Freitag, 11. Januar 2013

Gar kein Sex


Ein neues Jahr - eine neue Liebe. Das war die Idee.

Wie sie NICHT verwirklicht werden wird, steht nach einem kurzen Ausflug in die Welt des Cyber-Datings fest - dort werde ich nicht fündig werden. Allein schon deshalb nicht, weil ich da nicht nochmal hingehe. Da bestelle ich mir doch lieber einen Mann beim Universum. Oder beim Escort-Service.

Zugegeben, der Text auf meinem Profil war an sich schon ein wenig experimentell und lautete: "Dicke, grimmige Feministin sucht Rockstar in glänzender Rüstung. Sie würde sich aber auch freuen, nur mal wieder mit einem interessanten Mann ins Theater zu gehen." Noch schnell ein Foto hochgeladen, auf dem ich weitgehend so aussah, wie ich auch wirklich aussehe, aber natürlich nicht zu ungekämmt, noch einen Klick - und dann brach die Hölle los...

Natürlich muss man sich nicht so ins Getümmel schmeißen, wie ich. Man muss ja nicht jede noch so lahme Ente freundlich abwimmeln. Man kann ja auch ignorieren. Aber ich war halt vom Forscherinnendrang getrieben. Auf einigen Plattformen gab es anfangs Anfragen im Minutentakt - und das trotz der "grimmigen Feministin"* - und ich hatte mir vorgenommen, möglichst niemanden vor den Kopf zu stoßen. Wollte höflich sein. Und was erfahren. Außerdem war ich im wahren Leben natürlich noch nie zuvor eine so gefragte Frau.

In den letzten eineinhalb Wochen (inklusive zwei Wochenenden) hatte ich Profile bei Finya.de, Friendscout24.de, ElitePartner.de, Parship.de, Rubensfan.de (wo ich übrigens für jedermann fast einen ganzen Tag auf der Titelseite unter "Aktualisierte Profile" zu sehen war, so viel zum Schutz der Privatsphäre) - und schließlich auch noch bei Secret.de sowie Fettliebhaber.de. Jeweils immer nur für ein paar Tage. Mehr war ehrlich nicht auszuhalten.

Am Ende war ich dann geschafft - von der Konfrontation mit so vielen unrealistischen Erwartungshaltungen einerseits und der ausladenden, biederen und freudlosen Verstocktheit, die unter weiten Teilen der einsamen Herren zu herrschen schien, andererseits.

Da hilft am Ende nur noch abschütteln und weglachen - trotz der unübersehbaren Tragik.

Ins Theater wäre wohl schon noch einer mit mir gegangen. Aber erst NACH Abgabe einer Absichtserklärung. Und zwar überraschenderweise nicht so sehr dahingehend, dass dann auch was geht, sondern vielmehr, dass "aus uns dann auch was wird". Ob sich von diesen Exemplaren einer hätte UNverbindlich einen hätte blasen lassen, bleibt mithin ungewiss. Warum die drastische Wortwahl? Männer in Online-Dating Portalen sind ein drastisches Völkchen. Darum. Besonders jenseits der vierzig. Anders, als man vielleicht vermuten würde, ist das, was etliche von ihnen suchen, beileibe keine freie Liebe. Das mag den meisten Frauen auf Partnersuche natürlich noch entgegen kommen. Was ein großer Teil dieser Männer augenscheinlich sucht, ist aber noch nicht einmal Liebe. Was sie wollen, das sind in der Tat "Versorgerinnen". Krankenschwestern, die die Hand halten und die Reisen in die Toskana mitmachen, damit man sich als 43jähriger Berufsschullehrer endlich nicht mehr so verdammt verloren fühlt in der weiten Welt. Ok, einige Verwirrte hatten "Feministin" mit "Domina" verwechselt und suchten eine Frau, die ihnen in Zukunft sagt, wo's langgeht (also z.B. "Wir fahren nach Lanzarote und nicht in die Toskana, basta!") und ihnen sozusagen zur Bekräftigung hin und wieder den Popo verhaut. Aber auch bei dieser Art der Bedürftigen zeigte sich schnell: Sobald klar ist, dass man den Job der festen Pflegerin nicht noch vor dem ersten Treffen offiziell annehmen will, wird's zickig. Die Verzweiflung des alleinstehenden Mannes in mittleren Jahren spritzt mitunter wie giftiger Geifer aus dem Bildschirm. Gut, einige schlafen im Chat dann auch einfach nur ein, weil es bis zum Jawort einfach zu lange gedauert hat. So oder so - das Interesse an der Frau, die man eben noch am liebsten von gleich auf jetzt vor den Traualtar zerren wollte, verrinnt leicht innerhalb von einer halben Stunde.

