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Sonntag, 15. Mai 2016

Follow me around 46: Hohe Erwartungen


Philosophenturm Uni Hamburg

Ich bin müde, müde, müde. 

Im Philosophenturm der Uni Hamburg habe ich einst studiert - tatsächlich u.a. auch Philosophie. Am Donnerstagabend war ich nach Jahren mal wieder auf dem Campus, um an all den schwarzen Brettern meine Flyer aufzuhängen. Ein merkwürdiges Gefühl. So war das bekanntlich nicht gedacht - dass ich mich in mittleren Jahren Studenten mit selbstgedruckter Werbung als preiswerte Korrekturleserin anbiete. Im Moment läuft es aber nun einmal so. Im Augenblick gilt es, sich irgendwie über Wasser zu halten. Darum mache ich neuerdings ja auch hier unverdrossen und schamlos Werbung: Wenn jemand Übersetzungen, Korrekturen oder insbesondere Englischunterricht benötigt - ich helfe gern. : )

In einem vorherigen Beitrag hatte ich erwähnt, dass ich mich auf eine IHK-Prüfung vorbereite. Tatsächlich gehe ich auch zur Schule und befinde mich mitten in einem Vorbereitungsprogramm zur Psychotherapeutin HP ("kleiner Heilpraktiker"). Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Also, das Pauken und die Prüfungsvorbereitung. Die Schulbank zu drücken, gefällt mir eigentlich wirklich gut. Ich finde es toll, auch mal nicht vorne zu stehen. Trotzdem steigt die Panik wöchentlich mit der Menge des Stoffes. Und über die schieren Ängste im Hinblick auf die Mühen einer eventuellen Praxiseröffnung will ich hier gar nicht erst reden. Obwohl ich natürlich schon weiß, worauf ich mich spezialisieren werde (Selbstakzeptanz und Essstörungen) und meine Dienste als Zuhörerin und Unterstützerin auch schon jetzt, sozusagen zu Übungszwecken, anbiete. Also auch Versuchskaninchen zahlen weniger.

Dann ist da noch der neue Kater.



Er tat genau das, was fast alle anderen Katzen in meinem Leben getan haben. Er fand den Weg zu meiner Terrassentür und zog ein. Er war komplett ausgehungert, zerstochen von Flöhen und Zecken und forderte lauthals jammernd und verzweifelt ein ruhiges Plätzchen sowie etwas Zuwendung. Er lief mir im Garten kreuz und quer hinterher wie ein Hund und kannte sich sofort bestens aus mit Katzenkorb, Katzenklo und Kratzbaum - nur mit Corbinian läuft es nicht so gut. Da will der Neue schlicht nicht begreifen, dass er besser einen Bogen machen sollte, und weil das so ist, ist Corbinian gestresst und kommt nun oft stundenlang nicht mehr von selbst nach Haus, sondern lässt sich regelmäßig von mir aus dem Garten abholen. Das ist ihm offenbar irgendwie sicherer. Wenn er in der Wohnung auf den neuen Mitbewohner trifft, kommt es in der Regel zu kleinen bis mittelschweren Fauchereien - nicht immer, aber immer mal wieder. Die Tatsche, dass der Kater Stress hat, stresst selbstverständlich auch mich. Und zwar wahnsinnig. Es scheint mir alles fürchterlich unfair, schließlich war Corbinian zuerst da. Und ich überlege, ob ich dem Neuen vielleicht doch woanders ein gutes Zuhause verschaffen könnte/sollte. Aber auch der Gedanke daran, ihn wegzugeben, erfüllt mich mit vorauseilendem Bedauern und mit Schuldgefühlen. Wenn der rote Kater bleibt, wird er Gustav heißen.

Nebenan schleppen sich die Bauarbeiten so dahin. Was seit letzter Woche aber immer ohne nennenswerte Unterbrechung läuft, ist das Radio. Dummerweise haben die Betreiber der Freilichtdisco (die Bauarbeiter) einen scheiß Musikgeschmack. Als heute "Ein bisschen Frieden" durch die Straße hallte, dachte ich für einen Moment, das Ende meiner Zündschnur sei erreicht. War sie nicht. Das kommt dann aber noch - ich kann es spüren. Irgendwann werde ich vor Wut über den ganzen Lärm und Dreck anfangen, so zu kochen, wie mein Computer.

Jepp, in einer wirtschaftlich zutiefst angespannten Situation gibt mein wichtigstes Arbeitsmittel nun beinahe täglich wegen Überhitzung den Geist auf, und steht neuerdings auf vier kleinen Füßchen, damit die Luft darunter besser zirkulieren kann. Es bleibt spannend, ob die Maschine und ich es gerade noch schaffen, über die  Ziellinie zu humpeln, oder ob wir vorher zusammen im Chaos versinken werden.

