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Freitag, 15. Dezember 2023

Letzte Durchsage (für 2023)

DAS 5. TREFFEN DES CLUBS DER DICKEN DAMEN

Das Treffen findet am 29.12.2023 um 19:00 auf Skype statt. Jede*r kann sich anmelden und dazukommen - schreibt einfach eine Mail an office(at)nicola-hinz.com. Zukünftig werden die Ankündigungen der Treffen unter dem Tab "Club" zu finden sein.

WEIHNACHTSPOST

An alle, die eine wollten, ist nun eine Karte per Snail Mail unterwegs. Wobei Snail Mail von Jahr zu Jahr wörtlicher zu nehmen ist. Wenn sie nicht (oder nicht pünktlich) ankommt, entschuldige ich mich ausdrücklich, aber der Service der Post ist wirklich unglaublich unzuverlässig geworden. Dauernd geht etwas verloren oder braucht länger als eine Urlaubskarte aus den USA in den Siebzigern. 

DAS CLUB-FORUM

Wie es scheint, wird das Forum, das ich zur Gründung des Clubs eröffnet habe, nicht genutzt. Ich überlege, es zu schließen. Irgendwelche Gegenstimmen? :)


NH

Dienstag, 24. Oktober 2023

NEUES VOM CLUB!

 

ACHTUNG! ACHTUNG! ACHTUNG!

Das 3. Treffen des

CLUBS DER DICKEN DAMEN

findet an diesem Wochenende außerplanmäßig NICHT am Samstag, sondern

AM SONNTAG, DEM 29.10.2023

UM 18:30 UHR

auf Skype statt!

Das Motto ist nach wie vor „Und wie geht es dir so?“. Wir reden über alles, was uns gerade so beschäftigt – gut oder schlecht. Wir sind auch - das hat sich in den beiden ersten Sitzungen schnell gezeigt - ein echter solidarischer und offener Safe Space. Jede*r kann sich trauen. : )

Wir planen außerdem ein Adventstreffen im „wahren Leben“. Ob das klappt, werden wir wohl am Sonntag weiter besprechen.

Wir freuen uns, wie gesagt, auch immer weiter über neue Gesichter. Meldet euch einfach bei mir (an):

office(at)nicola-hinz.com

 

PS: Mitglieder des Clubs der dicken Damen, der aus der Leser*innenschaft des Blogs "Das Lied der dicken Dame" hervorgegangen ist, treffen sich einmal im Monat, um sich über Persönliches auszutauschen. Es ist nicht notwendig, dick oder Dame zu sein, um sich hier anzuschließen, aber es gibt klare Grundsätze, gegen die nicht verstoßen werden darf: Dieses ist ein feministischer und antifaschistischer Club und es herrscht eine Zero-Tolerance-Policy im Hinblick auf Sexismus, Homophobie, Transphobie, Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungstheorien sowie sonstige Schwurbelei.

Sonntag, 1. Oktober 2023

Noch eine Durchsage: 3. Treffen des Clubs der dicken Damen

Ich freue mich wie wahnsinnig, dieses berichten zu können: der Gesprächskreis des Clubs der dicken Damen is going strong - auch nach dem zweiten Treffen und somit freuen wir uns jetzt auf ein drittes!

Das findet wieder am vierten Samstag des Monats um 19:00 Uhr statt und ist weiterhin offen für alle interessierten dicken Damen, auch natürlich die, die uns gerne mal "ausprobieren" möchten.

Teilnehmer*innen müssen übrigens weder Dame noch dick sein, aber sie sollten sich klar mit den Grundsätzen, die auch im Forum vermerkt sind, identifizieren. : )* 

Wo ich gerade über das Forum rede - da ist wirklich so gut wie nichts los und es stellt sich die Frage, ob wir es überhaupt noch benötigen, da die Ankündigungen hier und auf Instagram zu finden sind und der persönliche Austausch hauptsächlich über Skype und Chat passiert.


Das dritte Treffen des

Clubs der dicken Damen 

findet am

28.10.2023

wieder unter dem Motto

„Und wie geht es dir so?“

um 19:00 auf Skype 

statt.