Wer jemals geglaubt hat, Männer hätten keine biologische Uhr, der irrt gewaltig. Man schreibt simple Sachen wie z.B.: "Ich habe vor, irgendwann mit dem Auto, quer durch die USA zu fahren." Und die Antwort nach zehn Minuten Kennenlernen im Cyberspace lautet: "Das machen wir dann doch jetzt zusammen." Man erklärt: "Ich habe mich erst gestern hier angemeldet." und liest: "Nun musst du ja nicht mehr suchen." Irgendwie kommt man dann auch noch auf dieses Thema:"Ich werde vermutlich übers Rentenalter hinaus arbeiten." Und er schreibt: "Na, dann werde ich immer für dich kochen, wenn du nach Hause kommst." Was einen nach Monaten oder Jahren in einer Beziehung vielleicht froh und glücklich machen würde, ist nach so kurzer Zeit einfach nur gruselig. (Es sei denn, ES SEI DENN, George Clooney schickt einem solche Angebote ins Wohnzimmer. Dann ist selbstverständlich alles andere ohnehin egal.)

Die Zeit drängt also. Darum kommt dann auch haltlose Effizienz ins Spiel. Wozu auch der ganze kommunikative Umstand, wozu womöglich auch noch die Mühen des Flirtens auf sich nehmen, wenn ein Ganzkörperfoto (angezogen zwar, aber in voller Länge) doch ohnehin mehr sagt, als tausend Worte? Auf zusätzliche Fotos wird übrigens absolut bestanden. Die werden sogar im Verlauf eines Chats immer wieder regelrecht angemahnt - auch und erstaunlicherweise insbesondere bei den "Rubensfans". Und natürlich können zusätzliche Fotos dazu führen, dass man UMGEHEND aussortiert wird, bzw. dass der Kontakt jäh abgebrochen wird. Hat mich doch ein 45jähriger Architekt sofort abserviert, weil ihm mein Busen zu wuchtig erschien. Wahrscheinlich hätte ich damit nicht ins Einrichtungskonzept gepasst. ; ) Ein anderer, nachdem er dann nach zähen Verhandlungen endlich ein "Ganzkörperfoto" per Direktnachricht erhalten hatte, verabschiedete sich schnell ins Bett. Ich will lieber gar nicht wissen, was das zu bedeuten hatte.

Das mit dem Körperbau hätte man ja aber eigentlich am besten live beim zwanglosen Kaffee in der Innenstadt Hamburgs begutachten können, den ich tatsächlich auch ein paarmal angeboten habe - und den am Ende keiner haben wollte. Weil ich aus Sicherheitsgründen die Notwendigkeit sah, immer mal wieder darauf hinzuweisen, dass ich nicht zwingend auf der Suche nach einer festen Beziehung bin. Und damit wurde ich zur Wackelkandidatin. Warum Zeit vertun? Und Benzin verfahren? Warum ein Spaziergang an der Alster mit einer Frau, die man auf den ersten Blick zwar attraktiv findet, der dann aber womöglich zu keiner anhaltenden Verbindung führt? Was, wenn die dann den Nerv hat, und nicht mehr will? Was in der normalen Welt normal wäre, hat hier offenbar seine Gültigkeit mitunter total verloren. Auf Dating-Portalen soll die große Befreiung aus der Einsamkeit trotz allen seelischen Drucks offenbar doch gefälligst im Katalog bestellbar sein und frei Haus geliefert werden. Für Entwicklung ist keine Zeit. Keine Zeit, KEINE ZEIT! Ironischerweise sind auf diese Art für so manchen Suchenden offenkundig bereits etliche Jahre der Erfolglosigkeit ins Land gegangen, ohne dass er seine Taktik je überdacht hätte. Dass die eigentlich nicht klappen KANN, sieht man als Außenstehender natürlich vom Mond aus. Aber diese Männer sind wie Frauen, die seit einer Ewigkeit verbissen daran arbeiten, endlich schwanger zu werden: Man will ihn zurufen "Oft klappt's besser, wenn man schlicht aufgibt!".

Ein paar schienen am Anfang ganz normal und freundlich. Und dann hat man ihnen seine E-Mail-Adresse gegeben. Man denkt sich halt, wie gestört kann so ein Kinderarzt, der für eine internationale Hilfsorganisation arbeitet, schon sein? Die Antwort ist: Rette sich wer kann! Manchmal kommt der Wahnsinn halt erst auf den letzten Drücker zum Vorschein. Aber auf jeden Fall könnte ich mich mit eben jenem durchgeknallten Mediziner jetzt auch schon als zukünftige Ehegattin auf dem Weg nach Asien befinden - wäre es nach ihm gegangen. Die Abwicklung solcher Missgriffe ist halt auch kein Vergnügen, besonders dann nicht, wenn man auch hier noch immer zivilisiert bleiben möchte.

Sexseiten sind ehrlicher.