Was das Aussortieren angeht, bin ich jetzt übrigens bei 387 Gegenständen angelangt.

Während ich all dieses erzähle, denke ich, dass ich das vielleicht gar nicht sollte. Insbesondere nach der Veröffentlichung meines letzten Vlogs und des Monologs über Online Dating und enttäuschte Liebe hatte ich das bisher eher seltene Gefühl, mich womöglich doch zu sehr ausgeliefert zu haben, und dass es vielleicht in Zukunft womöglich gesünder wäre, mein Innenleben weniger im Außen zu verbreiten. Man muss nämlich nicht nur regelmäßig die eine oder andere unangemessene Reaktionen aushalten, sondern vor allem auch das mögliche Schweigen. Bloß weil man sich entscheidet, seine Seele ins Schaufenster zu legen, hat man keinen Anspruch darauf, dass andere sich die Nase am Glas platt drücken, um sie zu sehen. Es kann sein, dass sie gar nicht von besonders großem Interesse ist, egal wie sehr sie glüht. Und so kann es offenbar auch passieren, dass von tausend Menschen, die einen Blogpost über ein Video lesen, nur ein paar das Video auch wirklich ansehen. Es ist ein Rätsel, aber ich habe das Gefühl, ich will die Lösung auch gar nicht unbedingt wissen.

Und so werde ich mich zukünftig wieder und noch sehr viel mehr auf die Betrachtung und Analyse von medialem Fatshaming konzentrieren. Ein besonders ärgerliches Beispiel fand ich dann auch vor ein paar Tagen in einer Broschüre, die in meiner hamburger Bücherhalle (aber auch an der Uni quasi stapelweise) auslag: "Vegan - Die gesündeste Ernährung" herausgegeben vom Mediziner Ernst Walter Henrich.

Henrich unterspritzt beruflich offenbar Falten, betreibt eine Stiftung, die in Spanien eine Art Gnadenhof unterhält, hatte einen veganen Hund, der mit neunzehn Jahren verstarb und ist mittlerweile berühmt für seine Militanz, die ihn immer wieder, und auch in besagter Broschüre, dazu verleitet, die Haltung von Nutztieren mit dem Holocaust gleichzusetzen. Auf Seite 4 und 17 finden sich zwei Abbildungen. Ich werde sie hier nicht zeigen, aber auf der Homepage von Henrich (die ich nicht verlinke) sind sie auch zu sehen: Die eine stellt einen schlanken, nackten männlichen Oberkörper mit stark definierten Bauchmuskeln und einem Apfel in den Händen einem dicken, ebenfalls nackten und männlichen Bauch gegenüber, dem die Hose fast platzt und der einen Hamburger in der Hand hat. Die zweite stellt dem Portrait eines Mannes mit ketchup- oder impliziert blutverschmiertem Doppelkinn ein schwarzes, weinendes Kind mit einem Hungerbauch gegenüber. Ich schrieb dem Autor die folgende Nachricht:

Hallo Herr Henrich,
ich finde das Fatshaming, das Sie mit Ihren beiden zentralen Abbildungen auf der Homepage und in der Broschüre (S. 4 und inbesondere S. 17) betreiben, unerträglich. Offenbar nehmen Sie es mit der Menschenwürde aller Menschen nicht ganz so genau, wie man vielleicht erwarten dürfte.
Es gibt mittlerweile sehr viele dicke Veganer und weiterhin nur vergleichsweise wenige mit einem Sixpack. Die wahre Welt wäre hier vielleicht mal einen Blick wert. SO dürften Sie der Sache mitunter eher schaden als nützen. Und das ist obendrein ausgesprochen ärgerlich.
Mit freundlichen Grüßen
Nicola Hinz

Ich erhielt darauf die folgende Antwort:

Das ist bewusst so ausgewählt. Und es bleibt so.
Mit den besten Grüssen
Ernst Walter Henrich

Mein erklärtes Ziel ist bekanntlich, dass es nicht so bleibt. Jedenfalls nicht immer und überall.

Oh, ist es wirklich schon wieder so spät?...



