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Samstag, 2. Dezember 2023

Der Fragebogen 2023


52 Jahre (fast) und arg zerfleddert. Noch 100mal ausgelaugter zur Weihnachtszeit als sonst. Aber die Frisur sitzt. ;) #Fuck2023.
 

Ich fülle ihn seit 2011 zum Jahresende hier auf dem Blog aus. Diesmal kommen die Antworten nach einer ziemlich langen Pause. Die Fragestellung variiert von Ausgabe zu Ausgabe, aber in der Regel nicht sehr viel. Für alle, die gern vergleichen - die letzten Antworten von 2018 sind hier, von 2017 hier, von 2016 hier und die aus den Jahren davor, hier.

1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 2. 

2. Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. Und zwar sehr viel auf einmal in der zweiten Jahreshälfte. Die brachte bekanntlich die Hölle (DLDDD berichtete), die dann auf die bereits existierende Hölle gestapelt wurde.

3. Was war das beste Buch? Ich komme ja seit Jahren nicht mehr dazu zu lesen. Ich bestelle bekanntlich manchmal ein paar Bilderbücher für die Sammlung, um schöne Post bzw. ein Highlight im Geschleppe des Alltags für mich zu organisieren. 



4. Mehr Geld oder weniger? Zuletzt mehr. Single zu sein ist für mich deutlich preiswerter.

5. Mehr Blogleserinnen, oder weniger? Ihr werdet jetzt langsam mehr, seit ich im Juli den Betrieb hier wieder aufgenommen habe. Das macht mich echt froh. Das Blog war ein Anker in den letzten Monaten.

6. Was war der beste Film, den du 2023 gelesen hast? Am meisten gefreut, habe ich mich vor ein paar Stunden über das hier: The Bat, 1995. Nein, kein Witz. Ich sehe mir in letzter Zeit nur ein einfaches und harmloses Programm an, das mich weder fordert, noch groß aufregt. Humor ist mittlerweile sehr viel besser für mich als Horror. Teil meiner Überlebenstrategie waren übrigens in den letzten Monaten nachts auch vorrangig die Golden Girls. Ich kann noch immer nicht glauben, dass ich mittlerweile in ihrem Alter bin. Und so gar nicht golden. Nur zerknittert.

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nichts. Nein, auch keine nützlichen Erfahrungen mehr, die eine wachsen lassen. Ich bin offiziell ausgewachsen Ich brauche keine zusätzlichen Lektionen vom Leben. Schon gar nicht, wenn sie mich fast umbringen.

8. Mehr bewegt oder weniger? Am liebsten gar nicht. Schmerzen bei jeder Bewegung. Scheiß Schleimbeutelentzündungen.

9. Worauf bist du stolz: 2023 ist das Jahr, in dem ich endlich komplett und mit Konsequenzen begriffen habe, dass eine fleischfreie Ernährung zwar besser ist als nichts, aber dass sie im Hinblick auf Ethik und Umweltschutz nicht reicht. Ich bin stolz und vorsichtig optimistisch, dass ich den endgültigen Ausstieg aus Milchprodukten und Eiern nun zum Jahresende auch wirklich geschafft habe. Es hat lange gedauert. Ich habe viel experimentiert (und ja, mit Bio-Produkten "getrickst"). Am Ende brauchte es dann extra viel Hilfe durch Social Media Aktivismus, um das Wissen um die horrende Quälerei, die Milch und Eier mit sich bringen, komplett in Taten münden zu lassen. 

10. Die beste Idee: Ein Hotelzimmer in Frankfurt zu buchen - für die Buchmesse im kommenden Jahr. Die habe ich tatsächlich nur ein einziges Mal besucht und hatte wenig Zeit, mich richtig umzusehen, weil ich als Autorin da war. Laaang ist es her. Dann hat mir Corona zuletzt einen Strich durch den Plan gemacht. Nun muss es endlich klappen.

11. Das schönste Geschenk: Der Club der dicken Damen und all seine Mitglieder. Für nichts bin ich seit sehr langer Zeit so dankbar gewesen. Es scheint mir noch immer wie ein Wunder, dass wir uns auf so schnell und gründlich zu einem erstaunlichen Freund*innenkreis zusammengefunden haben. Ich freue mich so sehr, mit euch ins nächste Jahr gehen zu können.