Klar sind sie auch ein wenig, wie soll man es sagen, nun ja: erwartungsgemäß schmierig und gewöhnungsbedürftig. Bei Secret.de tragen alle Fotos alberne, venezianische Masken, die kaum verbergen, wer sich dahinter versteckt. Bei Fettliebhaber.de geht es mitunter deutlich unverhüllter zu - das ist nicht immer hübsch. Aber wo sonst kriegt man innerhalb von ein paar Stunden mehrfach Sex angeboten, von Männern, die erheblich jünger sind als man selbst, aber schlicht auf dicke und "reifere" Frauen im Bett stehen? Wo laufen einem sonst schon 25jährige BWL-Studenten über den Weg, die es einem gern mal so richtig gemütlich machen würden? Und die wollen erstaunlicherweise vorher noch nicht einmal ein "Ganzkörperfoto" sehen, sondern schlagen gleich vor, sich bei Gelegenheit zu treffen, um sich zu beschnuppern! Womöglich bekäme man von denen am Ende des Tages sogar beides: Kaffee UND Sex! Wie bei der Vorstellung von Rebecca Weisteins "Fat Sex" beschrieben, können solche Kontakte das sexuelle Selbstbewusstsein dicker Frauen vermutlich durchaus voranbringen - solange sie selbstbestimmt und mit entsprechendem Sicherheitsbewusstsein an die Sache herangehen. Gut, ich habe jetzt keines der Angebote angenommen, sondern mich in mütterlichem Ton bedankt und verkrümelt. Allerdings scheint mir das Internet hier bei Bedarf recht zielführend. ; )

Und was mache ich nun? Ich bleibe entgegen aller Empfehlungen, die in einschlägigen Ratgebern zu finden sind, doch einfach noch einmal für ein Weilchen hier sitzen und warte ab. Vielleicht kommt er ja doch noch vorbeigeritten. Der Rockstar in der Rüstung. Vermutlich klemmt nur das Visier, und er ist in die falsche Richtung unterwegs. In einer Stretch-Limo hätte er wahrscheinlich weniger Probleme.



*Die aber nachträglich betrachtet vermutlich eine Extraladung Anmache verhindert, und so die Erfahrung, die ich auf den Portalen gemacht habe, sowie den von mir gewonnenen Eindruck entscheidend beeinflusst hat.

NH

Dienstag, 1. Januar 2013

Geschafft: Jahresrückblick 2012

Diesen Fragebogen habe ich Anfang des Jahres für einen Rückblick für 2011 von Shushan übernommen. Damals und heute allerdings nicht ganz eins zu eins – ein paar Fragen fehlen, dafür habe ich ein paar hinzugefügt und diesmal das Ganze zur Krönung mit angesäuerten Betrachtungen der Lage versetzt.

Wie beim letzten Fragebogen ist es eine erhellende, aber diesmal leider auch deprimierende Übung gewesen, ihn auszufüllen. Wie für 2011 gilt auch für 2012:  Äußerlich hat sich wirklich nicht viel getan. Und so waren auch die Antworten zum Teil die gleichen.
 

1. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie war Dein Jahr? 5

2. Zugenommen oder abgenommen? Minimal abgenommen.
 
3. Haare länger oder kürzer? Gleich.

4. Mehr Kohle oder weniger? Gefühlt weniger.

5. Besseren Job oder schlechteren? Gleich.

6. Mehr ausgegeben oder weniger? Weiß nicht, aber noch immer zu viel. Es gibt im kommenden Jahr nur eine Lösung: Ich muss viel weniger ausgeben und/oder viel mehr verdienen. Aber das dürfte ja nicht schwer sein, für jemanden, der so viele tolle Dinge kann: Nörgeln, lästern, polemisieren, anzweifeln… Angebote bitte an: office(at)nicola-hinz(dot)com

7. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was? Nix.

8. Mehr bewegt oder weniger? Gedanklich vielleicht – mich selbst auf jeden Fall nicht.

Dabei lese ich nun gerade in Kate Hardings „Lessens from the Fat-O-Spere“, dass ich ruhig dick bleiben kann, aber trotzdem „fit“ werden sollte. Mit irgendeiner Art sportlicher Betätigung, die mir Spaß macht.


Oh verflucht noch einmal, wenn es so etwas gäbe, dann würde ich es ja bereits tun!! Ehrlich, da wäre es leichter für mich, wieder Diät zu machen. Außerdem soll ich mich auch und besonders als dicker Mensch regelmäßig ärztlich durchchecken lassen. Oh ja, wenn es etwas gibt, was ich noch lieber mag, als Sport, dann sind es vermutlich Arztpraxen. Es gibt scheinbar kein Gewinnen.

Ich glaube, als nächstes werde ich doch einmal „Fuck it“ von John C. Parkin lesen. Das klingt eher nach etwas, wofür ich mich begeistern könnte.