NH

Dienstag, 12. April 2016

Follow me around 45: Homestory





Was ich unter meinem Computer fand

2 Blaubeeren - halb matschig, halb vertrocknet.

Das Projekt, in dreißig Tagen 500 Gegenstände aus meinem Haushalt zu entfernen, ist zunächst einmal gescheitert. Die dreißig Tage sind seit 4 Tagen vorüber, und ich bin noch immer erst bei Gegenstand Nr. 243. Ich hatte mir das Ganze leichter vorgestellt. Aber das entmutigt mich nicht wirklich, denn ich werde einfach weiter Buch darüber führen, was rausfliegt, weil es einen dazu erzieht, genau hinzusehen, wo sich die Möglichkeit jeweils ergibt, den Haushalt auszudünnen. Und irgendwann werde ich die 500 erreichen. Und vermutlich noch immer weitermachen. An einigen Stellen, vielleicht auch im Keller, den ich in den letzten Jahren Xmal aber eben in den vergangenen Wochen noch nicht ausgemistet habe, werde ich womöglich die Methode der Beraterin Marie Kondō anwenden. Beim Aussortieren rät sie dazu, in Kategorien vorzugehen und alle Mitglieder der Kategorie, die sich im Haus befinden, an einem Ort zusammenzutragen. So beginnt man die Arbeit dann mit einem Haufen aller Bücher oder aller Küchenutensilien. Der dann folgende Auftrag ist, den Haufen in einem Rutsch abzuarbeiten, indem man sich bei jedem Gegenstand fragt, ob er "einem Freude bereitet". Alles, was diesen Test nicht besteht, muss raus. Während mir das für die meisten Bereiche zu rabiat und auch nicht sehr realistisch erscheint, wäre es für die Kisten mit Weihnachtsdekoration vielleicht ganz sinnvoll.

Was ich beim Aussortieren allerdings auch immer deutlicher lerne und über mich selbst erkenne, ist, dass ein plötzlicher Verlust von Dingen oder ein deutlicher Rückgang der Vorräte (z.B. Gesichtscreme oder insbesondere Katzenfutter) tatsächlich mitunter ein regelrecht nagendes, irrationales Gefühl der Unsicherheit und sogar Armut, aber auch des Verlassenseins erzeugen kann. Darum füllen sich hier bei mir Lücken auch immer wieder so schnell. 

Andererseits habe ich einen  Horror vor "dunklen Ecken" (z.B. hinterm Klo oder unter dem Waschbecken in der Küche) und vor der Ungewissheit über die Inhalte von Behältnissen...darum auch der weiterhin andauernde Prozess, alles mit Etiketten zu versehen. 

Mitterweile bin ich zu dem Schluss gekommen, das ich schlicht ein diffiziles Gleichgewicht erreichen (noch lange nicht da) und dann erhalten muss. Und obwohl ich mich viel mit Minimalismus in der Lebensgestaltung beschäftigt habe und die Idee wirklich attraktiv finde (ich war schon vor über 10 Jahren eine begeisterte Leserin von Küstenmachers "Simplify Your Life"), ist sie vermutlich nicht gut für mich. Und ehrlich auch unmöglich.

Ebay 

...war früher besser. Da - ich hab's gesagt. Ich bin eine nörgelige Omama, und ich habe ebay echt satt, nachdem ich den Service nach Ewigkeiten mal wieder und erst seit zwei Wochen genutzt habe. Ich finde die Seite, ihre Menüpunkte, Führung und Abfolge zum Teil erstaunlich unübersichtlich, unlogisch und sie scheint technisch ohnehin oft am Rande des Zusammenbruchs vor sich hinzuschlottern. Aber vielleicht hatte ich auch nur sehr viel Pech.

Dann war da noch das Ärgernis, dass von bisher sieben Verkäufen zwei nicht zustande kamen, weil die Käufer ihre Rechnung nicht mehr bezahlt haben. Das war mir in den zehn Jahren davor noch nie passiert. Hm, moderne Zeiten...

Konsumstreik

Obwohl ich nun schon das letzte 30-Tage-Selbstoptimierungsprojekt nicht wirklich zufriedenstellend abgeschlossen habe, spiele ich mit der Idee, schon wieder eine weitere Herausforderung anzunehmen. Diesmal geht es darum, für dreißig Tage nichts zu kaufen, bzw. kein Geld für irgendetwas auszugeben, das nicht zu den fixen monatlichen Kosten (Miete, Versicherungen, etc.) gehört. Also...für fast nichts. Es ist sehr wohl zulässig, ein paar Einschränkungen zu machen, damit das Leben nicht gar zu unerträglich wird. Ich würde hier weiter Klopapier, Katzenfutter, Cola Light und Benzin auf der Einkaufsliste erlauben. 

Abgesehen davon müsste ich aber tatsächlich Vorräte aufbrauchen und verzichten. Das würde mit einer Klatsche gleich mehrere Biester erwischen. Ich sollte wirklich sparen, und würde es im Zuge dieses Experiments zwangsläufig tun. Ich muss Sachen aufbrauchen, um alte Bestände loszuwerden und mich weniger eingeengt zu fühlen, und das würde ich auf diese Weise schaffen. Außerdem käme, wenn alles glatt läuft, kein neuer Kram dazu. Und ich würde mir mal wieder vergegenwärtigen, mit wie viel weniger ich auskommen kann, wenn ich muss / es mir fest vornehme. 

