir irgendetwas logistisch entgleitet (und nicht nur am Ende meine Handschrift), bzw. dass ich etwas übersehe oder verwechsle. Wenn jemand von euch, die mir ihre Adresse haben zukommen lassen, bis Anfang kommender Woche aus irgendeinem Grunde keine Karte erhalten hat, dann sagt bitte einfach Bescheid - noch ist ja Zeit. : ) Ach, und an die, die mir mitteilten, ich solle sie bitte wissen lassen, ob ich ihre Adresse haben möchte, um ihnen dann eine Karte schicken zu können: Nö, will ich nicht. What the hell, ladies?!

Für die lieben Antworten, von denen ich auch bereits einige bekommen habe, möchte ich mich hier bereits schon einmal ganz herzlich bedanken. (Das tue ich auch noch persönlich, aber das wird noch ein wenig dauern.) Das gilt auch für eure vielen freundlichen und ermunternden Nachrichten, die ihr zusammen mit euren Adressen geschickt habt. Ich bin auch deshalb ausgesprochen fröhlich darüber, dass ich die Idee mit den Karten hatte, weil ich plötzlich von so vielen "stillen Mitleserinnen" gehört habe. Das war ein wirklich schönes Geburtstagsgeschenk. Und bewegend war es auch.Dafür noch einmal vielen, vielen Dank!

Gute Fragen

Und schwupp, ist es schon wieder Zeit für den alljährlichen Fragebogen. Seit 2011 fülle ich ihn nun aus - immer mit kleinen Abwandlungen. Die vorangegangenen Ergebnisse sind hier zu finden.

1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 4. 

2. Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. 

3. Haare länger oder kürzer? Gleich. Und auf dem Weg zurück zu Mausbraun.

4. Mehr Geld oder weniger? Weniger.

5. Mehr Blogleserinnen, oder weniger? Mehr.

6. Was war das beste Buch, das du 2016 gelesen hast? The Sound of a Wild Snail  eating von Elizabeth Tova Bailey.

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nichts und wieder nichts.

8. Mehr bewegt oder weniger? Weniger. Schockstarre sozusagen.

9. Die teuerste Anschaffung: Ein Notebook, weil das alte unerwartet den letzten Schnaufer getan hat. 

10. Der beste Film, den du 2016 gesehen hast: Where to Invade Next? von Michael Moore.

11. Das schönste Geschenk: Vielleicht kommt es ja noch.

13. Die meiste Zeit wo verbracht? Alles wie zuvor. Schreibtisch, Auto, Bett. Und im Keller, um auszumisten.

14. Die größte Enttäuschung: Wo anfangen?

15. Die beste Investition: Ein Einhorn-Körnerkissen mit ziemlich gereiztem Gesichtsausdruck. Wir werden uns gut verstehen.


16. Die wichtigste Erkenntnis: Ich brauche einen Mann tatsächlich so dringend wie ein Fisch ein Fahrrad.

17. Was machst du zu Weihnachten? Noch immer Kartoffelsalat, Michel in der Suppenschüssel, selbstbestellte und von Amazon liebevoll verpackte Geschenke...wieder keine Reise.

18. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Mehr Geld. Weniger Kram. Mehr Klarsicht. Und die eiserne Härte einer Margaret Thatcher in eigener Sache.

19. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2017: Urlaub. Irgendwie. Irgendwohin.

20. Und was jetzt? Jetzt bin ich offiziell Mittvierzigerin. Ich habe keine Ahnung, wie das passiert ist. Ich habe keinen blassen Schimmer, wo die Jahre geblieben sind, aber das bringt eine Orientierungslosigkeit und Verblüffung mit sich, die ich auch zu Themen des Blogs machen werde. Im kommenden Jahr werde ich mein Bloggerei wieder regelmäßiger betreiben. In den Kommentaren gab es außerdem eine Frage zum Stand des Thin Privilege Projects. Nachdem ich in letzter Zeit  immer mal wieder der irrigen Annahme aufgesessen bin, es könnte da in meiner Zukunft womöglich jemanden geben, der es bedauern würde, wenn ich meinen Körperumfang verringere, ist es nun doch mein erklärter Plan, damit weiterzumachen. Außerdem bin ich seit Beginn meiner letzten Ausräumphase bei 2140 Gegenständen angekommen. Und das ist auch längst noch nicht das Ende.

Gute Vorsätze

Ich saß in meinem Auto auf einem Parkplatz vor einem öffentlichen Schwimmbad in Hamburg-Volksdorf. Minuten zuvor war ich in eine Parklücke gefahren und kramte gerade meine sieben Sache zusammen, als einer von diesen panzerartigen Geländewagen mir gegenüber links ranfuhr und hielt. Ihm entstieg ein junger Mann mit wallendem Bart und ernster Miene. Er kam auf mich zu und klopfte an meine Beifahrerscheibe. Als ich sie verwundert herunterließ, erklärte er mir mit einer sonoren Mischung aus unterdrückter Anklage und Appell, dass ich den Parkplatz zu Unrecht besetzt hätte, denn am anderen Ende des Parkplatzes sei eine Familie mit drei kleinen Kinder in einem Kleinbus, die schon viel länger nach einem Parkplatz suchen würden als ich. Außerdem war er darüber unterrichtet, dass die Familie zum allem Überfluss auch noch in größter Eile war, weil sie nämlich auf dem Weg in den Kindergottesdienst war, der gleich beginnen sollte, und er war der Ansicht, dass ich ihnen angesichts all dieser Faktoren meinen Platz überlassen müsste.

Ich bin schließlich keine Frau mit Mann und Kindern und Kleinbus und christlichem Glauben. Und so habe ich in den Augen von  bestimmten Leuten gefälligst Platz zu machen für die, die wichtiger sind, weil sie so viel mehr gesellschaftlich anerkanntes Gedöns bei sich tragen. Ich war, bin und bleibe für immer die alleinstehende Frau im Kleinwagen. Was kann die schon Wichtiges vorhaben? Allerdings würde ich jede Wette machen, dass auch Ersatzjesus sich niemals dazu verstiegen hätte, einem männlichen Mittvierziger im, sagen wir mal Porsche Cayenne, die selbe Botschaft zu überbringen. "Frau im Kleinwagen" ist eben nicht nur ein symbolischer Status. Er wirkt sich auch immer wieder verdammt real aus.

Das Blöde ist, dass man trotz aller Antennen und Sirenen mitunter über die nassforsche Unverschämtheit der Welt so verblüfft ist, dass man es in den ersten Schrecksekunden auch nach jahrzehntelangem Training mitunter nicht schafft, sich gedanklich angemessen zurechtzurütteln und aufzubäumen. Ich war zunächst sprachlos. Und mich durchzuckte stattdessen tatsächlich ein schlechtes Gewissen. Hatte ich den Leuten womöglich ihren Platz gestohlen, ohne es zu bemerken? Ich starrte dem Bartträger erst unschlüssig hinterher, als er wieder zu seinem Auto stapfte...und dann gab ich meine Parklücke auf. Ich fuhr raus, und der Minibus fuhr rein.

Was ich hätte sagen sollen, ist natürlich dieses: "Gott ist tot. Und ich gehe jetzt schwimmen." Und das nächste Mal (und das kommt bestimmt) werde ich auch ganz genau das tun. So wahr mir die Göttin helfe.

NH