9. Die gefährlichste Unternehmung: Blind Date. War dann auch ein echter Blindgänger – ist nicht erschienen.

10. Die teuerste Anschaffung? Ein Druck in limitierter Auflage des hippen, britischen Künstlers Lewes Herriot (s. links). Auf seiner Seite bei bigcartel.com bekommt man seine Werke allerdings auch zu sehr günstigen Preisen. Wer also noch Wand frei hat...warum nicht junge Kreative direkt unterstützen?

11. Das leckerste Essen? Das ist jedes Jahr der „Hinzsche Spezialkartoffelsalat“ zu Weihnachten.

12. Das beeindruckendste Buch? Vielleicht „Fat Sex“ von Rebecca Jane Weinstein. Auf jeden Fall hat es viel für mein Selbstbewusstsein als dicke Frau getan.

13. Der beste Film? „Gone“ – wird nicht in die Filmgeschichte eingehen, aber ich fand ihn spannend und mochte das überraschende Ende.

14. Der ergeifendste Song? John K. Samson: “Heart of the Continent”  

15. Die meiste Zeit verbracht wo? Abermals: Im Stau. Im Bett. Am Schreibtisch.

16. Was war die größte Überraschung: Der Einzug von Corbinian.

17. Was ist schiefgelaufen: Die geplante Amerikareise ist ins Wasser gefallen – genug Geld und Zeit waren am Ende nicht vorhanden.

18. Was hat geklappt: Wir haben das Hartz-IV-Projekt durchgezogen, und ordentlich was gelernt. Was mich betrifft, vor allem etwas über Realität und Prioritäten.

19. Was wünschst du dir für das kommende Jahr? Erleuchtung. ; )

20. Und was jetzt? Früh ins Bett gehen. Ich habe das Gefühl (und hoffe), dass 2013 ein Jahr der Entscheidungen wird. Mit High-Noon-Szenen und allem. Auf jeden Fall will ich nicht noch einmal einen Jahresrückblick schreiben, in dem steht: "Alles beim Alten."


NH

Samstag, 22. Dezember 2012

Eine Weihnachtsgeschichte


Dieser Keks ist 3,5 Jahre alt. Darum sieht er so schäbbich aus. Die Zuckerglasur war mal weiß. Zitrone. Man beachte außerdem die Form: ja - ein Hase. Eigentlich neige ich nicht zum Morbiden - jedenfalls nicht außerhalb der Kunst. Nicht im wahren Leben.

Es handelt sich um ein klassisches Butterplätzchen aus Mürbeteig. Allerdings besonders dünn. Und seinerzeit besonders zitronig. Und es ist eines der letzten, die meine Mutter gebacken hat. 2009 hatte meine Mutter, statt auf Weihnachten zu warten, ihre berühmten Kekse vorsorglich zu Ostern hergestellt - für den Fall, dass sie Weihnachten nicht mehr unter uns sein würde. Wie sich herausstellte, war das eine ziemlich pragmatische und treffende Entscheidung, denn sie starb im Sommer.

Ich kann nicht behaupten, dass Weihnachten bei uns zu Hause jemals eine besonders harmonische Angelegenheit gewesen wäre. Weihnachten war ein Mienenfeld. Mal hatte man mehr Glück, mal weniger - und dann flog einem so ziemlich alles um die Ohren. Alles fing meistens mit dem Baum an, denn der musste PERFEKT sein. Und wenn wir mit Kollegen meines Vaters beim Firmen-Baumschlagen in den Wald gingen, war unsere Familie regelmäßig die letzte, die wieder auftauchte. Nicht selten nach Anbruch der Dunkelheit. Mein Vater nahm das alles in meiner Erinnerung weitgehend mit Humor, bis er den Baum im Wohnzimmer aufstellen musste. Kerzengerade und mit der Schokoladenseite nach vorn. Wobei meine Mutter bestimmte, was gerade und was Schokolade war, und mein Vater jedes Jahr lautstark schwor, das sei das LETZTE MAL, dass er so ein Theater mitmachen würde.

Meine Eltern, Weihnachten 1983
Später, als wir zwei ohne meinen Vater Weihnachtsbäume besorgten, änderte sich an diesem und allen anderen Ritualen nicht viel. Ich verbrachte Stunden damit, Bäume vortanzen zu lassen ("Dreh' den mal um!") und wurde dabei ausgesprochen ungehalten. Klar würde ich heute gern noch einmal mit ihr für eine gefühlte Ewigkeit durch Gartencenter laufen auf der Suche nach einer angemessenen Tanne. Vielleicht stimmt es, dass man gewisse Dinge erst zu schätzen weiß, wenn sie verschwunden sind. Aber manchmal ist es auch einfach nur so, dass die Alternativen eben noch viel, viel schlechter sind als das verlorene Original.