Ein Hauptgrundsatz bei der Umsetzung dieses Projektes ist natürlich, dass man spontan beginnen muss. Ohne Vorbereitung und selbstverständlich ohne vorherige Hamsterkäufe für die Vorratskammer. Und darum beginne ich...jetzt.

NH


Mittwoch, 21. November 2012

Abgesang: Erkenntnisse aus dem Hartz-IV-Selbstversuch


Nachdem unser Hartz-IV-Projekt nun schon seit Ende Oktober beendet ist, wird es Zeit, ein Resümee zu ziehen. Das Ziel war bekanntlich, im Oktober in den Hatz-IV-Kategorien Nahrungsmittel, Innenausstattung, Bekleidung, Gesundheitspflege, Freizeit, Bildung, Gaststättendienstleistungen und Sonstiges mit dem Regelsatz von insgesamt €276,83 auszukommen und möglichst auch innerhalb der Abteilungen im Budget zu bleiben. Im September, unserem Vergleichsmonat mit „regulären“ Ausgaben, lagen meine Gesamtausgaben für die o.g. Kategorien bei € 1368,82. Bei Michael waren es € 1070,42. Allerdings hatte bei uns beiden jeweils eine kurze Reise den Betrag ein wenig in die Höhe getrieben.
 
 
Es ist also zu schaffen.

Zumindest für einen Monat. Aber Spaß macht es nicht, mit dem Hartz-IV-Regelsatz auskommen zu müssen. Und leicht war es nach wie vor auch nicht. Im Oktober habe ich für die Kategorien insgesamt € 274,35 ausgegeben, Michael € 277,24. Michael ist in allen Bereichen weit innerhalb des Budgets geblieben – bis auf Freizeit und Gaststättendienstleistungen. Ich lag bei den Nahrungsmitteln wieder um € 20,38 über dem Budget, bei der Innenausstattung um € 11,06 (durch die eigentlich ungeplante Anschaffung eines Woks bei IKEA), bei der Gesundheitspflege um € 1,08 und bei der Bildung um € 1,11 (durch den Kauf der Hamburger Obdachlosenzeitung Hinz&Kunzt).

Was haben wir denn nun gelernt?

Am Ende waren wir nicht einmal mehr stolz, mit dem zugeteilten Geld ausgekommen zu sein. Die Befriedigung, die sich unter Umständen nach einer erfolgreichen Fastenübung einzustellen vermag, blieb schlicht aus. Michaels Erklärung hierfür leuchtet ein: Wir haben ja auf nichts verzichtet, was potentiell einen „negativen“ Einfluss auf unsere Lebensführung hat: Zigaretten, Computerspiele, Süßigkeiten. Wir haben hauptsächlich auf Dinge verzichtet, die niemand ernsthaft für schlecht halten kann  – z.B. auf Gemüse. Und Bücher. Und Opernkarten.

Und wie steht es nun mit der Ernährung? Zweifelsohne lag das Hauptaugenmerk wieder durchgängig auf dem Budget für Nahrungsmittel. Und das lag u. a. vermutlich daran, dass man einen Schuhkauf sehr wohl aufschieben kann – besonders, wenn man weiß, dass man im kommenden Monat schon wieder in sein „normales“ Leben zurückkehren wird. Essen kann man nicht aufschieben.

Ich habe in diesem Monat, wie berichtet, konsequent von preiswerten Kohlenhydraten und Fetten gelebt. Käse, Butter, Eier, Weißbrot, Kartoffeln, Pommes, Nudeln - und dann war da ja noch die Wiederentdeckung der Gewürzgurke. Und manchmal war es eine großartige Sache, all das essen zu dürfen, was man sonst im Hinterkopf immer unter „ungesund“ abgeheftet hatte. Wie ebenfalls bereits erwähnt, habe ich bei der ganzen Aktion geringfügig, aber anhaltend abgenommen. Seit Anfang Juli, als ich begann, mich zu wiegen, habe ich bis heute nach einigen Schwankungen 6 kg verloren.

Im Gegensatz zu mir, hatte Michael den Eindruck, sich während des Experiments sogar gesünder (wenn halt auch freudloser), bzw. bewusster zu ernähren, als wenn er nicht auf das Budget achten muss, weil er normalerweise sehr viel mehr auswärts isst – auch Fast Food. Allerdings war es schwieriger, sich einzuschränken, als er gedacht hatte. Eines seiner Fazits war, dass es einfacher ist, gemeinsam arm zu sein. Als er vor Jahren zusammen mit einer Mitbewohnerin auf sehr kleinem Fuß lebte, machte das erheblich mehr Spaß als im Single-Haushalt. Ein Fernsehabend und geteilte Nudeln mit Butter sind halb so schlimm, und man muss sie auch nicht für die kommenden fünf Tage immer wieder aufwärmen.