12. Lieblingslied 2023: Ruin von The Pierces, My Silver Lining von First Aid Kit, Suburban House von Holly Macave (mit Lana Del Ray)

13. Die meiste Zeit wo verbracht? Gefühlt im Bett. Es ging nicht mehr anders.

14. Die größte Enttäuschung: ...war nur wieder noch eine Enttäuschung.

15. Die beste Investition: Eine große Magnettafel, auf der ich den Plot meines angestrebten Romans so richtig schön übersichtlich entwerfen kann.

16. Die wichtigste Erkenntnis: Es ist möglich, neue gute Freund*innen zu finden.

17. Wie verbringst du Weihnachten? Allein mit den Katzen, mit dem Kartoffelsalat meiner Mutter und Michel in der Suppenschüssel. Vielleicht fahre ich ein, zwei Tage vorher nach Berlin, an einen paradiesischen Ort: zu Hennwack, dem größten Antiquariat, das ich kenne.

18. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Genugtuung. Aufmerksamkeit. Und Flow.

19. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2024: Siehe oben. Plus mehr Geld. Und schmerzfreies Laufen.

20. Und was jetzt? Atmen. Und Schritt für Schritt voran. Irgendwo hier habe ich schon einmal den Wahlspruch einer meiner früheren Therapeutinnen verkündet: Das Leben ist Kampf. Ich habe wieder vor, ihn irgendwie zu gewinnen. Ein wenig fühlt es sich jetzt so an, als hätte ich genug sediert herumgesessen und geschlafen. Aber Rückfälle sind nicht ausgeschlossen. Ich wünsche uns allen, die es brauchen können, wie im letzten Fragebogen von 2018, Nerven aus Stahl und Kraft, die zum Durchhalten reicht. 


HAPPY EVERYTHING!


Donnerstag, 9. Dezember 2021

Das Ende

 




Corbinian ist tot.

Ich musste ihn einschläfern lassen. Zwischen dem Augenblick, an dem ich begriff, dass irgendetwas nicht stimmt und seiner Einäscherung lagen ungefähr vier Wochen. Er hatte Krebs und ist nur 11 Jahre alt geworden. Nun ist Tippi allein. Mal wieder. Sie ist noch nicht einmal zwei Jahre auf der Welt, aber hat bereits drei maßgebliche Abschiede hinter sich - von ihrer Mutter und den Geschwistern, von einer Mitkatze, die Teil ihrer ersten Menschenfamilie war -  und jetzt ist ihr nach nicht einmal 10 Monaten ihr großer, dicker Freund aus heiterem Himmel weggestorben. Die beiden waren ein sagenhaftes Team. Sie hat ihn aufgemischt und er hat mit großer Freude, Geduld und angemessener Achtsamkeit mit ihr gerangelt - und seine Lieblingsplätze und Dreamies mit ihr geteilt. Seine Abwesenheit ist täglich ein Schock. 




Dieses ist der zweite und letzte Blogeintrag in diesem Jahr. Es war auch so ziemlich schauerlich, aber, wie durch das Ableben des Katers erneut bewiesen, geht es immer noch ein wenig bescheuerter.

In ein paar Tagen werde ich 50. Ein halbes Jahrhundert dahin. Egal, wie sehr ich mich anstrenge, es fühlt sich nicht an, wie ein Grund zur Freude. Zuviel Ungemach schiebt sich ins Bild, wenn ich Bilanz ziehe über das Leben bis hierher. Verstellt den Blick. Was ich in fünf Jahrzehnten gelernt habe, ist, dass die Dinge sehr viel öfter schiefgehen als nicht. Komisch, wie unmöglich eine solche Prognose einer mit zwanzig vorgekommen wäre. Obwohl ich natürlich auch keine besonders fröhliche Zwanzigjährige war. Trotzdem hätte ich damals niemals glauben können, dass es eigentlich kein Gewinnen gibt. Ich habe, genau genommen, sogar verdammt lange damit gerechnet, dass noch alles wirklich gut wird. 

Aber überlebt. Zumindest das. 

Der Fragebogen zum Jahresende entfällt natürlich - bis auf die folgende Playlist der von mir meistgehörten Lieder. 