Meine Mutter mag bei der Ausrichtung von Feierlichkeiten (und auch sonst) dominant und perfektionistisch gewesen sein, aber bis sie starb, hatte ich nur einmal in meinem Leben Weihnachten nicht mit ihr verbracht. Niemals hätte mich ein elfstündiger Flug von Kalifornien nach Hamburg davon abgehalten, zu Weihnachten zu Hause zu sein. Denn meine Mutter war mein Zuhause.

Kurz bevor sie starb, sagte ich ihr das auch: "Du kannst nicht sterben, denn dann bin ich heimatlos". Und nun sitze ich hier mit ihrem letzten Keks....Ich frage mich, ob man ihn noch essen kann. Bisher lag er auf seinem Tellerchen wie in einem Minischrein im Regal. Auf jeden Fall ist er mittlerweile total geruchlos. Und das merkwürdigerweise trotz all der Butter. Es fühlt sich so an, als sei es Zeit sich zu trennen. Aber ich weiß nicht wie.

Ich habe versucht, Weihnachten mit anderen Menschen zu feiern. Und fühlte mich hinterher elend. Das war mir und den anderen gegenüber nicht fair. Unter Umständen könnte man sozusagen gezielt zum Weihnachtsmuffel werden, und sich den ganzen Kram abtrainieren. Ich fürchte aber, meine Weihnachtsgeister sitzen mir viel zu sehr im Nacken. Ich hatte die Idee, in diesem Jahr vielleich zu verreisen, aber dann zog ja der neue Kater ein. Damit hatte sich das erledigt. Schließlich ist der jetzt Familie.


Und so feiere ich Weihnachten zwar ohne Mutter und ohne Baum, aber ansonsten genauso wie immer: Ich schneide die Zutaten für den Kartoffelsalat und schaue mir dabei "Michel aus Lönneberga" an. Und dann packe ich die Geschenke aus, die ich mir selbst von Amazon habe schicken lassen. Denn im Grunde war auch das so eine Art Tradition. Seit ich lesen konnte, gab ich meiner Mutter eine Wunschliste mit Büchern, die sie dann im Buchladen im Ort bestellte. So war es ihr am liebsten. ("Ich weiß einfach nie, was du wirklich willst.") Kekse backe ich keine mehr - was aber nicht heißt, dass mein bunter Teller nicht weiterhin der prächtigste (und am sorgfältigsten arrangierte) im ganzen Land wäre.

Während ich diesen Text schreibe, habe ich parallel schon mit der Arbeit am Jahresrückblick begonnen. Was aus dem Keks geworden ist, erzähle ich auch nächste Woche. Jetzt bleibt erst einmal nur, euch allen ein buntes Weihnachtsfest und wenig Stress zu wünschen - in Anlehnung an die schönen Teddybär-Inszenierungen von SchneiderHein, mit einer kleinen Weihnachtszene von meinem Schreibtisch. : )
 

FROHE WEIHNACHTEN!

 

NH

Samstag, 24. November 2012

Ganz viel Sex


 
Rebecca Jane Weinstein, Juristin und Gründerin der Fett-Akzeptanz-Plattform PeopleOfSize.com, hat ein Buch über etwas geschrieben, was nicht mehr ganz so unvorstellbar ist, wie es mal war. Aber noch immer ZIEMLICH unvorstellbar – leider auch oft und vor allem für die, die es direkt betrifft. Der Titel des Buches ist Fat Sex. Und es handelt von dicken Menschen und dem Sex, den sie haben – oder eben nicht haben.

Und viele dicke Menschen haben viel Sex NICHT. Weil sie sich für ihren Körper schämen, weil sie sich nicht vorstellen können, dass jemand sie attraktiv finden könnte, und weil viele Menschen dicke Körper tatsächlich nicht attraktiv finden, oder sich schämen, zuzugeben, dass sie es doch tun.

In einem Interview sagte die Autorin, dass das Buch allerdings auch darlege, dass dicke Menschen ebenso normale und/oder außergewöhnliche sexuelle Entwicklungen durchmachen, wie alle anderen. Der Inhalt des Buches scheint jedoch gleichzeitig zu belegen, dass ein sehr hohes Gewicht insbesondere für Frauen, bemerkenswert weichenstellend sein kann und häufig dazu führt, dass sexuelle Selbstfindung und Bestätigung härter und auf Umwegen erkämpft werden müssen.

Should fatties get a room?* (Will man dicken Leuten beim Knutschen zusehen?)

Die amerikanische Sitcom „Mike & Molly“ erzählt aus dem Alltag eines Paares, in dem beide Partner dick sind. Sie lernen sich in einer Selbsthilfegruppe kennen und versuchen immer mal wieder, eine Diät durchzuhalten – aber das Übergewicht der beiden spielt im weiteren Verlauf thematisch eine nur untergeordnete Rolle. Ich selbst habe die Serie bisher gern gesehen – und eine DVD beim letzten kleinen Preisausschreiben verschenkt. In den USA, wo sie 2010 anlief,  war „Mike & Molly“ mittelprächtig erfolgreich, schaffte es aber bis zur mittlerweile dritten Staffel. In Deutschland war sie, so muss man es wohl sagen, ein Flop und wurde von SAT1 eigestellt.