Wir würden uns bis dahin wieder über Anmeldungen freuen, und zwar unter 

office(at)nicola-hinz.com

*Mitglieder des Clubs der dicken Damen, der aus der Leser*innenschaft des Blogs "Das Lied der dicken Dame" hervorgegangen ist, treffen sich einmal im Monat, um sich über Persönliches auszutauschen. Es ist nicht notwendig, dick oder Dame zu sein, um sich hier anzuschließen, aber es gibt klare Grundsätze, gegen die nicht verstoßen werden darf: Dieses ist ein feministischer und antifaschistischer Club und es herrscht eine Zero-Tolerance-Policy im Hinblick auf Sexismus, Homophobie, Transphobie, Rassismus, Antisemitismus, Verschwörungstheorien sowie sonstige Schwurbelei.


NH

Sonntag, 9. Juli 2023

Und wie geht es dir so?


Am Samstagabend war ich so verzweifelt und allein, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben versucht habe, bei der Telefonseelsorge anzurufen. Spoiler: Ich habe es kurz nach Mitternacht und dutzenden Versuchen geschafft. Zuvor war stundenlang kein Durchkommen. Eine merkwürdig strenge (vermutlich soll sie nur neutral wirken) Stimme teilte mir immer wieder mit, dass alle im Gespräch seien und mein Anruf deshalb jetzt nicht angenommen werden könne. Was sie mir nicht mitgab, war der Hinweis, dass ich besser den Notruf oder die Polizei anrufen solle, bevor ich mich aus dem Fenster stürze. Das war ernüchternd und beunruhigend. Die Hotline reicht ganz offensichtlich nicht aus, um Menschen in akuter Not beizustehen. Denn am Ende des Abends kann es zu spät sein. Dass das zermürbende Warten Verzweifelten erheblich zuzusetzen vermag, kann frau im Internet in Erfahrungsberichten nachlesen.

Allerdings scheint die Telefonseelsorge so ziemlich das einzige Angebot dieser Art zu sein, das existiert. Überall, wo im Internet Suizid-Notfallhilfe draufsteht, sind die Nummern der Telefonseelsorge drin. Was dann allerdings nach der kühlen Bandansage immer folgte, war noch zusätzlich verstörend: Nach der Aufnahme erklingt dann das quäkende „Kein-Anschluss-unter-dieser-Nummer“-Zeichen. Bis die*der Hilfesuchende auflegt. Ob sich irgendwer bei der offenbar kirchlichen Veranstaltung der Ironie bewusst ist, wage ich zu bezweifeln. Dass das für Ratsuchende in gefühlt ausweglosen Situationen leicht wie eine Ohrfeige wirken kann, scheint dort auch keinem*r bewusst zu sein. Im Anschluss versuchte ich, mich für die Seelsorge per Chat zu registrieren und landete auf einer Liste mit zehn Terminen. Der letzte davon war bereits am Dienstag um 20:30 Uhr. Und alle Termine waren eh schon vergeben.

Wie immer, wenn ich im Leben versuche, irgendwo adäquate Hilfe für mich selbst oder andere zu bekommen (bei Behörden, Ärzt*innen, Tierheimen, Polizei etc.) und dabei fast immer scheitere, verwandelt sich Sorge nach und nach in Ärger und Fassungslosigkeit. Das ist ein Nebeneffekt, für den ich vielleicht dankbar sein sollte, weil er mich wieder aufpeppt und in Kampfposition bringt, aber…ganz ehrlich Leute, so geht das doch nicht. Was soll das? Bei angeblich 7700 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die laut Angabe auf der Website dazu verpflichtet sind, im Monat 15 Stunden für die Telefonseelsorge zu arbeiten, haben die am Wochenende ganze 10 Chat-Termine zu vergeben? Was läuft da schief? Und wieso überlasse ich eine so wichtige gesellschaftliche und in bestimmten Fällen lebensnotwichtige Aufgabe überhaupt einem kirchlichen Verein? Wieso ist das nicht staatlich, gut finanziert und ordentlich ausgebaut?