Danger Dan - Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt



Vermutlich könnte frau bei zwei Beiträgen pro Jahr auch von einem Ende des Blogs sprechen. Tatsächlich hätte ich genug Wut und Ärger für zehn Blogs. Zusätzlich habe ich seit Ewigkeiten Pläne für die Gründung eines Clubs der dicken Damen. Aber genug Energie habe ich dafür gerade nicht. Und wenn frau es genau betrachtet, auch nicht mehr genug Inhalte. Es gibt im Grunde nichts Neues zu sagen. Denn es ändert sich ja auch nichts. Irgendwann erwischt es uns wohl alle, die Motivation kracht in den Keller und zwar auf Nimmerwiedersehen - feministische Fettakzeptanz war nun einmal noch nie ein lohnendes Thema, wenn frau eigentlich gern beliebt und erfolgreich oder auch einfach nur im Ansatz wirksam wäre. Mit großer Verblüffung verfolge ich die Instagram-Posts von Kate Harding. Sie war eine meiner Heldinnen auf meiner Reise zur Selbstakzeptanz. Heute: Fotos von ihrem Hund. Und sonst kaum noch etwas.

Kommt gut in 2022 an.

NH

Sonntag, 22. Dezember 2019

Adventsblog 5: Stille


Der Plan war ein anderer. Ich hatte vor, an jedem der Tage vom ersten bis zum zweiundzwanzigsten Dezember einen Blogpost zu verfassen. Das hat bekanntlich nicht geklappt. Der Stichtag war gestern (gerade ist Mitternacht), und das hier ist nur Blogpost Nummer fünf. 

Ich habe es indessen gerade noch hinbekommen, meine Küche von den Geschirrbergen der letzten Wochen (nein, kein Witz) und das Schlafzimmer vom Labyrinth aus Wäsche und Gedöns zu befreien, bevor das Christkind kommt und die Hände überm Kopf zusammenschlägt. Am Ende war das Ziel bis hierher nur noch, die Feiertage nicht in totaler häuslicher Verwahrlosung zu verbringen. Ein weiterer Plan war nämlich auch, dass am 22. Dezember mein letzter Arbeitstag ist - sei es in- oder außerhäusig. Und das bis zum 6. Januar. Das werde ich nicht ganz hinbekommen, aber ich habe beschlossen, mich, egal wie oder was, zumindest weitgehend an diesen Teil der Planung zu halten.

Und so ist nun hier auf dem Blog, aber auch sonst alles Mögliche aufgeschoben. Das Programm lautet essen, rumsitzen und zu schlafen, wenn einer danach ist. Und im Augenblick kann ich mir gar nicht vorstellen, dass mir jemals wieder nach etwas anderem sein könnte.

Aufgeschoben sind also auch die Kellervideos und Rezensionen, die hier halbfertig herumliegen. Ich habe Geschichten über Unsichtbarkeit, Aktivismusmüdigkeit, höllische Nachbarschaft und natürlich Entrümpelung - alle im Entwurfsstadium und nun alle verschoben ins nächste Jahr. Wenigstens ist der Keller fertig. Und nach quasi Jahrzehnten des Aussortierens habe ich 2019 noch einmal gut 750 Gegenstände aus meinem Haushalt geworfen. Darauf bin ich immerhin stolz. Abgesehen von einem Stapel überflüssiger aber mächtig bunter Kissen, über die (am besten in den kommenden Tagen) noch Entscheidungen gefällt werden müssen, habe ich den Kampf gegen die Dinge für beendet erklärt. Und übrigens auch für gewonnen. Das bedeutet nicht, dass meine Wohnung leer ist. Sie ist jetzt nur so organisiert, reduziert und handhabbar, dass ich nicht pausenlos an der Aufgabe meiner Selbstorganisation verzweifle - und das war sie vorher definitiv nicht. Bis vor ein paar Tagen noch nicht. 

2020 kommen nun andere Dinge dran. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, WAS sie sind.

Habt alle einen guten Jahresausklang - wir sehen uns (hoffentlich) auf der anderen Seite wieder. Da soll es schließlich Kekse geben. ; )

HAPPY EVERYTHING!

NH

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Follow me around 38: Was vom Jahr übrig blieb