Weder Michael noch ich haben im Oktober negative körperliche Auswirkungen oder einen Mangel an Energie wahrgenommen. Was bleibt, ist milde Verwirrung. Was ist schon gesunde Ernährung? Und wie sich Hartz-IV-Empfänger bzw. Menschen, die am Existenzminimum leben, in Ermangelung besseren Wissens ungesund überernähren und dadurch maßgeblich zur Verfettung der Nation beitragen sollen, bleibt weiterhin ein Rätsel.

In einem vorangegangen Post haben wir auch schon die Gefahr sozialer Isolation angesprochen. Wer plötzlich mit sehr knappen Ressourcen über die Runden kommen muss, lernt seine wahren Freunde kennen – so wie in vermutlich jeder Krisensituation. Michael hatte ihre volle Unterstützung im Oktober. Sie luden ihn ein, oder blieben einfach alle zusammen zum Videoabend zu Hause, um das Budget nicht weiter zu strapazieren.

In meinem Bekanntenkreis hielt man das Experiment dann doch eher für eine exzentrische Privatsache, was nicht heißen soll, dass man nicht mit haufenweise guten Ratschlägen versorgt worden wäre. Es war bemerkenswert, wie viel alle Welt plötzlich über das Leben am Existenzminimum wusste. Und wenn man der Mehrzahl dieser wohlmeinenden Berater glauben darf, dann ist es auch gar nicht schwer, mit dem Hartz-IV-Regelsatz klarzukommen. Zwar waren die meisten zunächst überrascht, wie niedrig dieser ist, aber „Möhren sind doch billig“ und „Von so einer Tüte Äpfel hat man doch lange was“ – und „Man kann ja Pizza auch selber machen“. Wir haben uns gefragt, warum viele unserer Gesprächspartner darauf bestanden, es sei leicht, mit wenig auszukommen, wenn die meisten von ihnen eigentlich absolut keine persönliche Erfahrung damit haben. Würde man nachhaken, würde man hier und da möglicherweise auf erhebliche Vorurteile gegenüber Hartz-IV-Empfängern stoßen – übergewichtige, faule, asoziale, ungepflegte, einfach gestrickte Kreaturen, die den ganzen Tag und letztendlich ihr ganzes Leben auf Kosten der Steuerzahler auf dem Sofa sitzen. Wenn „solche Leute“ es „schaffen“, mit dem Regelsatz auszukommen, dann kann es gar nicht schwer sein. Würde man außerdem ernsthaft zu dem Schluss kommen, dass Menschen, die aus was für Gründen auch immer auf Hartz IV angewiesen sind, mehr oder weniger zwangsläufig den Anschluss an die Gesellschaft verlieren (zur Erinnerung: € 1,39 für Bildung im Monat), müsste man eigentlich auch dafür sein, dass sich daran etwas ändert. Vielleicht durch eine Erhöhung der Sätze. Aber vielleicht auch durch viel mehr und viel einfühlsamere Unterstützung bei Arbeitssuche, Weiterbildung und Kinderbetreuung. Eine Gesellschaft kann nicht bestimmte Mitglieder abschreiben und erwarten, dass diese am Ende nicht Gefahr laufen, es auch selbst zu tun.

Noch kurz einen Nachtrag zum „Containern“ – im Supermarkt um die Ecke teilte man mir auf Nachfrage, ob ich mal in den Containern stöbern dürfte, mit, dass in ihren Containern nichts Verwertbares mehr sei, weil sie ihre Reste an die Tafel abgeben. Das würden ohnehin immer mehr Supermärkte in der Gegend tun. Wenn das stimmt, und davon gehe ich aus, dann ist das natürlich toll. Ich sag’s jetzt einfach: Ich war zu dem Zeitpunkt einigermaßen erleichtert, denn auf das Experiment hatte ich wirklich wenig Lust. Gedanklich bleibe ich aber trotzdem mal dran.
 
Zum Thema passend hier noch ein sehens-/lesenswerter Beitrag.


PS: Hab' ich doch gleich noch was gelernt, bzw. heute Nachmittag beim Einkaufen entschieden: Ich werde in diesem Jahr die Weihnachtskauferei und -verschenkerei ganz erheblich einschränken und stattdessen lieber eine Spende an ein oder zwei etablierte, vertrauenwürdige Projekte/Organisationen überweisen, deren Arbeit ich für wichtig halte. Auch das dürfte im Hinblick auf die Frage, wie man das den verblüfften Nicht-Beschenkten nun wieder vermittelt, abermals nicht ohne Herausforderungen sein. Ich versuch's trotzdem. Außerdem können wir da auch gleich wieder zu vybzbilds Welt schalten, denn da gibt es einen entsprechenden Hinweis auf den Buy Nothing Day.