Wenn man davon ausgeht, dass mittlerweile ein Drittel aller erwachsenen Amerikaner auf Basis des Fantasiemaßstabes BMI als adipös einzustufen ist und die Hälfte der Deutschen zumindest als übergewichtig, dann ist es umso erstaunlicher, dass all diese runden Leute offenbar wenig Wert darauf legen, Schauspielern, die so aussehen, wie sie selbst, auf ihren Fernsehbildschirmen dabei zuzuschauen, wie sie die Tücken eines normalen Paaralltags meistern. Offenbar sehen wir alle sehr viel lieber, wie Dicke im Format „The Biggest Loser“ als Strafe für ihre Fülle kaserniert, gedemütigt und vorgeführt werden. Wer Geschichten mit dicken Menschen erzählen will, in denen das Dicksein Tatsache aber weder vorrangig komisches Element noch zu bekämpfendes Übel ist, der stößt leicht an seine Grenzen. Und an die des Publikums, das sich oft selbst nicht leiden kann und darum für das eigene Fett und/oder das anderer in weiten Teilen nicht viel mehr als Abscheu übrig hat.

Aber „Mike & Molly“ enthielt unerwartet offenbar auch Zündstoff für eine handfeste Kontroverse in dessen Zentrum die magersüchtige Kolumnistin Maura Kelly stand und in dessen Verlauf die amerikanische Ausgabe der Marie Claire einen nicht unerheblichen Anteil ihrer Abonnentinnen verlor. Kelly wurde mit der eigentümlichen Aufgabe betraut, als Reaktion auf „Mike & Molly“ für die Website des Magazins eine Kolumne darüber zu verfassen, „ob es für Zuschauer wirklich unangenehm ist, dicken Leuten beim Knutschen zuzusehen“. Denn Mike und Molly küssen sich. Und sie haben Sex. Der wird natürlich nicht gezeigt, aber oft erwähnt. Maura Kelly verfasste daraufhin ein bösartiges kleines Traktat darüber, warum sie Dicke grundsätzlich ekelhaft findet („Yes, I think I’d be grossed out if I had to watch two characters with rolls and rolls of fat kissing each other…because I’d be grossed out if I had to watch them doing anything.”) und die Andeutung dicker Sexualität erst recht. Wer auch immer tatsächlich entschied, dass der Artikel auf der Seite veröffentlicht werden würde, mag vielleicht eine kleine, überschaubare Provokation beabsichtigt haben, hatte aber die Rechnung eindeutig ohne die Leserinnen gemacht, die sich in diesem Fall zu einem ungeahnten Shitstorm aufschwangen. Maura Kelly musste sich entschuldigen. Sie schob den Ausrutscher auf die durch die eigene Essstörung verzerrte Wahrnehmung. Liest man Kellys Text vor diesem Hintergrund noch einmal, wird offensichtlich, wie sehr ihre ungefilterten Angriffe auf die Körperlichkeit anderer in Wahrheit vor Selbsthass nur so triefen. Dennoch ist auch klar, dass sie mit ihrem Ekel in einer essgestörten Gesellschaft nicht allein ist. So hatte der Fernsehsender CBS einem CNN-Bericht zufolge durchaus auch von Zuschauern Beschwerden bezüglich der Küsse unter Dicken erhalten.

Fetish walking (Achtung: wandelnder Fetisch)

Ist der Sex, den dicke Leute haben, ekelhaft? Oder reflektiert der Ekel vor dickem Sex genauso auf den zurück, der ihn verspürt und äußert, wie der allgemeine Ekel vor Dicken? Ist es obendrein ein Problem mit der eigenen Sexualität, die Menschen wie Kelly daran hindert, leben und leben zu lassen?

Immerhin die Ansicht, dass es zumindest NICHT normal ist, eine spezifische sexuelle Vorliebe für dicke Körper zu haben, dürfte noch immer weitverbreiteter sein, als das Gegenteil. Aber es ist nicht nur das. Rebecca Jane Weinstein legt in ihrem Buch dar, es werde außerdem gemeinhin unterstellt, dass ein dicker Körper so unattraktiv ist, dass man über ihn auch dann nicht hinwegsehen kann, wenn andere Eigenschaften einer Person umso liebenswerter sind. Wenn also ein Nicht-Dicker eine Beziehung mit einem dicken Menschen eingeht, weil er primär seinen Humor oder seine Energie sexy findet, kann er genauso leicht in Erklärungsnot geraten, wie derjenige, der sich explizit zu runden Körpern hingezogen fühlt. Die Freunde können es nicht glauben. Die Familie versteht es nicht. Die Kollegen machen sich lustig. Was DARF einen anmachen?