Presseschau

Was ich wirklich bedauere ist, dass die Business Vogue nicht mehr regelmäßig, sondern nur noch gelegentlich als Beilage zum eigentlichen Magazin erscheint. Ich sehe mir halt so gern Kostüme, Designer-Aktentaschen und Zeitplaner aus Schlangenleder an. Sie ergänzen mein ideales Selbstbild vermutlich einfach mehr als alles andere. In der letzten Ausgabe gab es natürlich auch Modestrecken, und ich habe das Bild oben ausgeschnitten und in mein Scrapbook geklebt, weil es mir besonders gefiel... aus vielen verschiedenen Gründen. Dass dieses Model ganz offensichtlich keine Mustergröße 34/36 trägt, habe ich zunächst gar nicht registriert. Streng genommen und insbesondere gemessen an Vogue-Standards handelt es sich bei ihr um ein geradezu fleischiges Plus-Size- Model. Als ich das Foto ausschnitt, fiel mir nichts Ungewöhnliches mehr auf - in meinem Kopf ist "nicht dünn und Model" offenbar nichts mehr, worüber ich gedanklich grundsätzlich stolpere. Und ich habe auch deshalb zunächst nichts gemerkt, weil mit keinem Wort in Über- oder Unterschrift darauf hingewiesen wurde. Bei den Fotos ging es nicht explizit um Mode für große Größen. Die Business Vogue steckt einfach ein runderes Mädchen (und lass sie nicht mehr als eine 38 sein) in Fotos und verliert kein Wort mehr darüber. So, als wäre das schlicht normal. ; ) Damit schafft sie das, was die Brigitte nicht einmal vollbracht hat, als sie sich, statt mit Models, mit "normalen Frauen" abgemüht hat. Wow.

Und wo wir sie gerade erwähnt haben: Der Artikel über Adele auf Seite 85 der Brigitte 25/2015 besteht aus rund 340 Wörtern. In ungefähr 120 davon (also einem guten Drittel) geht es darum, dass Adele die Spielregeln der Unterhaltungsindustrie vor allem dadurch bricht, dass sie sich weigert "ihr Übergewicht zu bekämpfen". Besonders vielsagend dürfte diese Zeile sein: "Auch Adele hat ein schönes Gesicht, aber..."

Die Wahrheit

Während mein nächtliches, einsames Turnen bei McFit ja ganz erfreulich war, ist die Werbung des Unternehmens regelrecht beängstigend (und) unoriginell - bis auf den Slogan "Mach dich wahr". Der wiederum ist auf verstörende Weise faszinierend. Und jeder Dicken in seiner Bedeutung und Reichweite nur zu vertraut. Da ist doch bekanntlich eine dünne Frau in jeder von uns. Eine, die im Gefängnis unserer Unzulänglichkeit festsitzt, und viel gesünder, schöner und erfolgreicher, kurz viel besser und wertvoller ist als wir. Denn wir sind nicht unser wahres Ich. Dick existieren wir in der Tat nur bedingt. Immerhin wird unsere Existenzberechtigung medial und gesellschaftlich immerzu und überall in Frage gestellt. Erst durch die Anpassung des Körpers an herrschende Körpernormen beginnt das wahre, weil gute und legitime Leben. Davor gibt es nichts bis auf das muffige Wartezimmer des Universums. Allein darum darf ich nicht vergessen, meine Mitgliedschaft auch wieder rechtzeitig zu kündigen.

In Eile

Und dann war da ja noch das Speed Dating am Sonntag in der Gecko-Bar, unter deren Kuppel auf staubigen Vorsprüngen irgendwie zerfleddert wirkende, aber dafür lebensgroße Actionfiguren und Dinosaurier im Kunstschilf lauern.

Das Dating war bereits zweimal verschoben worden und am fraglichen Nachmittag sowohl auf Frauen- als auch Männerseite eine veritable Seniorenveranstaltung. Angemeldet hatte ich mich gezwungenermaßen für die Altersgruppe 40 bis 54. Nur einer der 7 Männer, die auftauchten, lag tatsächlich innerhalb dieser Spanne, der Rest zum Teil deutlich darüber. Ein 72jähriger Taxifahrer seufzte, dass ich doch viel zu jung sei. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, mir in den 7 Minuten unseres "Dates" nuschelnd seine gesamte Lebensgeschichte zu unterbreiten. Ich saß da und nickte. Das war übrigens in der Mehrzahl der Unterhaltungen komplett ausreichend - die alten Herren interessierte wenig, und wenn ich mit Absicht aufhörte, die Unterhaltung durch knappe Nachfragen am Leben zu erhalten, erstarb sie tatsächlich auch immer wieder und wir saßen uns schweigend gegenüber.