NH

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Hühnersuppe für die Seele

Mit Hühnersuppe wird alles besser (naja, außer für das Huhn ; )), das wissen die meisten von uns vermutlich zumindest noch aus unserer Kindheit. Eins meiner Lieblingsbücher war tatsächlich „Hühnersuppe mit Reis“ von Maurice Sendak. Heiße Hühnersuppe ist die wichtigste nicht so geheime Geheimwaffe gegen Erkältung, Magenschmerzen und Liebeskummer. Vermutlich wirkt sie gleich zweimal so gut, wenn man beim Kochen die Glühwein-Saison eröffnet. Aber dazu später mehr.

Am Anfang war das Huhn, das Michael für € 1,69 erworben hat (bei Netto City übrigens). Im Folgenden hat er sein Rezept für Hühnersuppe aufgeschrieben. Die Suppe reicht für 6 bis 8 Portionen, und die Zutaten haben insgesamt ca. € 5,- gekostet.

·        Man braucht 1 Knolle Sellerie, 3 große Möhren, 1 Stange Lauch, 1 Zitrone, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Nudeln oder Reis und – natürlich - 1 Suppenhuhn. Mit diesen leckeren Zutaten kommt die Suppe komplett ohne Maggi, Suppenbrühe oder anderen Zusätze aus – sie ist also auch gesund! Überhaupt kann man die Vitamine in der frischen Suppe regelrecht schmecken! : )

·         2 Zwiebeln mit der Schale quer halbieren und in einem großen Topf in etwas Öl auf den Schnittflächen dunkelbraun anbraten

·         3 große Möhren schälen und quer halbieren

·         1 Stange Porree dritteln

·         die Sellerieknolle  schälen und achteln

·         1 Zitrone in Scheiben schneiden

·         vom Ingwer 3-4 Scheiben abschneiden

·         2 Knoblauchzehen schälen

·         das Suppenhuhn waschen

·         Möhren, Porree, 1/2 des Selleries, Zitrone, Ingwer, Knoblauch und das Huhn in den Topf geben und mit kaltem (!) Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist

·         2 EL Salz, reichlich Pfefferkörner, 1 TL Zucker, 4 Nelken, 1 Prise Zimt, 1 Lorbeerblatt, 4 Pimentkörner und 5 Wachholderbeeren dazugeben und alles zusammen einmal aufkochen (wer nicht alles im Hause hat nimmt nur was da ist und Salz, Zucker und Pfeffer)

·         Deckel drauf und auf kleinster Stufe 2 Stunden köcheln lassen. Danach durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf gießen

·         das Gemüse braucht man zwar nicht mehr für die Suppe, kann es aber vielleicht anders noch verwerten

·         das Huhn tranchieren und das weiße Fleisch klein schneiden und in die Suppe geben

·         2 Möhren und den restlichen Sellerie klein würfeln und zur Suppe geben

·         alles aufkochen und Nudeln oder Reis je nach Garzeit in der Suppe mitkochen!

Für mehr Schwung bei der Arbeit und mehr Gemütlichkeit bei der Verkostung, hat Michael für sich und den Besuch den mitgebrachten Rotwein mit Zucker, Glühfix Gewürzmischung und den restlichen Zitronenscheiben in Glühwein verwandelt. Und um noch einmal auf die Geheimwaffe zurückzukommen – mit Suppe und Glühwein stärkt man laut Michael eben wirklich nicht nur die Abwehrkräfte, sondern auch das Gemüt: „Also genau das Richtige, um die letzten Tage des Hartz IV Projekts gesund und munter durchzustehen.“

NH

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Kassensturz

Und NOCH EINMAL zur Erinnerung (eigentlich kann es ja auch gar nicht oft genug gesagt werden: Alleinstehende, die von Hartz IV leben, verfügen für die Bereiche Nahrung, Bekleidung, Wohnungseinrichtung, Gesundheitspflege, Freizeit, Bildung, Unterbringung oder Restaurants sowie Sonstiges über ein Gesamtbudget von € 276,83*. Michael, mein „Sparcoach“, und ich haben im September nicht  wirklich sonderlich sparsam gelebt, aber über unsere Ausgaben in diesen Abteilungen genau Buch geführt, um einen Eindruck zu bekommen, wie groß die Einschnitte im Oktober sein müssen, um auf einen grünen Zweig zu kommen.