Der Herr, der schließlich abnahm, war in der Hauptsache freundlich und hatte definitiv etwas Beruhigendes. Ich glaube, dass er einem lebensmüden Menschen den Interventionspunkt bieten könnte, der den rollenden Zug erst einmal stoppt. So weit so gut. Ich sagte am Anfang überrascht, ich hätte gar nicht mehr damit gerechnet, noch mit jemandem sprechen zu können. Er sagte, er würde sich dafür nicht entschuldigen. Und ich dachte, das ist mal ein echt unangebracht konfrontativer Einstieg, aber zum Glück kriegten wir das noch umgebogen. Dann versuchte er es im Laufe der Unterhaltung mit praktischen Tipps, wo ich mir Rat holen könnte. Ich hörte mich sagen: „Ja, ja.“ Und dann wollte er mich am Ende als Mitarbeiterin für die Telefonseelsorge rekrutieren…gelacht haben wir auch ein wenig.

Die App der Telefonseelsorge habe ich mir dann auch noch runtergeladen. Entweder bin ich zu blöd, oder aber das Produkt ist schon wieder viel zu hakelig, buglastig und inhaltsleer, als dass ich erkennen könnte, was ich damit machen soll, damit es mir besser geht. Ich habe bei der Navigation nur geflucht. Und mich noch mehr gewundert.

Warum habe ich überhaupt bei der Telefonseelsorge angerufen?

Weil es mir mies ging. Das passiert. Und in den letzten Jahren immer öfter. Das miese Gefühl wächst zu einer überwältigenden und komplett unübersichtlichen Flutwelle und es ist, als würde frau in der Tat gleich im Chaos der Sorgen und Beschwernisse erdrückt werden.

Ich habe gesundheitliche Befürchtungen und fühle mich oft medizinisch nicht besonders gut versorgt. Allein der Versuch, als Neupatient*in irgendeiner Fachärztinnenpraxis aufgenommen zu werden…don’t get me started. Gefühle wirtschaftlicher Instabilität und Statusangst sind seit Beginn meiner Berufstätigkeit vor knapp 30 Jahren meine ständige Begleitung. Zahlreiche Lebensträume sind über die Jahrzehnte evaporiert und haben einer wabernden Bitterkeit immer mehr Platz gemacht. Hinzu kommt, dass ich ohnehin in meinen Werkseinstellungen eher motzig und nicht besonders fröhlich bin. Ich bin empfindlich und anspruchsvoll.

Und allein.

Das hat sich so ergeben – aus einer Mischung aus Persönlichkeit und Lebensumständen. Auf der Liste meiner WhatsApp-Kontakte gibt es nur zwei private. Wenn ich eine Party feiern wollte, wüsste ich nicht, wen ich überhaupt einladen soll. Und dass eine Partnerschaft eine*n nicht unbedingt davor bewahrt, sich allein und verloren zu führen, dürfte so ziemlich jeder Frau in mittleren Jahren klar sein. Dass eine Partnerschaft diese Gefühle auch gern erst erzeugt, liegt ebenso auf der Hand. Der Herr von der Telefonseelsorge sagte mir, dass sich dort mindestens 50% aller Anrufer*innen wegen akuter Einsamkeit meldeten. Die Mehrheit der Anrufenden ist weiblich.

Und wie geht es dir so?

Ich plane ja schon so lange, einen Club der dicken Damen zu gründen. Nun nehme ich diesen persönlichen Tiefpunkt zum Anlass. Das ist vielleicht nicht furchtbar elegant, aber dass sich einige Leser*innen hier am Strand ebenfalls mitunter einsam und ungesehen fühlen, scheint mir sicher. Mir schwebt ein Platz zum Quatschen vor, ein Ort, an dem frau einfach was loswerden kann – Schlechtes oder Gutes. Ein Netz aus Unterstützer*innen und Zuhörer*innen. Mit einem Forum und einem regelmäßigen Online-Treffen. Im Grunde eher ein „Und-wie-geht-es-dir-so?“-Club.

Die Frage ist nun: Wärt Ihr interessiert? 

(E-mail, Kontaktformular oder Kommentare sind natürlich alle gleich gut geeignet für Feedback. : ))

office(at)nicola-hinz.com

NH