Am Ende bin ich dann allerdings doch noch in meine ganz eigene Episode von "Bauer sucht Frau" katapultiert worden. Um herauszufinden, ob irgendeiner der Gesprächspartner eine gern noch einmal treffen würde, muss frau im Internet selbst auch ankreuzen, dass sie von diesem oder jenem gern die Kontaktdaten hätte. Vom Forscherinnendrang getrieben habe ich die Kontaktdaten der drei Männer angefordert, mit denen ich ein erneutes Treffen und einen kurzen Kaffee ziemlich sicher überstehen würde, sollten sich hier Übereinstimmungen ergeben. Von diesen hatte einer mich ebenfalls ausgewählt, bekam so vom System meine Telefonnummer und rief dann auch noch an. Nun habe ich also gleich am zweiten Tag des neuen Jahres eine Verabredung mit einem 56jährigen Landwirt (zu seinem Beruf waren wir in den sieben Minuten in der Bar gar nicht gekommen), der, der Natur seiner Profession gemäß, gar nicht in Hamburg, sondern sehr, sehr weit davon entfernt in der Pampa wohnt. Speed Dating: Hiermit erledigt. Im nächsten Jahr binde ich mir nicht mehr offenen Auges nur aus Neugier, verirrter Hoffnung und/oder Höflichkeit irgendwelche abwegigen Begegnungen ans Bein. Jedenfalls ist das einer meiner vielen guten Vorsätze.

Zu guter Letzt hier noch einmal mein Tipp für alle, denen bis jetzt eine zündende Idee für den Jahreswechsel fehlt.

Prost!

NH

Samstag, 12. Dezember 2015

Fragen über Fragen



Der Fragebogen zum Rückblick auf das Jahr ist seit 2011 hier eine Tradition. Die ursprüngliche Version habe ich von Shushan übernommen, die aber leider im Internet wohl nicht mehr da wohnt, wo ich sie einst traf... Ihn jedes Jahr neu auszufüllen eröffnet einem aufschlussreiche Einblicke in die persönliche Entwicklung. Das ist nicht immer lustig, aber interessant. Die Fragebögen der vorangegangenen Jahre gibt es hier: 

2014       2013

2012       2011


1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? Na, ich sag mal 5 bis 6. Es hat sich eben alles auch schon mal noch schlechter angefühlt.

2. Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen. 

3. Haare länger oder kürzer? Gleich. Dafür neublond.

4. Mehr Kohle oder weniger? No comment.

5. Mehr Blogleserinnen, oder weniger? Mehr.

6. Was war das beste Buch, das du 2015 gelesen hast? Such A Pretty Face von Marcia Millman. Und obendrein das beste Buch über das persönliche Drama, als dicke Frau in einer fettphobischen Welt zu existieren, das ich je gelesen habe. Von 1980.

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Wieder nichts. Aber auch wenig um Glück gespielt.

8. Mehr bewegt oder weniger? Mehr. Vor allem Rad gefahren - im Wohnzimmer.

9. Die teuerste Anschaffung: Augencreme. Von Chanel. Glaube ich.

10. Die größte Überraschung: Es gibt vegane Schokolade, die wirklich gut (genug) ist. (iChoc)

11. Das schönste Geschenk: Eine afghanische Festtafel. : )

13. Die meiste Zeit verbracht wo? Schreibtisch und Auto. Auto und Schreibtisch. Bett.

14. Die größte Enttäuschung: Keiner will mit mir spielen.

15. Die besten Investitionen: Molly Bretts Bilderbücher im Antiquariat. Warum ich nicht viel eher darauf gekommen bin, dass die vermutlich alle, alle, alle im Internet zu bekommen sind... Wer weiß, vielleicht stellt sich noch heraus, dass die Anmeldung im Fitnessstudio die beste Investition war.



16. Die wichtigste Erkenntnis: Ich finde, ich habe genug gelernt. Ich will nichts mehr lernen. Ich will vor allem von allen weiteren Lebenslektionen verschont bleiben - besonders dann, wenn sie nur wieder zusätzliche Gemütsschwere und Grübelei mit sich bringen. Und das tun sie meistens, sonst würde man ja nichts daraus lernen.

17. Was machst du zu Weihnachten? Alles wie immer in den letzten Jahren: Kartoffelsalat, Michel in der Suppenschüssel (in Ermangelung eines Fernsehers auf DVD), selbstbestellte und von Amazon liebevoll verpackte Geschenke...

18. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Ach, fast mag man es nicht mehr sagen. Gesundheit vielleicht. Für den Kater und mich. Und vielleicht eine 
Buchveröffentlichung.

19. Was ist dein wichtigstes Ziel für 2016: Unbedingte Selbstfürsorge.

20. Und was jetzt? Was weiß denn ich? Schlafen oder so. Hab ich schon erwähnt, dass ich es bei "Nibblers" bereits bis zu Level 300 geschafft habe?

NH