Als jemand, der bisher nicht genau wusste, was sie so im Laufe eines Monats ausgibt, kann ich mir da nur die Haare raufen. Meine Ausgaben für Nahrung lagen wieder bei € 274,24 (der Hartz-IV-Satz beträgt € 128,46), für Gesundheitspflege waren es € 133,41 (€ 15,55 hätten es sein dürfen) und für Freizeit/Unterhaltung € 117,42 (also ebenfalls weit entfernt von den eigentlich zugestandenen € 39,96). Es gab nur eine Kategorie, in der ich den Regelsatz nicht mit gesprengt habe: In die Einrichtung meiner Wohnung habe ich € 25,50 investiert. Also tatsächlich € 1,91 weniger, als ich mit Hartz IV gedurft hätte.
Michael, der Gewohnheitssparfuchs, hat zwar nur € 90,66 für Nahrungsmittel ausgegeben, aber so Kleingkeiten wie etwa der Besuch des Oktoberfests haben seine Rechnung für Freizeitgestaltung und Gaststättendienstleistungen auf insgesamt € 485,23 ansteigen lassen (im Oktober sind wie gesagt nur € 39,96 für Freizeit und € 7,60 für Gaststättendienstleistungen erlaubt). Die Maß Bier kostet auf der Wiesn in diesem Jahr immerhin € 9,40, ein halbes Hendl € 9,90. Und während Michael in München mit ein paar Freunden seinen Geburtstag feierte, war ich für vier Tage in London (lasst uns nicht über Hotelpreise reden), so dass wir beide den September mit einem erheblichen Defizit beendet haben.

Nun aber hat der Oktober begonnen, und damit die heiße Phase unseres Experiments, denn im Oktober dürfen die Regelsätze nicht überschritten werden. Michael hat mich zur Inspiration schon einmal mit einer Liste mit preiswerten Gerichten versorgt: Reibekuchen, Nudeln mit Spinat-Käse-Sauce, gebackene Kartoffeln mit Quark, Pfannkuchen, überbackener Toast, etc. Außerdem empfiehlt er, immer eine Grundausrüstung aus Brot, Eiern, preiswertem Käseaufschnitt, Frischkäse, Nudeln, Kartoffeln und Marmelade oder Nutella für den Heißhunger auf Süßes im Haus zu haben (bei diesen Basisprodukten können auch Großpackungen eine gute Idee sein). Beim Einkaufen selbst ist Disziplin der Schlüssel zum Erfolg: Man sollte sich nie hungrig oder ohne Einkaufsliste in den Supermarkt aufmachen, denn das geht garantiert daneben.
 
Bei meinem ersten Einkauf im Oktober habe ich mich natürlich an all das schon wieder gar nicht gehalten. Aber ich wollte einfach unbedingt MEINE Kürbissuppe machen, denn das tue ich jedes Jahr. Der Unterschied ist, dass ich sie normalerweise weitgehend an andere Leute verfüttere. Diesmal kriegt keiner was ab, und es ist meine Hoffnung, dass sie für sieben bis acht Mahlzeiten reicht. Insgesamt habe ich € 13,59 für die Zutaten ausgegeben, das wären also optimistisch gerechnet € 1,70 pro Portion. Ich weiß, Eigenlob und so…aber wo Halloween fast vor der Tür steht, behaupte ich jetzt einfach, dass der Herr Myers für diese Suppe töten würde ; ). Hier ist das Rezept:

Soupy Scream Queen Surprise

Zutaten:
1,5 kg Hokkaido Kürbis, 500 g Lauch, 6 große Kartoffeln, 3 große Möhren, ca. 300 g gelbe Zucchini, 1 rote Paprika,  1 große rote Zwiebel, 1 Becher (Soja-)Sahne, 1 Peperoni (ohne Innenleben), 1 Bund Petersilie, 6 EL Olivenöl, Gewürze (Salz, Pfeffer, Zucker, Curry, Paprika, Knoblauch), 250 ml Rotwein

Alle Zutaten würfeln (bis auf die Petersilie), nach und nach kurz andünsten (zuerst Zwiebeln und Lauch, zuletzt Möhren und Kürbis) und dann mit Wein und Wasser (je nach gewünschter Konsistenz) auffüllen, würzen und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend ganz kurz mit einem Mixstab durchgehen (ich persönlich habe es lieber „chunky“ statt cremig), Sahne hinzufügen, abschmecken, anrichten und die gehackte Petersilie darüber streuen.

NH

Samstag, 15. September 2012

Bildungsnotstand


Nur noch einmal zur Erinnerung: Das Budget, das ein Hartz-IV-Empfänger monatlich für "Bildung" zur Verfügung hat, beträgt € 1,39. Wären wir im September noch immer auf Sparkurs, hätte ich mich mit den € 20 für das Ticket zur Documenta 13 also schon wieder ins Aus geschossen. Und das, wo mein Coach Michael auf die Frage, wie man trotz schmaler Kost und geringem finanziellem Spielraum positiv bleibt, Folgendes anmahnte: "Nichts zu denken, sollte man tunlichst vermeiden. Das macht unzufrieden." Der Leere im Magen darf nicht die Leere im Kopf folgen. Man darf sich in mageren und frustrierenden Zeiten geistig nicht hängen lassen, sonst sieht es erst recht düster aus. Das schreit eigentlich nach einem Büchereiausweis, den ich zuletzt als Studentin hatte.
 