Weinstein wirft einen näheren Blick auf die heimische (US-amerikanische) Pornoindustrie und stellt fest, dass es, gemessen an Verkaufszahlen und der Fülle pornographischer Darstellungen mit dicken – in der Hauptsache – Protagonistinnen, bei weitem nicht mehr als „unnormal“ bezeichnet werden kann, an runden Körpern sexuell interessiert zu sein. Dicke Pornographie ist kein Nischenmarkt, sondern Big Business, bei dem Milliarden mit sexuell aktivem, wogendem Fett verdient werden. Gibt man tatsächlich einfach nur einmal spaßeshalber „fat sex“ bei Google ein, bekommt man innerhalb von 0,15 Sekunden 395.000.000 Ergebnisse. Eine Bekannte, die sich mit der Materie ein bisschen auskennt, erzählte mir unlängst: „Die erfolgreichsten Prostituierten auf dem Kiez sind jedenfalls keine kleinen, dünnen Mädchen.“

Warum also sollte man als dicker Mensch und insbesondere als dicke Frau Sorge haben, nicht zu genügen? Und sexuell schlicht unattraktiv/inakzeptabel zu sein? Warum gibt kaum einer zu, dass er Dicke aufregend findet, wenn es doch offensichtlich so viele tun? Die Antwort wurde oben bereits gegeben. Die Gesellschaft befindet sich im Krieg gegen das Fett. Weinstein sieht Liebhaber von dicken Körpern momentan in der Situation, in der vormals Schwule und Lesben waren. Heute seien sie es, der die Gesellschaft es schwer mache, sich zu „outen“. Denn wer Fett sexy findet, kann, wie gesagt, schlicht nicht richtig ticken. Muss „pervers“ sein. Womit wir beim „wandelnden Fetisch“ wären. Sexuelles Begehren, das sich laut Definition auf bestimmte Gegenstände oder Konstellationen von Körpern und Gegenständen richtet – viele Dicke wollen DAS nicht sein. Sie wollen verständlicherweise nicht in einen Topf geworfen werden mit Damenbärten, Nylonstrümpfen, Gasmasken und halbnackten Frauen, die mit ihrem Geländewagen im Schlamm stecken bleiben. Nicht dass damit irgendetwas nicht in Ordnung wäre, aber eine dicke Person ist nun einmal zunächst weder ein Objekt noch eine Inszenierung. Mitunter sind sie deshalb misstrauisch. Gleichzeitig ist es oftmals schwer für sie, zu glauben, dass jemand, der sie (unerwarteterweise) sexuell will, dann auch an ihnen als Person interessiert ist. Oder dass er Körpermaße gar nicht so wichtig findet.

Was sich da außerdem leicht erschwerend ins Bild schiebt, ist die eher gruselige Variante von Feedern (Fütterern) und Gainern/Feedees (Gefütterten). Bei der Vorstellung, in eine Beziehung zu geraten, in der es das erklärte Ziel des Partners ist, den anderen zu mästen und so mehr und mehr Kontrolle über den immer unbeweglicher werdenden Körper zu erlangen, dürften den meisten Dicken die Haare zu Berge stehen. Natürlich kann jeder mit seinem Körper machen, was er will. Aber was muss insbesondere einer Frau vorher passiert sein, damit sie einwilligt, ihren gezielt zum Gefängnis auszubauen und sich so in letzter Konsequenz tatsächlich zum Fetisch, zum Objekt machen lässt? Und wie muss einer gestrickt sein, der diese Bereitschaft ausnutzt? (Ja, stimmt - ich habe wenig übrig für ungleiche Machtverhältnisse in sexuellen Zusammenhängen, verklagt mich ruhig! ; ))

Fetisch oder kein Fetisch: In den Geschichten der von Weinstein Befragten stellt sich trotz allem eines eindrucksvoll heraus: Offene Fat Admirers (Fettliebhaber) können unter Umständen eine wertvolle Anlaufstelle sein – vor allem für dicke Frauen – wenn es um Selbstakzeptanz geht. Die Erfahrung, dass ein anderer in der Lage ist, wildes Begehren für den selben Körper zu empfinden, mit dem man sich selbst im Zweifel seit Ewigkeiten im Krieg befunden hat, könne eine absolute Befreiung sein. Und es scheint mir einleuchtend. Man stelle sich das mal vor: Keine sorgenvollen Gedanken daran, was sich alles wellt oder wackelt. Beim Date mit einem Fat Admirer ist man als dicke Person schließlich genau das, was der andere wollte. Vermutlich ist nichts, was man an nackten Untiefen und Geheimgängen zu bieten hat, eine Überraschung für ihn. Da muss man das Licht nicht dimmen, um unsichtbar zu werden. Scham ist kein Rezept für guten Sex, und einige von Weinsteins Interview-Partnerinnen haben sich durch die gezielte Suche nach Sexpartnern mit einer expliziten Vorliebe für dicke Körper tatsächlich die Möglichkeit verschafft, die Scham zum ersten Mal in ihrem Leben in der Handtasche zu lassen. Klingt eigentlich wie ein hervorragender Deal. Und verlangt in der konkreten Umsetzung vermutlich trotzdem verdammt viel Mut. Aber wenn man vorhat, sich diese Erfahrung zu holen, sollte man es tunlichst VOR der nächsten Diät tun, denn das ist eine Chance, die mit jedem Gramm in der Tat schwindet. ; )