Auch noch einmal zur Erinnerung: Michael und ich werden im Oktober einen erneuten Anlauf machen, und versuchen, mit dem Hartz-IV-Regelsatz in verschiedenen Kategorien (Ernährung, Bekleidung, Unterhaltung, Bildung, Gesundheitspflege, etc.) auszukommen, nachdem ich mit meinem Budget von € 130 für Lebensmittel jetzt bereits zweimal baden gegangen bin. Der September dient als Referenzmonat, in dem die "normalen" Kosten nur einmal konsequent aufgelistet werden. Ich hatte eigentlich gar keine genaue Vorstellung, wie viel ich für gewisse Dinge ausgebe, und selbst Michael war erstaunt, "was man so verpulvert, ohne es zu merken." Dabei hat er vorrangig in seine Wohnung und in Bekleidung investiert. Ich hingegen sollte ich mir vermutlich mal Gedanken über den Preis meiner Nachtcreme machen.

Jetzt ist der Monat zur Hälfte rum, und um es kurz zu machen: Der Regelsatz für alle von uns einbezogenen Kategorien von € 276,83 ist bei uns beiden weit, weit, weit überschritten - und während Michael sich nun doch Gedanken macht, ob das im Oktober wirklich so locker werden wird, wie gedacht (obwohl er in der Lage ist, fünf Personen für  €16,97 mit Coq au vin blanc, Rosmarinkartoffeln und Feldsalat mit gebratenen Champignons zu versorgen), grüble ich ja noch immer, ob eine VOGUE* eigentlich zu "Unterhaltung" oder zu "Bildung" gehört.

Nicht, dass Bildung nicht auch unterhaltsam sein könnte. Genauso wie die Kunst. Wenn sie die Unterhaltung wünscht. An alle, die auch dort waren - ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber das war nicht mein Eindruck auf der Documenta 13, die nun morgen zu Ende geht. Sie war an gewissen Orten so verstockt, dass sie es einem mitunter sogar schwer machte, das verdammte Schildchen zu finden, auf denen der Titel des jeweiligen Werkes stand. Und bieder war sie. Politisch korrekt. Und sich selbst genug. Also alles, was ein Showgirl nicht ist. Aus den anwesenden Hintergrundgeschichten könnte man sicher viele solide Dokumentarfilme machen. Aber gezähmte Kunst kann mich mal.

Da ist es nur konsequent, wenn die Selbstauslöschung des Werkes und sein Transfer in die Belanglosigkeit vom Konzeptkünstler Yan Lei quasi gleich miteingebaut wurde - indem die 360 Gemälde seiner Installation im Verlauf der 100 Tage mit Autolack besprüht und zu monochromen Flächen wurden. Als es in den ersten Berichten über diese Documenta hieß, sie sei geprägt von "glühendem Feminismus" (New York Times) wurde mir ganz warm ums Herz. Man fragt sich, was die Verfasserin gesehen hat, um auf diese Idee zu kommen. Alles Einbildung? Dem Himmel sei am Ende Dank für Llyn Foulkes und Rabih Mroué.


(Yan Lei "Limited Art Project" - documenta13)
Es geht also weiter - der Plan, endlich wirklich mit richtig wenig auszukommen. Und übrigens besteht auch noch immer das Vorhaben, das Gewicht zur Entlastung meiner Gelenke irgendwann noch ein wenig zu reduzieren.

Gleichzeitig missfällt es mir sehr, dass ich mich jetzt, wo ich mich für das Projekt nach langer Zeit mal wieder auf die Waage gestellt habe, auch gleich dabei ertappe, wie ich in alte Muster von Waagen-Zwanghaftigkeit rutsche. Nach Jahren habe ich nun begonnen, mich wieder täglich zu wiegen - und das Gewicht aufzuschreiben! Obgleich sich mein Gewicht in diesem Monat nach der Abnahme im August im Prinzip kaum verändert, ist es so: Wenn es ein paar Gramm weniger sind, bin ich zufrieden. Wenn die Zahl höher ist, spüre ich, wie sich das alte Gefühl des Versagens mit seiner hässlichen Fratze neben mich in mein Spiegelbild drängelt. Das muss auf jeden Fall aufhören. Es ist doch wie verhext - im Kampf um Selbstakzeptanz landet man doch immer wieder verdammt leicht mit einem Teller Kohlsuppe in der Hand direkt am Abgrund. Die Waage liegt jetzt am Boden des Wäschekorbes. Da sehe ich sie so schnell nicht wieder.


*(Erinnert sich eigentlich noch jemand an die halbherzige "Health Initiative" der VOGUE-Chefredakteurinnen? Aber dazu in einem kommenden Beitrag mehr.)

NH