Was Weinsteins Buch jedoch wie gesagt auch dokumentiert, ist, dass dick zu sein fast immer einen deutlichen Einfluss auf die sexuelle Evolution eines Menschen hat. Meistens verzögert es Erfahrungen und führt in der Summe letztendlich sehr wohl zu mehr Demütigung und Ablehnung. Aber fast alle Schilderungen enden mit einer Stärkung des Selbstwertgefühls und mehr Selbstakzeptanz, die sich die Protagonistinnen und Protagonisten auf die eine oder andere Art individuell erarbeitet haben.

Ich habe mich gefragt, wie die immer wiederkehrende Erfahrung, dick und damit in einem gesellschaftlich inakzeptablen Körper zu leben, meine Sexualität beeinflusst hat und dazu verglichen, welche Erfahrungen im schlanken und welche im dicken Körper überwogen haben (und so komisch es klingen mag - es gab kaum Phasen "dazwischen"). Die Erfahrungen, die zumindest gefühlt am häufigsten gemacht wurden, stehen oben auf der Liste. Allerdings ist hier alles nur ungefähr. Und ein wenig verschwommen.

Dick

-          Von der Umwelt GAR NICHT als sexuell wahrgenommen werden.
-          Nicht gewollt werden. (Sollte man sich doch einmal getraut haben, Signale zu senden.)
-          Verwirrung und Panik bei (sehr seltenen) unerwarteten aber nicht unerwünschten   Annäherungsversuchen – warum will der mich? Und dann mit ziemlicher Sicherheit: Flucht!
-          Ganz selten: Unerwünschte Anmache.

Dünn (zumeist jedoch trotzdem eingebildet dick)

-          Verwirrung und Panik bei unerwarteten aber nicht unerwünschten Annäherungsversuchen – warum will der mich? (Endete auch nicht selten mit Flucht.)
-          Unerwünschte und oft aufdringliche Anmache, Annäherungsversuche, Belästigung.
-          Etwas mehr Selbstbewusstsein beim Ergreifen von Initiative und in der Konsequenz gewollt werden.
-         Nicht gewollt werden.

Ja, es war schon so: Immer, wenn ich dünn war, ging deutlich mehr. Allerdings musste man in solchen Phasen auch immer sehr viel mehr abwehren, was ich regelmäßig als ziemlich anstrengend empfunden habe. Und wo mehr ging, war auch sehr viel mehr Gelegenheit für akute Scham. Denn ohne die ging ich auch schlank nie aus dem Haus.

Vor ein paar Wochen habe ich im Zuge eines kleinen Fotoprojekts mal Bestandsaufnahme gemacht und meinen Körper nackt und aus purem Forscherinnendrang von allen Seiten und aus so ziemlich jeder möglichen Perspektive abgelichtet. Von nah und von fern. Man hat ja so viele Teile, die man naturgemäß nie wirklich zu Gesicht bekommt. Und ich war vorbereitet auf eine wahre Landkarte des Grauens. Aber dann kam es anders, und nicht alles, was ich sah, stürzte mich mehr in schiere Verzweiflung. Erstens gab es mir Sicherheit, jetzt genau zu wissen, was ich dem anderen wirklich „zumuten“ würde, wenn ich das Licht anließe. Und zweitens fand ich einige Bilder sogar richtig schön. Und dann dachte ich mir, wenn ich mich selbst, so wie jetzt nun einmal bin, zumindest aus bestimmten Blickwinkeln irgendwie sexy finden kann, dann kann das jemand anders auch…….Also wirklich, jetzt.

Weinsteins Fazit aus den von ihr gesammelten Schilderungen dicker Menschen ist ohnehin: Es sind Haltung und Selbstbewusstsein, die sexy machen. Ich hoffe, das ist eine gute Nachricht. Denn was für scheue Viecher gerade diese zwei ironischerweise sind, davon kann ich bekanntlich ein Lied singen.


*Gängiger englischer Ausspruch, wenn Leute in der Öffentlichkeit ihre Zuneigung zu deutlich zeigen – zumindest im Auge des Betrachters: Get a room you two, nobody wants to see that. (Nehmt euch gefälligst ein Hotelzimmer, das will doch keiner sehen.)

NH